
34 Bergleute bei Methanexplosion in Kohlebergwerk im Südwesten Pakistans getötet
Eine Methangasexplosion hat am Donnerstag ein Kohlebergwerk nahe Quetta in der Provinz Belutschistan erschüttert und mindestens 34 Arbeiter getötet. Eine nächtliche Rettungsaktion wurde eingeleitet.
Explosion und Rettung
Eine Methangasexplosion erschütterte am Donnerstag ein Kohlebergwerk am Stadtrand von Quetta, der Hauptstadt der Provinz Belutschistan. Die Explosion löste eine sofortige Rettungsaktion aus, die die ganze Nacht andauerte. Grubeninspektor Ghani Baloch sagte, die Behörden seien zunächst davon ausgegangen, dass sich 42 Menschen in der Mine befänden. Rettungsteams bargen zunächst sieben Leichen, später fanden sie 25 weitere, so örtliche Beamte. Am frühen Freitag meldete die Provinzielle Katastrophenschutzbehörde, dass 34 Leichen geborgen worden seien. Die Suche nach zwei weiteren Bergleuten dauerte an, doch Baloch warnte, die Chancen, Überlebende zu finden, seien gering, da die Methanexplosion den gesamten Sauerstoff verbraucht habe.
Die Chancen, nach einer Methangasexplosion Überlebende zu finden, sind gering, weil der Sauerstoffgehalt auf null sinkt.
Opfer und Entschädigung
Die Erklärung der Katastrophenschutzbehörde bestätigte 34 Todesfälle, wobei 32 Leichen geborgen wurden und die Bemühungen zur Bergung der letzten beiden andauern. Belutschistans Minister für Bergbau und Mineralien, Shoaib Nosherwani, sprach sein Beileid aus und kündigte eine Entschädigung von 500.000 pakistanischen Rupien (etwa 1.800 US-Dollar) für jede Familie der Opfer an. Er sagte, die Behörden würden die Ursache der Explosion untersuchen und die Sicherheitsmaßnahmen in Kohlebergwerken in der gesamten Provinz überprüfen. Augenzeugen sagten der AFP, dass nach der ersten Explosion mehrere Bergleute unter Tage gegangen seien, um Kollegen zu retten, und einige dieser Retter ebenfalls ums Leben gekommen seien.
Sicherheitsbilanz und Kontext
Tödliche Unfälle sind in der pakistanischen Kohlebergbauindustrie an der Tagesordnung, insbesondere in Belutschistan, wo viele Minen keine ausreichende Belüftung, Gasüberwachungssysteme und grundlegende Sicherheitsausrüstung haben. 2018 starben 23 Menschen bei Gasexplosionen in zwei benachbarten Minen derselben Provinz. Trotz der Gefahren und niedrigen Löhne sind Tausende von Arbeitern in Belutschistan, Pakistans größter, aber am wenigsten entwickelter Provinz, in der Armut und Arbeitslosigkeit weit verbreitet sind, für ihren Lebensunterhalt auf den Bergbau angewiesen. Arbeitsrechtsorganisationen haben wiederholt bessere Arbeitsbedingungen gefordert.
- Methangasexplosion in einem Kohlebergwerk nahe Quetta, Belutschistan
- Rettungsaktion läuft die ganze Nacht; zunächst sieben Leichen geborgen
- Provinzielle Katastrophenschutzbehörde bestätigt 34 geborgene Tote
- Suche nach zwei noch eingeschlossenen Bergleuten geht weiter


