
Markus Beierle, ehemaliger Bundesliga-Stürmer von Frankfurt und 1860 München, stirbt im Alter von 54 Jahren nach einer Karriere mit 123 Erstliga-Einsätzen
Der Stürmer, der in 123 Bundesligaspielen 32 Tore erzielte, spielte eine Schlüsselrolle beim zweimaligen Aufstieg der Eintracht Frankfurt und erzielte ein berühmtes UEFA-Cup-Tor für 1860 München gegen Parma.
Die deutsche Fußballgemeinschaft trauert um Markus Beierle, einen ehemaligen Bundesliga-Stürmer, der am 15. Juli 2026 im Alter von 54 Jahren verstarb. Die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. Sein Tod wurde von Eintracht Frankfurt bestätigt, dem Verein, bei dem er zweieinhalb Jahre verbrachte und zwei Aufstiege in die Bundesliga miterlebte.
Eintracht Frankfurt ist in diesen schweren Stunden bei der Familie, den Angehörigen und Freunden von Markus Beierle. Wir werden Markus in ehrenvoller Erinnerung behalten.
Frühe Karriere und Bundesliga-Debüt
Geboren in Brackenheim, durchlief Beierle die Jugendabteilungen des VfB Stuttgart, bevor er zu den Regionalligisten SSV Ulm und Stuttgarter Kickers wechselte. In Ulm spielte er kurzzeitig mit Thomas Tuchel zusammen, dem späteren englischen Nationaltrainer. Sein Durchbruch in der Bundesliga gelang ihm bei MSV Duisburg in der Saison 1998/99, der Beginn einer Erstliga-Karriere, die schließlich 123 Einsätze und 32 Tore umfassen sollte.
Höhepunkte bei 1860 München und Hansa Rostock
Beierle verbrachte die Saison 2000/01 beim TSV 1860 München, wo er 24 Einsätze absolvierte. Sein herausragendster Moment war der 23. November 2000, als er in der dritten Runde des UEFA-Pokals bei Parma einen späten Ausgleich zum 2:2 erzielte, nachdem er zuvor ein Tor für Roman Tyce vorbereitet hatte. 1860 schied schließlich nach einer 0:2-Heimniederlage im Rückspiel aus. Im folgenden Sommer wechselte er zu Hansa Rostock, wo er in 26 Bundesligaspielen fünf Tore erzielte, darunter die einzigen Treffer bei zwei 1:0-Heimsiegen gegen St. Pauli und den Hamburger SV in der Saison 2001/02.
Zwei Frankfurter Aufstiege und das Reutlingen-Finale
Im Januar 2003 wechselte Beierle zu Eintracht Frankfurt. Er war bei zwei Aufstiegen dabei: 2003, als der Verein am letzten Spieltag mit einem 6:3-Sieg über SSV Reutlingen die Rückkehr in die Bundesliga besiegelte – Beierle stand auf dem Platz – und erneut 2005. Während seiner Zeit in Frankfurt trug er zu einer Phase des Wiederaufschwungs des hessischen Vereins bei.
Späte Karriere und Trainertätigkeit
Nach dem Aufstieg 2005 wechselte Beierle zum SV Darmstadt 98, damals in der Regionalliga, und beendete 2007 seine Profikarriere. Anschließend war er als Spielertrainer und Trainer beim Amateurverein SC Dortelweil tätig, wo er die Mannschaft zu mehreren Aufstiegserfolgen in den unteren Ligen führte. Er lebte mit seiner Frau und zwei Kindern in Bad Vilbel bei Frankfurt.
Karriere-Zeitleiste
- Bundesliga-Debüt bei MSV Duisburg.
- Wechsel zum TSV 1860 München, erzielte am 23. November 2000 einen späten UEFA-Cup-Ausgleich bei Parma.
- Wechsel zu Hansa Rostock; erzielte entscheidende Tore bei 1:0-Siegen gegen St. Pauli und den Hamburger SV in der Saison 2001/02.
- Wechsel zu Eintracht Frankfurt.
- Half Frankfurt beim Aufstieg durch einen 6:3-Sieg über SSV Reutlingen am letzten Spieltag.
- Nach dem zweiten Aufstieg mit Frankfurt Wechsel zum SV Darmstadt 98.
- Beendete Profikarriere, später Spielertrainer beim SC Dortelweil.


