Saudi-Arabien unterstützt Gianni Infantino nach Scheitern des 20-Milliarden-Dollar-FIFA-Investitionsplans
Der saudische Fußballverband hat eine formelle Unterstützungserklärung für FIFA-Präsident Gianni Infantino abgegeben, nachdem der Vorschlag der FIFA Forward Enterprise am heftigen Widerstand von UEFA und CONCACAF gescheitert war.
Saudischer Verband unterstützt Infantino
Am 27. August 2026 gab der saudische Fußballverband (SAFF) eine offizielle Erklärung ab, in der er FIFA-Präsident Gianni Infantino nach wochenlangen Auseinandersetzungen um einen gescheiterten kommerziellen Investitionsplan unterstützt. Saudi-Arabien, das für die Ausrichtung der Männer-Weltmeisterschaft 2034 vorgesehen ist, stellte sich hinter Infantinos Bemühungen, die Beziehungen zwischen den internationalen Fußballinstitutionen zu verbessern. In seiner öffentlichen Erklärung lobte SAFF die formelle Anerkennung administrativer Fehler durch die FIFA, ihre Entschuldigung und die offizielle Aufgabe des umstrittenen kommerziellen Vorhabens. Der saudische Verband betonte zudem, dass das Leitungsgremium direkte Gespräche von Angesicht zu Angesicht priorisieren müsse, um die anhaltenden Streitigkeiten zwischen den Kontinentalverbänden beizulegen. SAFF hatte sich während des ersten Monats des Streits öffentlich zurückgehalten, bevor es seine Position bekannt gab.
In dieser Zeit unterstützt SAFF die fortgesetzten Bemühungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino und der FIFA-Führung, die Einheit innerhalb der Fußballfamilie wiederherzustellen und das Spiel zum Wohle aller weiterzuentwickeln.
Scheitern des Forward-Enterprise-Projekts
Die Führungskrise begann vor einem Monat, nachdem die FIFA ihren Vorschlag für FIFA Forward Enterprise zurückzog, ein kommerzielles Vehikel, das dazu gedacht war, eine 20-prozentige Minderheitsbeteiligung an den zukünftigen WM-Einnahmen für 20 Milliarden Dollar an private Investoren zu verkaufen. Kontinentale Verbände leisteten geschlossenen Widerstand gegen den Plan, wobei die europäische UEFA, der Asiatische Fußballverband und die nordamerikanische CONCACAF starken Widerstand äußerten. Die oppositionellen Verbände beschuldigten Infantino undurchsichtiger Führung, Täuschung und Vertrauensbruchs, da er private Investorengespräche ohne vorherige Konsultation geführt habe. Als Reaktion auf die wachsende Kritik strich Infantino die Investitionsstruktur, doch europäische Führungskräfte blieben dabei, dass die Episode das institutionelle Vertrauen im globalen Spiel untergraben habe.
Dies waren wichtige erste Schritte. Die anhaltenden Spaltungen innerhalb des Spiels zeigen jedoch die Notwendigkeit eines breiteren und direkteren Dialogs.
Bilaterale Beziehungen und Ratssitzungen
Infantino unterhält tiefe institutionelle und politische Beziehungen zu Saudi-Arabien, nachdem er während seiner zehnjährigen Präsidentschaft den Prozess überwacht hatte, der dem Königreich die Weltmeisterschaft 2034 zusprach, nachdem zuvor das Austragungsmodell für das Turnier 2030 angepasst worden war. Am 23. August 2026 nahm Infantino zusammen mit Kronprinz Mohammed bin Salman an einer von Saudi-Arabien unterstützten Videospielveranstaltung in Paris teil. Anstatt den vollständigen 37-köpfigen FIFA-Rat einzuberufen, der auch den saudischen Fußballfunktionär Yasser Al Misehal umfasst, traf sich Infantino vor drei Wochen mit der Geschäftsführung in Rabat, Marokko, um interne Bedenken zu besprechen. Das saudische Königreich hat erheblichen Einfluss innerhalb des asiatischen Verbandes und hat seine heimische Liga durch staatliche Investitionen ausgebaut, wobei internationale Spieler wie Cristiano Ronaldo und Karim Benzema verpflichtet wurden.
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Wahlkampflandschaft vor 2027
Die Spaltung zwischen den regionalen Verbänden kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Verantwortlichen auf die nächste FIFA-Präsidentschaftswahl im März 2027 blicken. Mehrere europäische Verbände haben ihre Unterstützung für Infantino zurückgezogen, und UEFA-Delegierte versammelten sich am 27. August 2026 in Monaco, um über Governance-Bedenken zu diskutieren. Trotz des europäischen Widerstands behält Infantino die Unterstützung wichtiger regionaler Stimmblöcke, darunter der Afrikanische Fußballverband und SAFF. Der saudische Verband stellte fest, dass Infantinos organisatorische Bilanz der letzten zehn Jahre Anerkennung verdiene, und der schweizerisch-italienische Verwalter ist derzeit der einzige erklärte Kandidat für die Präsidentschaft.

