KI-generiert·Mehr erfahren
© EL MUNDO
Musik·vor 3 Std.

Malú spricht über Hochstapler-Syndrom und Ängste vor dem Start der 'Quince'-Tour

Die spanische Sängerin Malú schilderte in einem offenen Interview bei El Hormiguero ihren langen Kampf mit dem Hochstapler-Syndrom und Ängsten, während sie ihr 15. Album 'Quince' vorstellte, kurz bevor eine Tour in Mérida beginnt.

Eine von Selbstzweifeln überschattete Karriere

Die spanische Sängerin Malú, eine der bekanntesten Sängerinnen des Landes, hat das Ausmaß des Hochstapler-Syndroms offenbart, das sie während ihrer fast drei Jahrzehnte langen Karriere begleitet hat. Am Mittwochabend in Pablo Motos' Sendung El Hormiguero beschrieb die in Madrid geborene Künstlerin eine innere Stimme, die ihr sagte, sie lüge über ihr Talent. „Ich hatte Selbstwertprobleme, ja. Ich habe in dieser Hinsicht sehr mit mir selbst gelitten, weil ich nicht weiß, ob es ein Hochstapler-Syndrom ist oder was, aber am Ende denkt man sein ganzes Leben lang, dass man lügt“, sagte sie laut La Vanguardia zu Motos.

Der Gedanke, der mir am häufigsten kam, war, dass es eine Lüge ist, dass ich gut singe.

Die Sängerin führte die Ursprünge dieses Gefühls auf ihren abrupten Einstieg in die Musikindustrie zurück. Sie begann mit 15 zu singen, nicht als Kindheitstraum, sondern um der Schule zu entgehen. Als ihr Debütalbum Aprendiz eine Million Exemplare verkaufte und eine Tour vorgeschlagen wurde, erinnerte sie sich, dass sie in Tränen ausbrach und ihrer Mutter gestand, dass sie gelogen und nicht singen könne.

Die Erschaffung einer Persona

Malú erklärte, dass sie sich eine öffentliche Persona aufbaute, um mit ihrer natürlichen Schüchternheit umzugehen, aber deren Aufrechterhaltung hatte ihren Preis. „Ich habe Malú erschaffen, ich war ein schüchterner Mensch. Wenn ich auch nur die geringste Kontrolle über meine Figur verlor, verursachte mir das Angst“, erklärte sie, wie La Razón berichtete. Der Druck, dieses Image zu kontrollieren, führte zu Angstzuständen, insbesondere wenn sie das Gefühl hatte, dass die Figur entglitt.

Ein Wendepunkt kam 2018, als eine schwere Knöchelverletzung sie zwang, eine Tour abzusagen. Sie beschrieb das anfängliche Drama, Menschen zu enttäuschen, aber auch die Stille, die folgte, in der sie erkannte, dass es ihr gut ging. Die erzwungene Pause erlaubte es ihr, sich für längere Zeit von der Malú-Persona zu entfernen, obwohl die Rückkehr eine seltsame Krise auslöste, wie sie sagte. Sie begann vor vier Jahren eine Therapie, die sie nun wegen der Werkzeuge, die sie bietet, wärmstens empfiehlt.

Ein heiterer Moment auf der Bühne

Nicht alle geteilten Erinnerungen waren schwer. Motos bat Malú, einen peinlichen Moment auf der Bühne aus ihrer frühen Karriere zu schildern. Nachdem sie im Alter von 18 Jahren vor einem Konzert schwer gegessen hatte, rülpste sie versehentlich ins Mikrofon, während sie dem Publikum dankte. „Ich wollte sterben, aber wie immer war das Publikum sehr warmherzig und nett“, sagte sie und erinnerte sich daran, wie die Menge „sie ist menschlich“ skandierte.

Privatleben in einer ruhigeren Phase

Über die beruflichen Reflexionen hinaus haben spanische Medien eine Phase persönlicher Stabilität für die 44-Jährige festgestellt. Nach der Trennung vom ehemaligen Ciudadanos-Vorsitzenden Albert Rivera, mit dem sie eine 2020 geborene Tochter Lucía hat, ist Malú mit Ángel Fernández liiert, einem Produktionstechniker, den sie während einer Tour kennenlernte. Das Paar hält sich seit Sommer 2024 bedeckt und lebt gemeinsam in ihrem Madrider Zuhause. In einem früheren Interview mit EL MUNDO beschrieb sie, sich nach Jahren intensiver medialer Beobachtung während ihrer Beziehung mit Rivera befreit zu fühlen.

Das ‚Quince‘-Projekt

Malús Besuch bei El Hormiguero galt der Vorstellung von Quince, ihrem fünfzehnten Studioalbum. Der Titel verweist auf das Alter, in dem sie ihre Karriere begann, und auf die numerische Position des Albums in ihrer Diskografie. Das Album enthält 11 zuvor unveröffentlichte Songs. Ihre Quince-Tour beginnt am 12. Juni in Mérida und wird sie in diesem und im nächsten Jahr quer durch Spanien führen.

Madrid · Mérida

5 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Kultur & Sport