
Meloni verteidigt 9,4 Milliarden Euro schweren Hochschuletat und gründet europäisches Jugendbündnis in Rom
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schloss das Fenix-Jugendfestival in Rom ab, verteidigte ihre Bilanz bei der Hochschulfinanzierung und begleitete den Start des Netzwerks der Europäischen Jungen Konservativen.
Auseinandersetzung um Hochschulfinanzierung
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach am Sonntagmorgen auf der Abschlussveranstaltung des Fenix-Jugendfestivals in Rom und widmete einen großen Teil ihrer Rede der Kritik der Opposition an den Bildungsausgaben. Meloni wies Aussagen der Vorsitzenden der Demokratischen Partei, Elly Schlein, zurück, die der Regierung vorgeworfen hatte, die Hochschuletats zu kürzen und den Sektor für private Interessen zu öffnen. Meloni erklärte, der ordentliche Universitätsfinanzierungsfonds belaufe sich auf 9,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 25 % gegenüber 2019 entspreche. Sie wies darauf hin, dass der Fonds bei Amtsantritt ihres Kabinetts bei 8,4 Milliarden Euro gelegen habe, und argumentierte, dass die Zahlen den Behauptungen von Ausgabenkürzungen widersprächen. Die Ministerpräsidentin forderte Schlein auf, sachliche Kritik statt unbegründeter Vorwürfe zu äußern.
Wie hätten wir die Universitäten kürzen können, wenn der Fonds heute bei 9,4 Milliarden liegt und bei unserem Amtsantritt bei 8,4?
- Regierungsantritt
- 8.4 Mrd. €
- Aktuelles Niveau (2026)
- 9.4 Mrd. €
Rede an die Jugendbewegungen der Partei
Meloni eröffnete ihre Rede am Laghetto dell'Eur in Rom mit informellen Bemerkungen und verglich ihre morgendliche Ansprache mit einem unerwünschten Mathetest nach einem späten Abend. Sie wandte sich an Teilnehmer von Gioventù Nazionale, Azione Universitaria und Azione Studentesca und lobte deren Engagement während der fünf Diskussionstage. Meloni zeigte sich sehr stolz auf die Basisaktivisten und merkte an, dass Berichte über ihre Teilnahme sie auch auf Auslandsreisen erreicht hätten. Die fünfte Ausgabe des Festivals, das unter dem Motto „Die Zeit des Mutes“ stand, bot Debatten mit Kabinettsministern, Parlamentariern, Kommunalverwaltern und Journalisten unter einem Zelt mit dem Flammensymbol der Partei.
Eine große Beteiligung, ein spannendes Programm, mutige Debatten. So mutig, wie es sich diejenigen leisten können, die stolz auf das sind, was sie tun. Ihr habt vor niemandem Angst, denn das wurde in dieser Welt, in diesem Umfeld gelehrt, und das habt ihr fortzuführen gewusst.
Kabinettsvertretung und innenpolitische Debatte
Bevor Meloni die Bühne betrat, wandte sich Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida an das Publikum und sprach über die Bilanz der Regierung und die politische Identität im weiteren Sinne. Lollobrigida lobte Melonis Position als erste weibliche Ministerpräsidentin Italiens und stellte fest, dass internationale Beobachter oft überrascht seien, dass dieser Meilenstein von einer rechten Politikerin erreicht wurde. Er erklärte, dass die politischen Reibungen um ihre Führung ein wichtiges Thema in den bevorstehenden Wahlkämpfen bleiben würden. Das Festival diente als breitere Plattform für die politische Agenda der Regierungspartei und brachte hochrangige Amtsträger zusammen, um über Regierungsführung und institutionelle Prioritäten zu diskutieren.
Giorgia Meloni hat unsere Nation verändert und verändert sie weiter. Die erste weibliche Ministerpräsidentin Italiens. Wenn man das in anderen Nationen sagt, schauen sie einen verwirrt an. Es dauerte viele Jahre, bis eine Frau die Regierung erreichte, und sie ist eine Frau der Rechten.
Europäisches Jugendbündnis der Konservativen
Die Versammlung markierte auch die formelle Gründung der Europäischen Jungen Konservativen (EYC), eines internationalen Jugendnetzwerks, das mit der Partei der Europäischen Konservativen und Reformer (ECR) verbunden ist. Die neue Plattform vereint 16 Jugendorganisationen aus 15 europäischen Nationen, um grenzüberschreitende politische Initiativen zu koordinieren. Der ECR-Parteivorsitzende Adam Bielan und Generalsekretär Antonio Giordano nahmen an der Gründungsveranstaltung teil, um die Initiative zu unterstützen. Der ehemalige internationale Sekretär der Gioventù Nazionale, Maicol Pizzicotti Busilacchi, wurde zum Präsidenten der EYC ernannt, während Aleksandra Mazur-Groszkowska von der polnischen PiS-Jugend zur Generalsekretärin bestimmt wurde – ein Zeichen der anhaltenden Zusammenarbeit zwischen italienischen und polnischen konservativen Gruppen.


