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Fußball·vor 2 Std.

Messi-Hattrick eröffnet Argentiniens WM-Titelverteidigung – Marciniak leitet 3:0-Sieg gegen Algerien

Lionel Messi erzielte alle drei Tore, egalisierte damit den WM-Rekord von Miroslav Klose (16 Treffer), während der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak eine souveräne, aber gelegentlich umstrittene Gruppenphase in Kansas City leitete.

Argentinien begann seine Titelverteidigung bei der WM 2026 mit einem 3:0-Sieg gegen Algerien im Arrowhead Stadium in Kansas City – eine Partie, die von Anfang bis Ende von Lionel Messi kontrolliert und vom Polen Szymon Marciniak geleitet wurde. Die Begegnung, die für das europäische Publikum in den frühen Morgenstunden des 17. Juni anlief, bescherte dem 38-jährigen Stürmer einen Hattrick und mehrere statistische Meilensteine.

Messis Rekordnacht

Messi traf in der 17., 60. und 76. Minute, erzielte seinen dritten WM-Hattrick und steigerte sich auf 16 Karriere-Tore bei Weltmeisterschaften – damit zieht er mit Deutschlands Miroslav Klose an der Spitze der ewigen Torschützenliste gleich. Der Argentinier wurde zudem der erste Spieler, der bei sechs verschiedenen WM-Endrunden zum Einsatz kam (erstmals 2006 in Deutschland), und baute seinen eigenen Rekord für die meisten WM-Einsätze auf 27 Partien aus. Er ist nun der zweite Mann nach Portugals Cristiano Ronaldo, der bei fünf verschiedenen WM-Turnieren getroffen hat.

Derzeit hat Lionel Messi (16) genau doppelt so viele WM-Tore wie Cristiano Ronaldo (8).

Wojciech Piela

Das erste Tor fiel aus der Distanz: ein geschwungener Schuss von außerhalb des Strafraums, den Torhüter Luca Zidane zwar mit beiden Händen berührte, aber nicht halten konnte. Das zweite war ein abgeklärter Nachschuss, nachdem Zidane einen Schuss von Alexis Mac Allister abwehrte, und das dritte bereitete Nico Gonzalez in der 76. Minute vor. In der 80. Minute wurde Messi unter Standing Ovations ausgewechselt.

Schlüsselmomente: Argentinien gegen Algerien
  1. Messi-Tor wegen Abseits aberkannt (5. Minute)
  2. Chaibi-Tor für Algerien nach VAR-Überprüfung aberkannt (8. Minute)
  3. Messi eröffnet den Torreigen von außerhalb des Strafraums (17. Minute)
  4. Messi tritt auf Mandis Wade; keine Karte (32. Minute)
  5. Messi erzielt das zweite Tor per Nachschuss (60. Minute)
  6. Messi vollendet Hattrick nach Vorlage von Nico Gonzalez (76. Minute)
  7. Messi unter Standing Ovations ausgewechselt (80. Minute)

Marciniaks erster Einsatz im Turnier

Das polnische Schiedsrichterteam um Marciniak mit den Assistenten Tomasz Listkiewicz und Adam Kupsik sowie VAR-Offiziellem Tomasz Kwiatkowski hatte von Beginn an viel zu tun. Zwei frühe Tore wurden wegen Abseits aberkannt: ein Messi-Treffer in der 5. Minute, der vom Assistenten angezeigt wurde, und ein algerisches Tor von Fares Chaibi in der 8. Minute, das nach einer VAR-Überprüfung zurückgenommen wurde. Marciniak verkündete beide Entscheidungen deutlich, und die Messungen waren nach allgemeiner Auffassung korrekt.

Polnische Schiedsrichter und ein wunderschönes Tor des unverwüstlichen Leo Messi. Ein besserer Abend unter der Woche ist kaum vorstellbar.

Mateusz Kulisz

Der meistdiskutierte Moment ereignete sich in der 32. Minute, als Messi in der Nähe der Wade von Aissa Mandi trat. Es gab keine Karte, und der VAR griff nicht ein. Mehrere Kommentatoren meinten, Marciniak habe den argentinischen Kapitän „verschont“. In der 36. Minute schlug Rafik Belghali Gonzalo Montiel mit der Hand ins Gesicht – ebenfalls ohne Sanktion. Noch vor der Halbzeit legte die argentinische Bank Einspruch gegen einen Freistoß ein, nach einem taktischen Foul im Mittelfeld, aber Marciniak, der in der Nähe stand, sah kein Foul.

Nach der Pause beruhigte sich das Spiel. Ein Strafstoß-Appell in der 74. Minute, als Messi mit Rayan Ait-Nouri in Kontakt geriet, wurde sofort abgewunken und fand kaum Protest. Marciniak blieb weitgehend unauffällig, während die Führung auf 3:0 anwuchs.

Was das für die Gruppe bedeutet

Argentinien führt die Gruppe J nach der ersten Runde an. Im zweiten Spiel treffen sie auf Österreich, während Algerien gegen Jordanien spielt. Die Titelverteidiger, die 2022 in Katar nach einem Elfmetersieg gegen Frankreich den Titel holten – ebenfalls unter der Leitung von Marciniak –, wirkten unter Trainer Lionel Scaloni scharf und gut organisiert. Algerien, das sich souverän über die afrikanische Qualifikation durchgesetzt hatte, zeigte frühen Angriffsgeist, konnte aber nach dem Rückstand nicht mehr nachhaltig Druck aufbauen.

Polnischer Subplot

Polen qualifizierte sich nicht für das Turnier 2026, nachdem es im Play-off-Finale 3:2 gegen Schweden verloren hatte. Das Land ist jedoch durch vier Schiedsrichter vertreten. Marciniaks Einsatz im Eröffnungsspiel des Titelverteidigers ließ Spekulationen neu aufleben, dass er erneut das Finale leiten könnte. Ein Experte merkte an, dass Marciniak ein Liebling des scheidenden FIFA-Schiedsrichterausschuss-Vorsitzenden Pierluigi Collina sei, und schlug vor, dass eine Wiederholung der Finaleinsätze von 2022 ein passender Abschluss für beide Männer wäre.

Ewige WM-Torschützenliste: Die besten Schützen · Tore
Miroslav Klose
16 Tore
Lionel Messi
16 Tore
Cristiano Ronaldo
8 Tore
Kansas City

8 Quellen

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