
Marokkos Fußballchef behauptet, Casablanca werde das WM-Finale 2030 ausrichten
Der Präsident des Königlichen Marokkanischen Fußballverbandes, Fouzi Lekjaa, gab bekannt, dass das Hassan-II-Stadion mit 115.000 Plätzen in Benslimane das WM-Finale 2030 ausrichten werde, obwohl die FIFA den Austragungsort noch nicht bestätigt hat.
Lekjaa behauptet, Casablanca werde das Finale ausrichten
Fouzi Lekjaa, der Präsident des Königlichen Marokkanischen Fußballverbandes und Marokkos beigeordneter Minister für den Haushalt, erklärte am 10. September 2026, dass Marokko das WM-Finale 2030 ausrichten werde. Lekjaa gab die Ankündigung während einer Wahlveranstaltung der liberalen Partei Authentizität und Modernität in Bouznika am Rande von Rabat. Seine Äußerungen ernteten Applaus und Ovationen von den anwesenden Parteimitgliedern. Der Weltfußballverband FIFA hat die offizielle Vergabe der Austragungsstädte und des Finalortes noch nicht bekannt gegeben, sodass die Vergabe zwischen Marokko und Spanien formal unentschieden ist.
Die Provinz Benslimane wird die Ehre haben, das WM-Finale 2030 auszurichten. Wer in der nächsten Regierung sein will, wird keine andere Wahl haben, als die Provinz zu entwickeln.
Spezifikationen und Kosten des Grand-Hassan-II-Stadions
Der vorgeschlagene Finalort ist das Grand-Hassan-II-Stadion in der Provinz Benslimane, etwa 60 Kilometer von Casablanca entfernt. Der Bau des Stadions begann 2024, die voraussichtliche Fertigstellung ist für Ende 2027 oder 2028 geplant. Nach Fertigstellung wird die Anlage 115.000 Zuschauer fassen (einem Bericht zufolge 113.000 Sitzplätze) und damit das größte fußballspezifische Stadion der Welt sein. Die Kostenschätzungen für das Stadion variieren stark zwischen den Medienberichten und reichen von 500 Millionen Euro und 1 Milliarde Dollar bis zu 12 Milliarden Dollar (10,3 Milliarden Euro). Die marokkanischen Behörden beabsichtigen, die fertiggestellte Arena als Hauptspielstätte der marokkanischen Fußballnationalmannschaft zu nutzen.
- Grand-Hassan-II-Stadion
- 115000 Sitzplätze
- Santiago Bernabéu
- 83000 Sitzplätze
- FIFA-Final-Mindestkapazität
- 80000 Sitzplätze
- FIFA-Halbfinal-Mindestkapazität
- 60000 Sitzplätze
Wettbewerb mit Spanien und Reaktion der FIFA
Marokkos Bewerbung um das Finale steht in direktem Wettbewerb mit Spanien, dessen vorgeschlagene Hauptspielstätte das Santiago-Bernabéu-Stadion von Real Madrid ist. Das Bernabéu wurde kürzlich umfassend renoviert und bietet eine Kapazität von etwa 83.000 Zuschauern. Anfang September 2026 erklärte der Präsident des Königlichen Spanischen Fußballverbandes, Rafael Louzán, gegenüber lokalen Medien, Spanien solle das Endspiel ausrichten. Im August 2026 wies die FIFA Medienberichte zurück, wonach FIFA-Präsident Gianni Infantino Marokko das Finale bereits versprochen habe, und bezeichnete diese Behauptungen als falsch und irreführend. Portugiesische Städte wie Lissabon und Porto wurden aus dem Rennen um das Finale ausgeschlossen, da die FIFA-Regeln eine Mindestkapazität von 80.000 Zuschauern für das WM-Finale vorschreiben.
Spanien sollte das Finale ausrichten.
Turnierstruktur über sechs Nationen
Das Turnier 2030 wird erstmals in der WM-Geschichte Spiele in sechs Ländern und drei Kontinenten umfassen. Uruguay, Argentinien und Paraguay sollen die ersten drei Spiele ausrichten, um den 100. Jahrestag des Turniers von 1930 in Montevideo zu feiern. Die restlichen Spiele werden zwischen Spanien, Portugal und Marokko aufgeteilt. Mitte 2024 erklärte der ehemalige Präsident des Portugiesischen Fußballverbandes, Fernando Gomes, dass Lissabons Estádio da Luz ein Halbfinale ausrichten werde, womit die FIFA-Mindestanforderung von 60.000 Plätzen für ein Halbfinale erfüllt sei, während Portos Estádio do Dragão und Lissabons Estádio José Alvalade unter dieser Kapazitätsgrenze liegen. Bei dem Treffen in Bouznika erklärte Lekjaa zudem, sein ideales Finale wäre Marokko gegen Frankreich, eine sportliche Revanche für Marokkos Halbfinalniederlage bei der WM 2022 und die 0:2-Viertelfinalniederlage 2026.
- Baubeginn des Grand-Hassan-II-Stadions in Benslimane.
- Portugiesischer Verband bestätigt, dass das Estádio da Luz ein Halbfinale ausrichten wird.
- FIFA dementiert Behauptungen, Gianni Infantino habe Marokko das Finale versprochen.
- Spanischer Verbandschef Rafael Louzán erklärt, Spanien solle das Finale ausrichten.
- Marokkanischer Verbandschef Fouzi Lekjaa verkündet, Casablanca werde das Finale ausrichten.


