Regierung · Casablanca

Marokkanisches Gericht verurteilt Karikaturisten Yasser Mounbir wegen Königskarikaturen zu vier Jahren Haft

Ein Gericht in Casablanca hat den 22-jährigen Yasser Mounbir der Beleidigung von König Mohammed VI. für schuldig befunden und ihn zu einer Geldstrafe von 40.000 Dirham verurteilt. Sein Anwalt Farouk Mehdaoui kündigte an, die Verteidigung werde gegen das Urteil Berufung einlegen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, 7sur7, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Casablanca · Marokko
Wie es dazu kam
  1. Juni 2026Festnahme nach dem Posten von Karikaturen von König Mohammed VI. auf Instagram
  2. 1.11.Von einem Gericht in Casablanca zu vier Jahren Haft verurteilt

Das Urteil

Ein Gericht in Casablanca hat Yasser Mounbir, 22, nach Angaben seines Anwalts Farouk Mehdaoui am Sonntag, 1. November, zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sprach ihn der Beleidigung des Königs sowie der Beleidigung von Amtsträgern schuldig und verhängte zudem eine Geldstrafe von 40.000 Dirham. Das Urteil erging in erster Instanz, der Fall ist damit nicht abgeschlossen. Mehdaoui sagte, die Verteidigung werde Berufung einlegen. Die Berichte weichen bei der Umrechnung der Geldstrafe in Euro und Dollar voneinander ab: 7sur7 und Spiegel nennen etwa 3.600 Euro, RTE etwa 9.756 Euro und ANSA etwa 4.000 Dollar, doch alle Berichte nennen denselben Betrag in Dirham.

Wie der Fall begann

Mounbir war im Juni festgenommen worden, nachdem er Karikaturen von König Mohammed VI. auf seinem Instagram-Konto veröffentlicht hatte. Die Marokkanische Vereinigung für Menschenrechte hatte damals seine Freilassung gefordert. Artikel 179 des marokkanischen Strafgesetzbuchs verbietet Verleumdung, Beleidigung oder die Verletzung der Privatsphäre des Königs und sieht Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren vor. Berichte weisen darauf hin, dass sich die Strafe verdoppeln kann, wenn die Tat elektronisch begangen wird – was auf die im Zentrum dieses Falls stehenden Beiträge zutrifft.

Reaktionen und wie es weitergeht

Menschenrechtsorganisationen reagierten laut Spiegel mit Bestürzung auf das Urteil. Menschenrechtsvertreter in Marokko argumentieren, das Gesetz ersticke die Meinungsfreiheit, und fordern seine Abschaffung. Zudem verlangen sie eine Begnadigung von Menschen, die wegen Beiträgen in sozialen Medien verurteilt wurden. Der nächste Schritt ist die Berufung; ein Termin für die Berufungsverhandlung wird in den Berichten nicht genannt.

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