Gesundheit & Bildung · Madrid

Madrids Streikkomitee der Lehrkräfte fordert Gespräche – Regierung beziffert Kosten der Gehaltserhöhung auf 665 Millionen

Das Streikkomitee hat einen formellen Antrag auf ein dringendes Treffen mit Ressortchefin Mercedes Zarzalejo eingereicht, während die Regionalregierung die Kosten einer monatlichen Erhöhung um 600 Euro auf 665 Millionen Euro pro Jahr beziffert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, LaSexta, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 23.09.Verhandlungstisch mit CCOO, UGT, CSIF und ANPE eröffnet
  2. 14.10.Unbefristeter Streik im öffentlichen nicht-universitären Bildungswesen beginnt
  3. 26.10.Mehrere hundert Lehrkräfte blockieren etwa eine Stunde lang die Gran Vía
  4. 27.10.Treffen der Ressortchefin mit FSIE Madrid angesetzt

Streikkomitee fordert Gespräche

Das Comité de Huelga Mixto, ein Zusammenschluss von CCOO, UGT, CGT, CNT und STEM, hat einen formellen Antrag eingereicht und Ressortchefin Mercedes Zarzalejo um ein dringendes Treffen vor weiteren juristischen Schritten gebeten. Das Komitee verlangt eine „echte und wirksame Verhandlung“ und warnt, es werde juristische Schritte prüfen, sollte die Consejería weiterhin Gespräche verweigern. Es verweist auf Artikel 8.2 des Königlichen Dekrets 17/1977 vom 4. März über Arbeitsbeziehungen, das ab der Ankündigung eines Streiks und während seiner Dauer Verhandlungen vorschreibt. Der unbefristete Streik im öffentlichen nicht-universitären Bildungswesen begann am 14. Oktober.

„Dieser Antrag ist eine neue Gelegenheit für die Consejería, die Situation durch Dialog wieder in die Spur zu bringen und zu vermeiden, dass der Konflikt zu einer juristischen Angelegenheit wird.“

Comité de Huelga Mixto

Das Komitee stellte den Antrag als Weg dar, den Streit ohne Gericht beizulegen, schloss juristische Schritte aber nicht aus.

Treffen mit concertada und Privatsektor

Der Hauptkritikpunkt des Komitees ist ein Treffen, das die Ressortchefin für den 27. Oktober 2026 mit FSIE Madrid angesetzt hat, die das Komitee als Mehrheitsgewerkschaft in den Sektoren concertada, Privatwirtschaft und Behindertenbetreuung beschreibt. Es nannte die Entscheidung „besonders empörend“, weil die Consejería das Streikkomitee nicht als Gesprächspartner anerkenne, während sie diese Sektoren einberufe. Das Komitee erklärte, es stelle den Kampf dieser Beschäftigten um bessere Tarifverträge nicht infrage. Seine Kritik richte sich auf die Prioritäten, und es wirft der Ressortchefin vor, ihre Kampagne der Diffamierung und Kriminalisierung gegen Lehrkräfte an öffentlichen Schulen fortzusetzen. Das Treffen sei zudem Beleg für unterschiedliche Dialogbereitschaft je nach Bildungssektor.

Gehaltszahlen und Kostenwarnungen

Die Regionalregierung bezeichnet es als „absolut falsch“, dass Madrids Lehrkräfte die schlechtestbezahlten in Spanien seien, und verweist darauf, dass ihr Bruttogehalt zu den sechs höchsten der Gemeinden im allgemeinen Regime zähle. Zarzalejo bezifferte die jährlichen Personalkosten der linearen Erhöhung um 600 Euro auf 665 Millionen Euro. Sie verknüpfte diese Zahl mit dem Gesamtbudget des Ressorts.

„Die Personalausgaben machen bereits fast die Hälfte des Budgets der Consejería aus, mit rund 3.500 Millionen der etwa 7.000 Millionen für 2026.“

Mercedes Zarzalejo

Der madrilenische spezifische Zuschlag beträgt 798,41 Euro im Monat, verglichen mit 708,37 Euro in Asturien und 720,83 Euro in Katalonien. Eine neu ausgebildete Grundschullehrkraft oder eine Vertretungslehrkraft im ersten Jahr verdient 2.582,48 Euro brutto im Monat in 14 Zahlungen, während eine Sekundarschullehrkraft in derselben Position 2.924,79 Euro verdient. Mit zwei Trienios und einem Sexenio steigen die Beträge auf 2.763,47 Euro für die Grundschule und 3.125,66 Euro für die Sekundarstufe. Quellen der Consejería beziffern die weitergehenden Kosten der Gewerkschaftsforderungen – Gehaltserhöhungen plus reduzierte Unterrichtsstunden – auf 1.400 Millionen Euro pro Jahr und warnten, das Paket käme einem „Bankrott“ des Systems gleich.

Monatlicher spezifischer Zuschlag nach RegionEUR pro Monat
Madrid
798.41 EUR pro Monat
Katalonien
720.83 EUR pro Monat
Asturien
708.37 EUR pro Monat

Daten aus dem Artikeltext

Was die Gewerkschaften fordern

Die Gewerkschaften wollen die Unterrichtsstunden auf 17 pro Woche in Sekundarstufe, Berufsbildung und Sonderregime senken und auf 22 in frühkindlicher Bildung und Grundschule. Sie fordern zudem kleinere Klassen, eine monatliche Erhöhung um 600 Euro, weniger Bürokratie und bessere Schulinfrastruktur, einschließlich Klimatisierung. Weitere Forderungen sind eine Vollzeit-Verwaltungskraft pro Zentrum, die Entfernung von Asbest und ein Ende der gestaffelten Bauweise. Die Lehrkräfte wollen außerdem das bilinguale Modell abschaffen, ebenso wie Maßnahmen gegen Segregation.

Protest auf der Gran Vía und Regierungsmaßnahmen

Am 26. Oktober, dem 13. Streiktag, versammelten sich mehrere hundert Lehrkräfte vor der Consejería in der Calle de Alcalá und zogen anschließend in Richtung Gran Vía. Polizeifahrzeuge stoppten sie zwischen der Calle Clavel und der Calle de Alcalá, an einer Polizeikette kam es zu angespannten Momenten. Die Demonstrierenden blockierten die Straße etwa eine Stunde lang, gegen 14 Uhr wurde der Verkehr wieder freigegeben. Der Lehrer José Luis Carretero, Sekundarschullehrer und Teilnehmer des Protests, beschrieb die Gründe für die Demonstration.

„Wir sind hier, weil wir Verbesserungen für die öffentliche Bildung fordern.“

José Luis Carretero

Die Regionalregierung kündigte außerdem an, 2027 mit Arbeiten zur Verbesserung von Klimatisierung und Barrierefreiheit an 75 Kindergärten und Instituten zu beginnen. Zudem will sie ein neues Dekret auf den Weg bringen, das die Autorität der Lehrkräfte stärkt und Disziplinarmaßnahmen bei Problemen des Zusammenlebens im Klassenzimmer beschleunigt.

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Quellen und Kontext

Orte
Madrid

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