
Abschnitt der 500 Jahre alten Kirchenburg Moșna eingestürzt; Wochenendbesuche ausgesetzt
Ein Teil der Nordmauer der im 15.–16. Jahrhundert erbauten Kirchenburg Moșna im Kreis Sibiu, Rumänien, ist am frühen Samstag eingestürzt. Die Behörden haben daraufhin alle Führungen für das Wochenende ausgesetzt.
Was geschah
Gegen 1:40 Uhr am 13. Juni 2026 brach ein Abschnitt der nördlichen Umfassungsmauer der Kirchenburg Moșna, die zum Park hin liegt, ein. Verletzt wurde niemand, da das Gelände zu dieser Stunde menschenleer war. Das Bürgermeisteramt und die örtliche Polizei sperrten die Stelle sofort ab.
Es war klar, dass es Schwachstellen gab, aber niemand hatte erwartet, dass dieser Abschnitt nachgibt. Alle dachten an den Turm, nicht an die Mauer.
Frühere Warnungen und ins Stocken geratene Reparaturen
Lokale Amtsträger hatten seit Langem auf die Baufälligkeit hingewiesen. Bürgermeister Nuțu erklärte, dass sowohl die Gemeinde als auch das Evangelische Konsistorium jahrelang vergeblich versucht hätten, Mittel für eine umfassende Restaurierung zu erhalten. Der nahe gelegene Fleischerturm wird seit etwa einem Jahrzehnt provisorisch abgestützt.
Das hätte schon vor langer Zeit angegangen werden müssen, nicht erst gestern oder heute. Wir sprechen hier von einem alten Bauwerk, das auf Eichenpfählen errichtet wurde und eine fast 500-jährige Geschichte hat.
Im Jahr 2017 genehmigte das Kulturministerium Notmaßnahmen für den Nordturm, finanziert vom Mediascher Bezirkskonsistorium der Evangelischen Kirche. Diese Arbeiten kamen jedoch nie über das Stadium der archäologischen Untersuchungen hinaus, sodass der Turm und die umgebende Mauer anfällig blieben.
Wir haben die Situation dem Ministerium gemeldet, und Teams sind vor Ort gewesen. Der Verfall wurde festgestellt, und man versuchte, den Bereich zu sichern.
- Notstabilisierungsarbeiten für den Nordturm beginnen, finanziert von der Evangelischen Kirche, werden aber nach der archäologischen Untersuchungsphase eingestellt.
- Ein Abschnitt der Nordmauer stürzt ein, ohne Verletzte zu verursachen.
Das historische Denkmal
Die Kirchenburg Moșna, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert von der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft erbaut und erweitert wurde, ist als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. Sie ist bekannt für ihre Wehrmauern, die spätgotische Kirche und ihren Platz im Netzwerk der Kirchenburgen im südlichen Siebenbürgen.
Die 400 Jahre alte Mauer ist nun eingestürzt, aber ich hoffe, dass wir mit Hingabe und Verständnis aller Behörden in der Lage sein werden, diese Befestigungsanlage wieder aufzubauen, die für ganz Ardeal, für ganz Siebenbürgen und insbesondere für die Gemeinde Moșna sehr wichtig ist.
Offizielle Reaktion
Die für den 13. und 14. Juni geplanten Führungen wurden abgesagt. Das Kulturministerium steht in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden, der Kreisdirektion für Kultur Sibiu und Denkmalschutzexperten. Technische Bewertungen laufen, um die Einsturzursache zu ermitteln und Notstabilisierungsmaßnahmen zu planen. Das Ministerium überwacht den Ort zudem kontinuierlich und wird die Ergebnisse veröffentlichen, sobald die Expertenbewertungen abgeschlossen sind.


