Kongo: ‚Lebende Statue‘ und Fan Lumumba Vea endlich bei der WM – doch Kolumbien verdirbt die Feier
Michel Kuka Mboladinga, bekannt als Lumumba Vea, stand 90 Minuten regungslos, während die DR Kongo in Guadalajara 1:0 gegen Kolumbien verlor – nachdem er das Auftaktspiel aufgrund einer Ebola-Quarantäne verpasst hatte.
Ein einzigartiger Tribut
Der 49-jährige Michel Kuka Mboladinga erscheint in einer Jacke und Krawatte in den Farben der Flagge der DR Kongo und steht während des gesamten Spiels völlig still auf einer kleinen Plattform, den rechten Arm erhoben. Die Pose ahmt eine Statue von Patrice Lumumba nach, dem ersten Premierminister des Landes, der 1961 ermordet wurde. Dieses Ritual führt er seit 2013 durch, erlangte aber beim Afrika-Cup 2025 in Marokko weltweite Aufmerksamkeit.
Quarantäne-Verzögerung
Mboladinga verpasste das Auftaktspiel der DR Kongo, ein 1:1-Unentschieden gegen Portugal in Houston, aufgrund einer 21-tägigen Quarantäne, die Reisenden aus der DR Kongo aufgrund eines Ebola-Ausbruchs auferlegt wurde. Sportminister Didier Mudimbu erklärte, in Brüssel, wo die Mannschaft ihr letztes Vorbereitungsspiel bestritt, sei eine Sanitärblase eingerichtet worden. Nach der Quarantäne flogen Mboladinga und andere Fans nach Mexiko und kamen einen Tag vor dem Spiel gegen Kolumbien an.
Spiel in Guadalajara
Am Dienstag bezog er im Estadio Akron seinen gewohnten Platz hinter der Bank der DR Kongo. Trotz seiner regungslosen Unterstützung verloren die Leoparden 1:0 gegen Kolumbien. Daniel Muñoz erzielte in der 76. Minute das einzige Tor und sicherte Kolumbien den Einzug in die Runde der letzten 32 als Tabellenführer der Gruppe K mit sechs Punkten. Die DR Kongo bleibt bei einem Punkt, vor Usbekistan mit null.
- Kolumbien
- 6 Punkte
- Portugal
- 4 Punkte
- DR Kongo
- 1 Punkte
- Usbekistan
- 0 Punkte
Die Lage in Gruppe K
Kolumbien führt die Gruppe mit sechs Punkten an, gefolgt von Portugal (vier), DR Kongo (ein) und Usbekistan (null). Die letzten Gruppenspiele am 27. Juni sehen Kolumbien gegen Portugal in Miami und die DR Kongo gegen Usbekistan in Atlanta.
Warum er es tut
sagte er dem Wall Street Journal.Ich stehe still, weil ich glaube, dass es der Mannschaft emotionale Ausdauer verleiht.
Seine Kosten bei der WM werden vom Staat übernommen, und er erhielt Hilfe bei den Visaformalitäten.So wie Lumumba sein Leben für unser Land opferte, ist mein Opfer ein kleiner Preis, den ich gerne zahle, weil mir diese Mannschaft so viel bedeutet.


