Diplomatie · Rom und Miami
Trump-Meloni-Streit eskaliert wegen Foto-Behauptung und Iran-Politik – Beziehungen zwischen Italien und den USA auf Nachkriegstief
Premierministerin Giorgia Meloni wies die Behauptung von Präsident Donald Trump, sie habe ihn um ein Foto angebettelt, als „völlig erfunden“ zurück. Der Streit über die Iran-Politik und gegenseitigen Respekt bringt die bilateralen Beziehungen auf den schlechtesten Stand seit der Nachkriegszeit.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, lastampa.it und Il Messaggero. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Präsident Trump behauptete in einem La7-Interview, Premierministerin Meloni habe ihn beim G7 um ein Foto „angefleht“ und damit die Spannungen über Italiens Weigerung, sich am Iran-Krieg zu beteiligen, neu entfacht.
Meloni bezeichnete die Aussagen als „völlig erfunden“, zeigte sich schockiert und wies Trump zurecht, weil es ihm an Entschlossenheit gegenüber den Feinden des Westens mangele, während er Verbündete angreife.
Oppositionsabgeordneter Marco Pellegrini postete ein KI-generiertes gefälschtes Selfie von Meloni und Trump, was Forderungen nach seinem Rücktritt aus dem Copasir-Geheimdienstausschuss auslöste.
Italien wird voraussichtlich die US-Unabhängigkeitsfeier am 2. Juli in Rom auslassen, während das Treffen Tajani-Rubio in Miami weiterhin ungewiss ist.
Analysten führen Trumps Wut auf Italiens Weigerung zurück, Kriegsschiffe in den Golf zu entsenden; der US-iranische Waffenstillstand wird weithin als Demütigung angesehen, die das Regime intakt ließ.
Der bilaterale Dialog zwischen Meloni und Trump ist abgebrochen; künftige NATO-, UN- und G20-Gipfel bieten wenig Aussicht auf eine sofortige Entspannung.
- 21.06.Abgeordneter Marco Pellegrini postet ein KI-generiertes gefälschtes Selfie, was Forderungen nach seiner Entfernung aus dem Copasir auslöst.
- 21.06.Geplantes Treffen Tajani-Rubio in Miami steht auf der Kippe; Farnesina weigert sich, Teilnahme zu bestätigen.
- 2.07.US-Unabhängigkeitsfeier in der Villa Taverna, Rom – italienische Teilnahme wird voraussichtlich boykottiert.
Trumps Anschuldigungen
Am Freitag, dem 20. Juni, sagte Präsident Trump gegenüber La7, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel in Evian um ein Foto „angefleht“. Er wiederholte die Behauptung gegenüber NBC und fügte hinzu, er hätte die Bitte abgelehnt, aber Mitleid mit ihr gehabt.
Meloni schlägt zurück
In einer scharfen Erwiderung bezeichnete Premierministerin Meloni die Aussagen des Präsidenten als „völlig erfunden“ und sagte, sie sei „ehrlich schockiert“. Sie fügte hinzu, sie bedauere seinen Mangel an Entschlossenheit gegenüber den Feinden des Westens, während er Verbündete angreife, und erklärte: „Ich und Italien betteln nie.“
„Die Behauptungen von Präsident Trump sind völlig erfunden, und ich bin ehrlich schockiert.“
Gefälschtes Foto verschärft politischen Sturm
Der Oppositionsabgeordnete Marco Pellegrini (M5S), Mitglied des parlamentarischen Geheimdienstausschusses Copasir, teilte in den sozialen Medien ein angebliches Selfie von Meloni, die mit einem grimmigen Trump in Evian lächelt. Das Bild entpuppte sich als Deepfake eines Satire-Accounts. Die Brüder Italiens forderten seinen sofortigen Rücktritt; der Abgeordnete Lucio Malan bezeichnete dies als mögliche Straftat nach dem italienischen Deepfake-Gesetz. Der Quirinale, wo Präsident Mattarella bereits seine volle Solidarität mit Meloni bekundet hatte, ist verärgert über das Versagen der Opposition, sich hinter das nationale Interesse zu stellen.
Diplomatische Kontakte eingefroren
Infolge des Streits wird die Regierung voraussichtlich die US-Unabhängigkeitsfeier in der Villa Taverna in Rom am 2. Juli auslassen. Vizeaußenminister Edmondo Cirielli sagte, er werde nicht teilnehmen, während der Lega-Senator Claudio Borghi davor warnte, einen Boykott zu verhängen. Das für heute geplante Treffen zwischen Außenminister Antonio Tajani und Außenminister Marco Rubio in Miami steht auf der Kippe; die Farnesina weigert sich, die Teilnahme zu bestätigen. Melonis Umfeld beschrieb die Beziehungen als „auf einem historischen Tiefpunkt“.
Der Iran-Faktor und die transatlantische Entfremdung
Analysten führen Trumps Wut auf Italiens Weigerung zurück, während des von den USA geführten Feldzugs gegen den Iran Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden. Der Konflikt endete mit einem Waffenstillstand, den viele in Washington als Demütigung betrachten: Das Genfer Memorandum gewährt Teheran 300 Milliarden Dollar und lässt das Regime intakt, während der Tankerverkehr in der Straße von 120 auf weniger als 20 Schiffe pro Tag einbrach. Stan Veuger vom American Enterprise Institute bezeichnete Trumps Ausbruch als „völlig unangemessen“ und warnte, dass die Maßnahmen der Regierung historische Verbündete entfremden und China und Russland stärken.
„Die Trump-Administration war eine Katastrophe für die transatlantischen Beziehungen und hat China und Russland gestärkt, während sie die Beziehungen zu Verbündeten ohne guten Grund untergrub.“
Wie es weitergeht
Der bilaterale Dialog auf Führungsebene ist abgebrochen, aber ministerielle Kontakte zu bestimmten Dossiers könnten fortgesetzt werden. Die nächsten multilateralen Gelegenheiten – ein NATO-Gipfel in Ankara im Juli, die UN-Generalversammlung im September und der G20-Gipfel in Miami im Dezember – werden ohne eine Kursänderung Washingtons wohl keine Entspannung bringen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten
- Giorgia Meloni
- Premierministerin Italiens
- Marco Pellegrini
- italienischer Abgeordneter (M5S) und Mitglied des Copasir
- Antonio Tajani
- italienischer Außenminister
- Marco Rubio
- Außenminister der Vereinigten Staaten
- Stan Veuger
- Senior Fellow am American Enterprise Institute
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