Regierung · Brasília, São Paulo und Salvador

Brasilianische Polizei durchsucht Lula-Verbündeten Senator Jaques Wagner im Banco-Master-Korruptionsskandal

Die brasilianische Bundespolizei durchsuchte Immobilien, die mit Senator Jaques Wagner in Verbindung stehen, dem Fraktionsvorsitzenden der Regierung im Senat und einem engen Vertrauten von Präsident Lula, im Rahmen der weitreichenden Banco-Master-Korruptionsermittlungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, BBC, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brasília, São Paulo, Salvador · Brasilien
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Banco Master von der brasilianischen Zentralbank mit 7 Milliarden Dollar Schulden bei 800.000 Einlegern liquidiert
  2. 1.03.Bankbesitzer Daniel Vorcaro wegen Betrugs angeklagt und festgenommen
  3. 18.06.Polizei vollstreckt 18 Durchsuchungsbefehle, darunter auch bei Immobilien im Zusammenhang mit Senator Jaques Wagner

Operation richtet sich gegen Lulas Senatsführer

Die Bundespolizei vollstreckte am Donnerstag 18 Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse in drei brasilianischen Bundesstaaten, die sich gegen Senator Jaques Wagner richteten, der die Regierungsfraktion von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva im Senat anführt. Die Razzien, die von Oberster Gerichtshofsrichter André Mendonça angeordnet wurden, sind Teil der Ermittlungen 'Compliance Zero' gegen die zusammengebrochene Banco Master und die mutmaßlichen illegalen Verbindungen ihres Eigentümers Daniel Vorcaro zu politischen und juristischen Persönlichkeiten.

Vorwürfe unzulässiger Vorteile

Die Ermittler vermuten, dass der 75-jährige Wagner wirtschaftliche Vorteile in Höhe von über einer Million Dollar erhalten hat, darunter eine Wohnung in Salvador im Wert von 2,5 Millionen Reais (etwa 490.000 Dollar), Barzahlungen von über 600.000 Euro und die Nutzung von Privatjets. Im Gegenzug soll er im Senat auf die Verabschiedung einer Verfassungsänderung gedrängt haben, die die Obergrenze eines bankfinanzierten Versicherungsfonds angehoben hätte, was jedoch scheiterte. Die Polizei beschlagnahmte bei den Durchsuchungen am Donnerstag Berichten zufolge auch 49.000 Dollar in bar.

„Ich habe nie Geld von irgendjemandem erhalten, schon gar nicht von Master.“

Jaques Wagner, Senator

Politische Reaktionen und Wagners Verteidigung

Wagner sagte Band News, Präsident Lula habe ihn angerufen, um ihm seine Solidarität zu bekunden, und habe ihm „absolutes Vertrauen“ ausgesprochen. Der Senator wies die Operation als selektiv zurück und wies darauf hin, dass andere Verdächtige mit angeblich weitaus größeren Summen nicht mit ähnlichen Durchsuchungen konfrontiert worden seien. PT-Präsident Edinho Silva sagte, die Partei sei zuversichtlich, dass Wagner die Fakten klären werde. Senatspräsident Davi Alcolumbre verteidigte die Unschuldsvermutung und bedauerte die Polarisierung, die jede Operation zu einer parteipolitischen Waffe mache.

„Bleiben Sie stark, das ist ein Versuch, Sie zu destabilisieren, aber rechnen Sie mit meinem Vertrauen.“

Luiz Inácio Lula da Silva, Präsident Brasiliens

„Es ist sehr traurig, jeder ist schuldig und verurteilt, bevor er gerichtet wird.“

Davi Alcolumbre, Präsident des brasilianischen Kongresses

Der zeitliche Ablauf des Banco-Master-Skandals

Die Banco Master wurde im November von der brasilianischen Zentralbank liquidiert, nachdem sie Schulden in Höhe von rund 7 Milliarden Dollar bei 800.000 Einlegern angehäuft hatte, die später vom Staat entschädigt wurden. Der Skandal weitete sich schnell zu einer Untersuchung von Vorcaros Beziehungen zu Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum aus. Vorcaro wurde im März festgenommen. Senator Ciro Nogueira wird verdächtigt, Schmiergelder angenommen zu haben, um die Bank zu begünstigen, während Flávio Bolsonaro, Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro und führender Oppositionskandidat für die Oktoberwahl, beschuldigt wird, zig Millionen Reais von der Bank für die Finanzierung eines Films über seinen Vater abgezweigt zu haben.

Hintergrund der Wiederwahl

Lula strebt im Oktober seine vierte nicht aufeinanderfolgende Amtszeit an, und die Razzia gegen den Senatsführer seiner Regierung bringt den Skandal seinem inneren Kreis näher. Flávio Bolsonaro nutzte die Operation aus und behauptete, die PT sei von der Bundespolizei „implodiert“ worden. Die Affäre zieht nun gleichermaßen Figuren von links und rechts in Mitleidenschaft und stellt ein tief polarisiertes politisches Umfeld auf die Probe.

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