Fußball · Benslimane, Casablanca und Rabat

FIFA und marokkanischer Premierminister weisen Behauptungen zurück, dass das WM-Finale 2030 entschieden sei

FIFA und der marokkanische Premierminister Aziz Akhannouch widersprachen, nachdem der marokkanische Verbandschef Fouzi Lekjaa behauptet hatte, dass das WM-Finale 2030 in Benslimane bei Casablanca stattfinden werde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, RFI, Ouest France und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Benslimane, Casablanca, Rabat, Madrid · Marokko, Spanien
Wie es dazu kam
  1. 5.08.Die FIFA teilt mit, dass der Austragungsort des Finales 2030 zu gegebener Zeit festgelegt wird.
  2. 11.09.Die FIFA und der marokkanische Premierminister weisen marokkanische Behauptungen zur Ausrichtung des Finales 2030 zurück.
  3. Late 2027Angestrebtes Fertigstellungsdatum für Marokkos Stadion mit 115.000 Plätzen in Benslimane.

Einseitige Behauptung aus Benslimane

Fouzi Lekjaa, Präsident des Königlich-Marokkanischen Fußballverbands und marokkanischer Ministerdelegierter für den Haushalt, erklärte bei einer politischen Kundgebung in Benslimane, dass die Provinz das WM-Finale 2030 ausrichten werde. Das geplante Stadion, das King-Hassan-II-Stadion, liegt in der Nähe von Casablanca und ist für 115.000 Zuschauer ausgelegt – ein geschätztes Projekt im Wert von 500 Millionen Euro. Lekjaa betonte, dass die Entscheidung unabhängig von externen Meinungen gefallen sei, und beharrte darauf, dass das entscheidende Spiel auf marokkanischem Boden stattfinden werde. Die Äußerungen lösten eine sofortige Reaktion des Weltfußballverbands FIFA aus, der dementierte, dass eine Auswahl abgeschlossen sei. Vertreter der FIFA bekräftigten, dass die Entscheidungen über die Austragungsorte des Turniers 2030, das gemeinsam von Marokko, Spanien und Portugal ausgerichtet wird, zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden.

„Die Stadt Benslimane wird das WM-Finale ausrichten. Ob es dir gefällt oder nicht, und wenn jemand darüber reden will, soll er reden.“

Fouzi Lekjaa

Innerstaatliche Spannungen in Rabat

Die Erklärung zog eine direkte Rüge von Premierminister Aziz Akhannouch nach sich, und zwar bei einer Wahlkampfveranstaltung vor den für Ende September 2026 angesetzten Parlamentswahlen. Akhannouch kritisierte Lekjaa dafür, dass er vor dem Abschluss formeller Konsultationen mit den Mitgastgebern Spanien und Portugal einseitige öffentliche Zusagen zur Turnierausrichtung gemacht habe. Der Premierminister forderte die politischen Akteure auf, internationale sportliche Verpflichtungen nicht als innenpolitische Wahlkampfversprechen zu nutzen. Er rief zu gegenseitigem Respekt unter den drei Bewerberpartnern auf und betonte, dass eine gemeinsame Koordinierung notwendig sei, um diplomatische und logistische Verpflichtungen zu bewältigen. Der Königlich-Marokkanische Fußballverband gab nach den Äußerungen des Premierministers keine offizielle Stellungnahme ab.

„Bietet nicht an, das große Finale in Marokko auszurichten, solange wir die Angelegenheit noch nicht mit unseren Verbündeten, Spanien und Portugal, besprochen haben. Es sollte ein gewisser Respekt herrschen, Brüder.“

Aziz Akhannouch, Premierminister von Marokko

Stadionwettstreit zwischen Madrid und Casablanca

Der Wettbewerb um das Finale 2030 konzentriert sich hauptsächlich auf zwei Kandidaten: das Santiago-Bernabéu in Madrid und das geplante Grand Stade Hassan II in Benslimane. Bis Mai 2026 waren die Bauarbeiten am marokkanischen Stadion mit 115.000 Plätzen zu etwa 30 % abgeschlossen; die marokkanischen Behörden streben eine vollständige Fertigstellung bis Ende 2027 an. Spanische Politiker und Fußballgrößen haben sich für Madrid ausgesprochen und auf die vorhandene Infrastruktur und die Fußballgeschichte des Bernabéu verwiesen. Real Madrids Trainer José Mourinho befürwortete bei einer Pressekonferenz am 11. September 2026 öffentlich den Austragungsort Madrid und erklärte, das Bernabéu biete die geeignetste Umgebung für das Ereignis.

„Wenn man in einem legendären, historischen Stadion spielen kann, in dem einige der besten Spieler der Geschichte gespielt haben, dem Stadion des wichtigsten Vereins der Fußballgeschichte, dann sollte es meiner Meinung nach hier sein.“

José Mourinho, Cheftrainer von Real Madrid

Governance-Streit und Turnierzeitplan

Die Reibungen zwischen marokkanischen Stellungnahmen und FIFA-Mitteilungen folgen früheren Dementis aus Zürich zu Berichten, dass die FIFA-Führung das Finale Marokko informell zugesagt habe. La-Liga-Präsident Javier Tebas kritisierte die FIFA für ihre Serie von Dementis und hinterfragte die mangelnde Klarheit zwischen Verbandsfunktionären und Weltfußballverbänden. Das Turnier 2030 ist das zweite Mal, dass eine afrikanische Nation WM-Spiele ausrichtet, nach Südafrika 2010. Die FIFA wartete zuvor bis Februar 2024, um New Jersey als Austragungsort des Finales 2026 zu benennen, und die Verantwortlichen deuten an, dass ein formeller Zeitplan für die Auswahl 2030 einem ähnlichen Verfahren folgen wird.

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