
Schiedsrichter verweigert Mbappé Elfmeter im WM-Auftakt – Experten empört, Frankreich schlägt Senegal 3:1
Ein verweigerter Elfmeter für Kylian Mbappé beim 3:1-Sieg Frankreichs gegen Senegal beherrschte die Debatte nach dem Spiel, nachdem Schiedsrichter Alireza Faghani ein vom VAR geprüftes Foulspiel abgewunken hatte – obwohl Experten von Deutschland bis England von einem klaren Strafstoß sprachen.
Der Vorfall
In der 58. Minute dribbelte Mbappé in den Strafraum und ging nach einem Grätschen von Senegals Sadio Mané zu Boden. Schiedsrichter Alireza Faghani zeigte zunächst kein Foul an, konsultierte dann auf Drängen des VAR den Monitor am Spielfeldrand. Nach der Überprüfung blieb er bei seiner Entscheidung und erklärte später, dass „der Angreifer den Kontakt initiiert habe“. Der Nicht-Pfiff schockierte Spieler und Fans.
Der Angreifer hat den Kontakt initiiert.
Experten-Wut
Die Entscheidung löste scharfe Reaktionen von TV-Experten auf der ganzen Welt aus. Thomas Müller nannte sie „skandalös“, Alan Shearer bezeichnete sie als „bizarr“ und Pat Nevin wies Faghanis Begründung als „Unsinn“ zurück. Daniele Adani war ebenso deutlich und erklärte, es sei „mein ganzes Leben lang“ ein Elfmeter gewesen, und nannte Faghani später „den schlechtesten Schiedsrichter der WM-Geschichte“.
Das ist ein klares Foul. Es ist ein absolutes Rätsel, wirklich skandalös, dass es keinen Elfmeter gibt.
Ich verstehe das nicht. Wie kann Mbappé den Kontakt initiieren, wenn er vorne ist? Das ist wirklich bizarr.
Spielausgang
Trotz der Kontroverse sammelte sich Frankreich. Mbappé eröffnete acht Minuten nach der umstrittenen Entscheidung den Torreigen, als er einen Steilpass von Michael Olise verwertete. Einwechselspieler Bradley Barcola legte per Chipball das zweite Tor nach, bevor Senegals Ibrahim Mbaye in der Nachspielzeit den Anschlusstreffer erzielte. Mbappé besiegelte den 3:1-Sieg dann mit einem Weitschuss und wurde mit 58 Länderspieltoren zum alleinigen Rekordtorschützen Frankreichs, womit er Olivier Giroud überholte.
- Kylian Mbappé
- 58 Tore
- Olivier Giroud
- 57 Tore
Schiedsrichter unter Beobachtung
Faghanis Entscheidung könnte Folgen haben. Das Schweizer Fernsehen wies auf die Tendenz der FIFA hin, Schiedsrichter nach schwerwiegenden Fehlern nicht mehr einzusetzen; der Unparteiische war bereits nach einer umstrittenen Entscheidung bei der WM 2022 in Katar von weiteren Einsätzen ausgeschlossen worden. Der Vorfall sorgte zudem für Verwirrung, da ein Missverständnis bei Faghanis Zeichengebung nach der Überprüfung Spieler und Zuschauer kurzzeitig glauben ließ, ein Elfmeter sei gegeben worden.
Das ist der schlechteste Schiedsrichter der WM-Geschichte.
