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Promis·1. Juli

Simon Messner wendet sich vom Bergsteigen ab und der Vaterschaft zu – wegen steigender Gefahren

Simon Messner, 36-jähriger Bergsteiger und Sohn von Reinhold Messner, sagt, die Vaterschaft sei ein Wendepunkt gewesen, der ihn dazu brachte, das risikoreiche Klettern aufzugeben. Sein Film „Aus dem Schatten“ feierte gerade auf dem Münchner Filmfest Premiere.

Eine Hinwendung zur Vaterschaft

Simon Messner, der 36-jährige Bergsteiger und Sohn von Reinhold Messner, sagt, er wolle mehr Vater als Abenteurer sein. In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen erklärte er: „Ich möchte nicht missverstanden werden, aber ich möchte es einfach anders machen.“ Er betonte seine Verantwortung als Elternteil, präsent zu sein. Messner hat eine kleine Tochter, und die Vaterschaft war ein entscheidender Wendepunkt. Seitdem ist er kaum noch bergsteigen gegangen. Der Südtiroler beschreibt die persönliche Veränderung als tiefgreifend und seine Prioritäten neu ausrichtend – weg von den extremen Unternehmungen, die seine früheren Jahre prägten.

Ich sehe es als meine Verantwortung, als Elternteil, da zu sein und mich zu kümmern.

— Simon Messner

Klimawandel macht Bergsteigen gefährlicher

Messner wies auf die wachsenden Gefahren des Kletterns durch den Klimawandel hin. „Das Bergsteigen wird durch den Klimawandel immer gefährlicher“, sagte er. Er stellte einen starken Anstieg von Steinschlag in den letzten Jahren fest, eine Gefahr, die schwer einzuschätzen sei. Er habe etwa zehn Partner, Freunde und Bekannte am Berg verloren. Diese persönliche Bilanz habe zusammen mit der Vaterschaft seine Entscheidung, einen Schritt zurückzutreten, bekräftigt. Die sich verändernden Bedingungen in den Alpen hätten vertraute Routen in unberechenbare Bedrohungen verwandelt, so Messner, und er wolle diese Risiken nicht mehr eingehen.

Ich habe jetzt etwa zehn Partner, Freunde, Bekannte am Berg verloren.

— Simon Messner

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Filmdebüt in München

Simon Messners neuer Film „Aus dem Schatten“ feierte am Donnerstag auf dem Münchner Filmfest Premiere. Der 36-Jährige war mit dem Titel nicht ganz zufrieden und sagte, er habe nicht die vollständige Kontrolle darüber gehabt. Dennoch verspricht der Film eine neue Perspektive auf das Bergsteigen. „Der Film beleuchtet das Bergsteigen auf eine Weise, wie es vielleicht noch nie zuvor beleuchtet wurde“, sagte Messner der Zeitung. Die Dokumentation ist sein neuestes kreatives Projekt, das seinen Fokus vom Klettern selbst auf die Untersuchung der Kultur und der Gefahren rund um das Bergsteigen verlagert.

Der Film beleuchtet das Bergsteigen auf eine Weise, wie es vielleicht noch nie zuvor beleuchtet wurde.

— Simon Messner

Angespannte familiäre Kontakte

Bezüglich seines Verhältnisses zu seinem berühmten Vater Reinhold Messner sagte Simon, dass es derzeit auf Wunsch seines Vaters keinen Kontakt gebe. Die Familie habe Schwierigkeiten, den älteren Messner zu erreichen. Dieses Detail verleiht der Geschichte eines Sohnes, der sich vom Erbe des extremen Abenteuers entfernt, eine zusätzliche persönliche Komplexität. Die Entfremdung, die nicht näher ausgeführt wird, steht im Gegensatz zu Simons eigener Betonung einer engagierten Elternschaft.

Derzeit habe ich auf seinen Wunsch hin keinen Kontakt.

— Simon Messner
München
Simon MessnerReinhold Messner
Augsburg

3 Quellen

  • Messner-Sohn Simon will mehr Vater sein
    DIE WELT·1. Juli
  • Messner-Sohn Simon will mehr Vater sein
    Süddeutsche Zeitung·1. Juli
  • Bergsteigen: Messner-Sohn Simon will mehr Vater sein
    Der Tagesspiegel·1. Juli

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