
Mitsotakis weist ausländische Anweisungen zur griechischen Verteidigung bei Treffen mit Costa in Athen zurück
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis empfing den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, im Maximos-Palast, um über Spannungen in der Ägäis, Drittstaatenregeln im SAFE-Verteidigungsprogramm und den EU-Haushaltsrahmen 2028–2034 zu sprechen.
Bilaterale Gespräche im Maximos-Palast
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis empfing den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, am 3. September 2026 im Maximos-Palast in Athen. Die Konsultation war Teil von Costas Reise durch die EU-Mitgliedstaaten vor den anstehenden institutionellen Amtszeiten. In ihrem gemeinsamen Auftritt bekräftigte Mitsotakis, dass Griechenland sich mit Verantwortung und Bereitschaft auf seine bevorstehende Ratspräsidentschaft vorbereite, um gemeinsame Prioritäten voranzubringen. Die Gespräche konzentrierten sich auf die europäische Sicherheitsarchitektur, geopolitische Entwicklungen im östlichen Mittelmeer und den kommenden mehrjährigen Finanzrahmen.
Spannungen in der Ägäis und die SAFE-Verteidigungsinitiative
Mitsotakis informierte Costa über die jüngsten Entwicklungen in der Ägäis, darunter Streitigkeiten um Meeresschutzgebiete und territoriale Souveränität. Der Ministerpräsident erklärte, Griechenland sei ein friedliches Land, das keine andere Nation bedrohe, machte aber deutlich, dass Athen keine externen Anweisungen zur Stärkung seiner territorialen Verteidigungsfähigkeiten akzeptieren werde. Er betonte, dass jedes Beitrittskandidatenland, das engere Beziehungen zur EU anstrebe, das Völkerrecht und gutnachbarschaftliche Beziehungen respektieren müsse.
Es ist unvorstellbar, dass eine aktive Kriegsdrohung und die Infragestellung der griechischen Souveränität von einem Land ausgehen, das seine Beziehungen zur EU verbessern will. Wir wollen den europäischen Weg der Türkei stärken, aber dies muss mit dem Aufbau gutnachbarschaftlicher Beziehungen zu Griechenland einhergehen. Meine Heimat ist ein friedliches Land, das keine Bedrohung für irgendjemanden darstellt. Sie wird jedoch von niemandem Anweisungen entgegennehmen, wie sie ihren Verteidigungsschild verstärken soll.
Der griechische Ministerpräsident verknüpfte diese regionalen Dynamiken mit dem SAFE-Verteidigungsinstrument der EU, das die europäische Militärproduktion finanziert und entwickelt. Mitsotakis betonte, dass die Beteiligung von Drittstaaten an SAFE die Sicherheitsinteressen der Mitgliedstaaten nicht untergraben dürfe, und fügte hinzu, dass die Union ihre Partner sorgfältig auswählen müsse, während sie einen undurchdringlichen Verteidigungsschild gegen externe Bedrohungen aufbaue.
Verhandlungen über den EU-Haushalt 2028–2034
Die Führungskräfte überprüften den Verhandlungsplan für den nächsten EU-Haushalt für den Zeitraum 2028–2034. Mitsotakis wies darauf hin, dass die zyprische Präsidentschaft die Grundlage für die Haushaltsgespräche gelegt habe, während die europäischen Partner auf Vorschläge der irischen Präsidentschaft warteten, die das Gesamtvolumen des Haushalts und die Mittelzuweisungen detaillieren. Er argumentierte, dass die Mitgliedstaaten bis Ende 2026 einen politischen Konsens erzielen müssten, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
Einfach ausgedrückt: Wir können nicht mehr erreichen, indem wir weniger ausgeben. Für uns stellen Politiken, die die Konvergenz fördern, sicher, dass das Wachstum allen Ländern an der Peripherie der Union zugutekommt, aber auch den Ländern im Kern unserer gemeinsamen europäischen Familie nützt.
- Mitsotakis und Costa führen bilaterale Gespräche im Maximos-Palast über EU-Prioritäten
- Zieltermin für EU-Führungskräfte, eine politische Einigung über den Haushalt zu erzielen
- Umsetzungszeitraum für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union
Klimafinanzierung, Energie und Wettbewerbsfähigkeit
Mit Blick auf die Haushaltsprioritäten betonte Mitsotakis die Notwendigkeit, die Eigenmittel der EU auszuweiten, um traditionelle Zuweisungen wie Kohäsionsfonds und die Gemeinsame Agrarpolitik zu erhalten und gleichzeitig neue Anforderungen zu finanzieren. Er verwies auf verheerende Waldbrände, die im Sommer mehrere europäische Länder betroffen hatten, und stellte fest, dass Griechenland zwar die schlimmsten Schäden vermieden habe, die Klimakrise jedoch eine dauerhafte Herausforderung bleibe, die eigene Mittel erfordere. Abschließend argumentierte Mitsotakis, dass die europäische Wettbewerbsfähigkeit Investitionen in künstliche Intelligenz und dringende Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten für Haushalte und Unternehmen im Vergleich zu globalen Wettbewerbern erfordere.


