Marokkos Verbandschef fordert Lamine Yamal heraus: ‚Treffen wir uns im WM-Finale, um zu sehen, ob du richtig gewählt hast.‘
Während Spanien kurz vor dem Beginn ihrer WM-Kampagne 2026 steht, hat Marokkos Fußballchef Fouzi Lekjaa öffentlich darüber sinniert, ob Lamine Yamal die richtige Entscheidung getroffen habe, für Spanien zu spielen, und erklärt, er hoffe auf ein Endspiel-Duell, um die Frage zu klären.
Die Herausforderung
Fouzi Lekjaa, Präsident des Königlichen Marokkanischen Fußballverbands, nutzte ein Interview auf Aljazeera360, um die Debatte über Lamine Yamals internationale Zukunft neu zu entfachen.
Er fügte hinzu, dass der Kommentar augenzwinkernd gemeint war. Die Äußerungen kamen einen Tag vor Spaniens Auftaktspiel gegen Kap Verde, für das Yamal nicht voll fit ist.Ich hoffe, wir treffen im WM-Finale auf Spanien, um zu sehen, ob er wirklich die richtige Wahl getroffen hat.
Yamals Entscheidung
Der in Spanien geborene Sohn eines marokkanischen Vaters und Flügelspieler des FC Barcelona entschied sich, für Spanien und nicht für Marokko zu spielen, und gab am 8. September 2023 im Alter von 16 Jahren gegen Georgien sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Der FRMF führte mehrere Gespräche mit dem Spieler und seiner Familie in Marokko und Spanien und stellte ihr Projekt vor. Aber wie Nasser Larguet, ehemaliger Technischer Direktor, später anmerkte, war Yamal zu dem Zeitpunkt, als Marokko an ihn herantrat, bereits fest im spanischen System verankert und auf dem Weg in die A-Nationalmannschaft.
- Lamine Yamal gibt mit 16 Jahren sein Debüt für die spanische A-Nationalmannschaft in einem Spiel gegen Georgien.
- Lekjaa sagt der Marca, dass Marokko Yamals Eltern getroffen habe, der Spieler jedoch bereits überzeugt gewesen sei, zu Spanien zu wechseln.
- Nasser Larguet erklärt, Yamal sei bereits tief in das spanische System integriert gewesen, als Marokko an ihn herantrat.
- Lekjaa sagt, er hoffe, dass Marokko im WM-Finale auf Spanien trifft, um zu sehen, ob Yamal richtig gewählt hat.
- Spanien beginnt die WM-Kampagne gegen Kap Verde; Yamal ist für das Spiel nicht voll fit.
Marokkos Stärke bei der Rekrutierung
Lekjaa argumentierte, dass Marokkos Fähigkeit, Spieler mit doppelter Staatsangehörigkeit anzuziehen, auf drei Säulen beruhe: moderne Trainingsinfrastruktur, eine emotionale Bindung zum Heimatland der Eltern und ein stabiles internationales Projekt, das eine regelmäßige Teilnahme an afrikanischen Turnieren und Weltmeisterschaften garantiere.
Das anschaulichste Beispiel ist Brahim Díaz, der Spielmacher von Real Madrid, der zu Marokkos größter Offensivgefahr geworden ist.Wir sind ein Land, das die Möglichkeit bietet, regelmäßig an afrikanischen Turnieren und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Dieses stabile internationale Projekt zieht Spieler an.
Verteidigung des Afrika-Pokals
In demselben Interview wies Lekjaa Vorwürfe zurück, Marokko habe im Finale des Afrika-Pokals von einer Schiedsrichterbegünstigung profitiert – ein Spiel, das Senegal aus Protest gegen einen späten Elfmeter abbrach, bevor der Afrikanische Fußballverband (CAF) den Titel Marokko zusprach.
Er forderte jeden heraus, zu beweisen, dass der Elfmeter nicht rechtmäßig war, und bot an, auf den Titel zu verzichten, falls dies gelänge.Wenn Marokko von einer Schiedsrichterbegünstigung profitiert hätte, hätten wir nicht bis zur 90. Minute warten müssen, um den Unterschied zu machen.

