
Vierjähriges Mädchen ertrinkt im Hotelpool von Milano Marittima, nachdem der Vater kurz weggegangen sein soll
Ein vierjähriges Mädchen starb am Samstagnachmittag, nachdem es in den Swimmingpool eines Hotels im Küstenort Ravenna gefallen war. Carabinieri und Staatsanwaltschaft untersuchen die Umstände, darunter die kurze Abwesenheit des Vaters.
Der Vorfall
Ein vierjähriges Mädchen ertrank am Samstagnachmittag im Swimmingpool eines Hotels in Milano Marittima an der Küste von Ravenna. Rettungskräfte (118) und Carabinieri der örtlichen Kompanie Cervia sowie der Ermittlungseinheit Ravenna trafen am Unfallort ein, zusammen mit der diensthabenden Staatsanwältin Angela Scorza. Nach einer ersten Rekonstruktion befand sich das Kind mit seinem Vater zwischen dem Spielzimmer und dem Poolbereich. Der Mann soll kurzzeitig das Gelände verlassen haben, um zum Hotelzimmer zu gehen, und das Mädchen fiel während seiner Abwesenheit ins Wasser.
Ermittlungen
Carabinieri und die Staatsanwaltschaft haben ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände des Ertrinkens zu klären. Die Ermittler versuchen herauszufinden, wo sich die Mutter zu diesem Zeitpunkt befand und welche Position der Bademeister innehatte. Es wurden noch keine Anklagen erhoben. Die Staatsanwaltschaft koordiniert die ersten Beweisschritte, und die Carabinieri sammeln Zeugenaussagen.
Offizielle Reaktion
Der Bürgermeister von Cervia, Mirko Boschetti, veröffentlichte kurz nach Bekanntwerden der Nachricht eine Kondolenzbotschaft in den sozialen Medien.
Heute sind wir von einer Tragödie getroffen, die unsere Stadt tief prägt. Ein kleines Mädchen von nur vier Jahren hat bei einem tragischen Unfall in Milano Marittima ihr Leben verloren. In diesem Moment großer Trauer möchte ich den Eltern und allen Familienangehörigen mein aufrichtigstes Beileid aussprechen. Es ist schwer, Worte zu finden, die den Schmerz eines so immensen Verlustes lindern können, aber im Namen der gesamten Stadt drücke ich der Familie meine größtmögliche Nähe aus.
Aktuelle Pooltragödien
Der Ertrinkungsfall ist der jüngste in einer Reihe schwerwiegender Poolvorfälle in Italien in den letzten Tagen. Am Freitag starb die elfjährige Alice Ferrari im Krankenhaus Gaslini in Genua, nachdem ihre Haare in den Abfluss eines Pools im Badebetrieb Segesta in Sestri Levante gesaugt worden waren. Die beiden Betreiber der Einrichtung, ein Mann und eine Frau, werden wegen fahrlässiger Tötung untersucht. Eine Autopsie ist für Dienstag geplant, danach werden die Richter die von der Familie gewünschte Organspende genehmigen. Die Ermittlungen prüfen auch die Einhaltung eines regionalen Gesetzes, das Minderjährigen unter 12 Jahren den unbegleiteten Zugang zu solchen Einrichtungen verbietet, sowie die Sicherheitsvorkehrungen.
Bereits am Samstagmorgen wäre ein zweijähriger Junge in einem kleinen Pool eines Privathauses in Montignoso in der Provinz Massa Carrara beinahe ertrunken. Ein Anruf bei der Notrufzentrale 118 um 11:04 Uhr führte zu ersten Anweisungen an die Anwesenden, gefolgt vom Eintreffen der Rettungskräfte. Das Kind wurde stabilisiert, begann wieder selbstständig zu atmen und wurde unter dem Rettungscode Rot ins Krankenhaus Apuane gebracht, bevor es vorsorglich mit einem Rettungshubschrauber in die Kinderklinik Meyer verlegt wurde. Es geht ihm den Angaben zufolge gut und es besteht keine Lebensgefahr.
- Die elfjährige Alice Ferrari stirbt, nachdem ihre Haare in einem Poolabfluss in Sestri Levante eingeklemmt wurden
- Ein zweijähriger Junge ertrinkt beinahe in einem Privatpool in Montignoso, wird später stabilisiert und ins Krankenhaus Meyer verlegt
- Ein vierjähriges Mädchen ertrinkt in einem Hotelpool in Milano Marittima

