Montenegro, der kleinste der sechs Westbalkanstaaten, will 2028 das 28. EU-Mitglied werden; Spajić erwartet, dass die Beitrittsverhandlungen bis Ende 2026 abgeschlossen sind.
Die Europäische Kommission hält alle Bedingungen für erfüllt, doch die Mitgliedstaaten haben kein Datum genannt, und Kroatien hat in den vergangenen Wochen Bedenken angemeldet.
Merz warnte vor einem Machtkampf, China bietet Infrastrukturkredite an, Serbien schließt sich den EU-Sanktionen gegen Moskau nicht an, und Milorad Dodik vertieft mit russischer Hilfe die Spaltung in Bosnien.
Ein im Juni vorgelegtes gemeinsames Positionspapier schlägt erste Integrationsschritte vor der Vollmitgliedschaft vor, etwa privilegierten Zugang zum Binnenmarkt oder Beobachterstatus in EU-Institutionen.
Bundeskanzler Friedrich Merz reiste am Donnerstag, 22. Oktober 2026, nach Montenegro, um am Gipfel des Berliner Prozesses teilzunehmen – jenem Format, das 2014 auf deutsche Initiative ins Leben gerufen wurde, um die sechs Westbalkanstaaten näher an eine EU-Mitgliedschaft heranzuführen. Das Treffen unter dem Motto „Region in Motion – Owning the Change“ fand im Ferienort Sveti Stefan an der Adriaküste bei Budva statt. Merz leitete es gemeinsam mit dem montenegrinischen Ministerpräsidenten Milojko Spajić, auch Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker nahm an der Pressekonferenz am Pool teil. Spajićs Unterlagen flogen während der Pressekonferenz in den Pool der Anlage. Für Merz war es die zweite Reise nach Montenegro innerhalb von fünf Monaten, nach einem EU-Westbalkan-Gipfel im Juni.
Die Europäische Kommission, die die Beitrittsverhandlungen von Brüssel aus steuert, sieht alle Bedingungen erfüllt, doch die Mitgliedstaaten haben noch kein Datum genannt. Kroatien, das 2013 der EU beitrat, hat in den vergangenen Wochen Vorbehalte angemeldet. Montenegro, der kleinste der sechs Staaten, will 2028 das 28. EU-Mitglied werden. Spajić erwartet, dass sein Land die Beitrittsverhandlungen bis Ende dieses Jahres abschließt, andere Erwartungen deuten auf einen Abschluss spätestens im kommenden Jahr hin. Merz sagte auf dem Gipfel, der Prozess komme wieder voran.
„Wir sind wieder auf Kurs und auf einem guten Weg im Erweiterungsprozess. Montenegro hat seinen Beitrittsvertrag fast fertig.“
Die Kommission will in der Woche ab dem 26. Oktober 2026 einen konkreten Zeitplan für künftige Beitritte und Verhandlungen vorlegen.
Merz warnte, der Westbalkan könne zu einem Wettstreit zwischen der EU, China und Russland werden, und drängte die Region, sich klar zum EU-Kurs zu bekennen.
„Der Westbalkan darf nicht zu einem Ort werden, an dem Großmächte um Einfluss ringen.“
China bietet Kredite für große Infrastrukturprojekte wie Autobahnen, Bahnstrecken und Tunnel an, wobei die Bedingungen weniger günstig sein dürften, als sie scheinen. Serbien pflegt enge Beziehungen zu Russland und ist der einzige Westbalkanstaat, der sich den EU-Sanktionen gegen Moskau nicht anschließt. In Bosnien vertieft Milorad Dodik, Führer der serbischen Entität Republika Srpska, mit russischer Hilfe die Spaltung des Landes. Die Berichte führen die langen Wartezeiten auf dem Weg zur Mitgliedschaft auch auf den wachsenden Einfluss Pekings und Moskaus zurück. Gastgeber Spajić bat die EU, bei der Erweiterung dieselbe Geschlossenheit zu zeigen wie gegenüber der Ukraine.
„Die EU muss in den Erweiterungsprozess dieselbe Klarheit bringen.“
Merz sagte den Kandidaten, die EU habe ihren Teil getan, Reformen und politischer Wille müssten von ihnen kommen. Im Juni legten Deutschland und Frankreich ein gemeinsames Positionspapier vor, das erste Integrationsschritte vor der Vollmitgliedschaft vorschlägt. Staaten, die bestimmte Kriterien erfüllen, könnten einen privilegierten Zugang zum Binnenmarkt oder Beobachtersitze in EU-Institutionen erhalten. Christoph Beeck, Südosteuropa-Sprecher des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, sagte, die Teilnahme des Kanzlers sei ein klares Signal, dass die Bundesregierung die EU-Integration des Westbalkans unterstütze. Erweiterungskommissarin Marta Kos nannte Montenegro den Vorreiter des Beitrittsprozesses. Merz fügte hinzu, andere würden dem Weg Montenegros folgen; der Zeitplan der Kommission wird in der Woche ab dem 26. Oktober 2026 erwartet.
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Gipfel des Berliner Prozesses am Donnerstag, 22. Oktober 2026, in Montenegro genutzt, um vor einem Machtkampf um den Westbalkan zwischen der EU, China und Russland zu warnen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, N-tv, Berliner Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht .