Sicherheit · Los Angeles
Meta einigt sich vor Prozessbeginn im Verfahren um Social-Media-Sucht – Snap bleibt alleiniger Beklagter
Meta hat sich mit einer 18-jährigen Frau aus Mississippi nur wenige Tage vor einem Prozess in Los Angeles über angebliche Social-Media-Sucht geeinigt. Snap ist nun der einzige verbliebene Beklagte in dem Verfahren.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von engadget, stern.de, 7sur7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Meta hat sich am Freitag, 30. Oktober, mit K.D.B., einer 18-jährigen Frau aus Mississippi, geeinigt und damit einen Prozess vermieden, der am 4. November in Los Angeles beginnen sollte.
YouTube und TikTok hatten sich bereits mit K.D.B. geeinigt, sodass Snap das einzige Unternehmen ist, das sich noch mit dem Fall auseinandersetzen muss; CEO Evan Spiegel soll aussagen.
Im März verurteilte eine Jury in Los Angeles Meta und YouTube im ersten derartigen Leitverfahren zur Zahlung von sechs Millionen Dollar an eine 20-jährige Frau.
Im August stimmte Meta einem Vergleich von mehr als 18 Milliarden Dollar mit nahezu allen US-Bundesstaaten zu, einschließlich neuer Beschränkungen für Jugendliche auf Instagram und Facebook.
- 28.10.Beginn der Juryauswahl in dem Verfahren in Los Angeles
- 30.10.Meta einigt sich mit K.D.B.; Snap bleibt der einzige Beklagte
- 4.11.Eröffnungsplädoyers angesetzt
Meta steigt aus dem Prozess in Los Angeles aus
Meta hat am Freitag, 30. Oktober, eine Einigung mit einer 18-jährigen Frau aus Mississippi erzielt, die das Unternehmen wegen angeblicher Social-Media-Sucht verklagt hatte. Die Klägerin wird nur mit ihren Initialen K.D.B. genannt. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht bekannt gegeben, und Meta reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme. Die Meta-Sprecherin Liza Crenshaw hat erklärt, solche Vergleiche seien in diesem Verfahren üblich und es müssten noch viele weitere Fälle verhandelt werden. In einer Erklärung sagte ihre Anwältin Emily Jeffcott, ihr Team bleibe dem Anliegen verpflichtet.
„Wir bleiben dem Ziel verpflichtet, die Sicherheit von Kindern in Social-Media-Apps zu verbessern und Tech-Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen“
Snap bleibt als einziger Beklagter übrig
Mit der Einigung ist Snap das einzige Unternehmen, das sich noch mit dem Fall auseinandersetzen muss. YouTube und TikTok hatten sich bereits mit K.D.B. geeinigt, sodass sich der Prozess nun allein um Snaps Plattform dreht. Der Fall ist der vierte von neun Leitverfahren (Bellwether-Verfahren) wegen Personenschäden gegen Meta, YouTube, TikTok und Snap, die ein Richter am California Superior Court aus Tausenden ähnlich gelagerten Klagen ausgewählt hat. Die Verfahren prüfen eine neuartige Rechtstheorie, wonach Funktionen wie der endlose Scrollfeed und algorithmische Empfehlungen Personenschäden verursachen können. Evan Spiegel, der Vorstandsvorsitzende von Snap, soll aussagen – es wäre das erste Mal, dass der Snap-Gründer in einem Verfahren wegen Social-Media-Sucht auftritt. Der Prozess könnte mehrere Wochen dauern.
Ein Snap-Sprecher äußerte sich nicht zu Metas Einigung, wies aber die Darstellung der Klage über die Funktionsweise von Snapchat zurück. Das Unternehmen erklärte, die App sei anders gestaltet als klassische soziale Netzwerke, und verwies auf eingeführte Schutzmechanismen und Sicherheitsfunktionen.
„Snapchat wurde anders konzipiert als traditionelle soziale Medien: Die App öffnet sich mit einer Kamera, nicht mit einem Feed“
Der Sprecher erklärte, die Vorwürfe stellten die Erfahrungen der Kläger auf der Plattform falsch dar. Snap hat zudem ein langjähriges Verfahren über seinen Geschwindigkeitsfilter beigelegt, dem eine Rolle bei mehreren Hochgeschwindigkeitsunfällen mit Jugendlichen vorgeworfen wurde.
Früheres Urteil und frühere Vergleiche
Im März entschied eine Jury in Los Angeles im ersten derartigen Leitverfahren gegen Meta und YouTube und verurteilte beide Unternehmen zur Zahlung von sechs Millionen Dollar an eine 20-jährige Frau. Sie hatte argumentiert, Instagram und YouTube hätten sie als Minderjährige abhängig gemacht und ihr schweren psychischen Schaden zugefügt. In der Woche vor der Einigung mit K.D.B. einigte sich Meta zudem mit einer 16-jährigen Klägerin. Im August stimmte Meta einem Vergleich von mehr als 18 Milliarden Dollar mit nahezu allen US-Bundesstaaten zu, der auch neue Beschränkungen für Jugendliche auf Instagram und Facebook umfasst. Das Unternehmen sieht sich mit Tausenden Beschwerden von Familien und Schulen in den gesamten Vereinigten Staaten konfrontiert.
Die nächsten Termine
Die Auswahl der Jury in dem Fall begann am Mittwoch, 28. Oktober. Die Eröffnungsplädoyers sind für den 4. November angesetzt, sobald die Jury steht. Mark Zuckerberg und Adam Mosseri, die Mitte November aussagen sollten, müssen nun voraussichtlich nicht mehr in den Zeugenstand treten. Spiegel soll weiterhin aussagen, sofern sich Snap nicht ebenfalls mit den Klägern einigt. Die folgende Zeitleiste zeigt die wichtigsten Termine des Verfahrens.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- engadgetMeta legt einen weiteren Fall von Social-Media-Sucht kurz vor Prozessbeginn beiMeta settles another social media addiction case just before trial · Original auf Englisch
- stern.deSocial-Media-Sucht: Meta wendet in USA Prozess durch Vergleich ab
- 7sur7Social-Media-Sucht: Meta verhindert, dass Zuckerberg erneut vor eine Jury mussAddiction aux réseaux sociaux: Meta évite à Zuckerberg de retourner devant un jury · Original auf Französisch
- The VergeSnap ist die einzige verbleibende Plattform im nächsten Prozess zur Sicherheit von Kindern im Internet.Snap is the only platform left in the next kids online safety trial. · Original auf Englisch
- Evan Spiegel
- CEO von Snap, der im Prozess aussagen soll
- Mark Zuckerberg
- CEO von Meta, der Mitte November aussagen sollte
- Adam Mosseri
- Leiter von Instagram, der Mitte November aussagen sollte
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