
11-jähriges Mädchen fällt bei Orientierungslauf in Höhle in Südpolen
Eine 11-jährige Orientierungslauf-Teilnehmerin fiel in eine geschlossene Höhle nahe der Burg Bąkowiec in Morsko, Polen, und wurde von der GOPR mit Seiltechnik gerettet, bevor sie mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus geflogen wurde.
Was geschah
Am Sonntagmorgen, dem 16. August, verließ ein 11-jähriges Mädchen, das an einem Orientierungslauf nahe der Burgruine Bąkowiec in Morsko, Schlesien, teilnahm, die vorgesehene Route und fiel in einen Felsspalt. Sie stürzte in die Stefanowa-Dziura-Höhle, eine für Besucher nicht zugängliche Höhle, die nur Höhlenforschern zugänglich ist und sich auf dem Krakau-Tschenstochauer Jura befindet. Die Quellen unterscheiden sich hinsichtlich der Falltiefe: TVN24, FAKT24 und Super Express berichten von etwa sieben Metern, während RMF FM und Dziennik Zachodni 10 bis 12 Meter angeben. Retter der Jura-Gruppe der GOPR erklärten, dass eine dicke Laubschicht auf dem Höhlenboden den Aufprall teilweise abgefedert habe.
Rettungsaktion
Das erste Team vor Ort, von der GOPR als „Szpica“ bezeichnet, bestehend aus zwei Rettern, darunter einem medizinischen Retter, seilte sich ab, um das Mädchen zu erreichen. Ein Retter hielt während des gesamten Einsatzes Sprechkontakt mit ihr, beurteilte ihren Zustand, leistete Erste Hilfe und sicherte sie für die Evakuierung. Weitere Retter trafen ein und bereiteten ein Seilsystem zur Bergung vor. Das Gelände um die Burg Bąkowiec, das von engen Spalten und Felsformationen geprägt ist, die für das Krakau-Tschenstochauer Hochland charakteristisch sind, erschwerte den Einsatz und erforderte besondere Vorsicht aller beteiligten Teams.
Aufgrund des steilen Geländes konnte der Hubschrauber des Lotnicze Pogotowie Ratunkowe (LPR), identifiziert als „Ratownik 4“ aus Kattowitz, nicht in der Nähe des Höhleneingangs landen und setzte stattdessen am Fuß des Hangs in Morsko auf. Ein GOPR-Bergrettungswagen brachte dann den LPR-Arzt und den Sanitäter zum Höhleneingang, wo sie auf den Abschluss der Evakuierung warteten. Nachdem das Mädchen an die Oberfläche gebracht worden war, wurde es in den Bergrettungswagen übergeben, zum Hubschrauber gebracht und ins Krankenhaus geflogen.
- Rettungsdienste erhalten Meldung über in Höhle gestürztes Kind nahe Burg Bąkowiec
- Zweiköpfiges GOPR-Team seilt sich ab; einer hält Sprechkontakt mit Mädchen
- Retter erreicht Mädchen, beurteilt Zustand, leistet Erste Hilfe und sichert sie
- Weitere Retter bereiten Seilbergungssystem vor
- Mädchen an die Oberfläche gebracht, bei Bewusstsein mit Kopfverletzung
- Mädchen mit Bergrettungswagen zum LPR-Hubschrauber gebracht, ins Krankenhaus geflogen
Zustand und Krankenhaustransport
Nachdem sie an die Oberfläche gebracht worden war, war das Mädchen bei Bewusstsein und hatte eine Kopfverletzung erlitten. Sie wurde der LPR-Besatzung aus Kattowitz übergeben und ins Krankenhaus geflogen. Grzegorz Nowik, Pressesprecher der Kreisleitung der Staatlichen Feuerwehr in Zawiercie, bestätigte die Bergung bei TVN24.
Die 11-Jährige wurde bereits aus der Höhle geborgen. Sie hat eine Kopfverletzung, ist bei Bewusstsein, der LPR bringt sie weg.
Umstände des Sturzes
Laut Kommissarin Marta Wnuk, Sprecherin der Kreispolizeibehörde in Zawiercie, deuten die vorläufigen Ermittlungen darauf hin, dass das Mädchen während des Sportwettbewerbs die vorgesehene Route verließ und aus ungeklärten Gründen in den Felsspalt fiel. Das Mädchen nahm an einem Orientierungslauf-Camp teil, das einen Lauf durch das Gebiet nahe der Burgruine beinhaltete.
Nach vorläufigen Erkenntnissen verließ die 11-jährige Teilnehmerin während des Sportwettbewerbs die vorgesehene Route und stürzte aus ungeklärten Gründen in einen Felsspalt.
Das Gebiet um die Burg Bąkowiec wurde während des Einsatzes abgesichert, alle Rettungskräfte waren im Einsatz. Zum Zeitpunkt der letzten Berichte wurden keine weiteren Einzelheiten zum Gesundheitszustand des Mädchens oder zu den genauen Umständen des Sturzes bekannt gegeben. Die Retter der GOPR betonten die Komplexität von Höhleneinsätzen.
Höhleneinsätze erfordern eine effiziente Kombination aus medizinischer Rettung, Seiltechnik und guter Zusammenarbeit aller am Einsatz beteiligten Dienste.


