BerichtStichwahl in Brasilien

Wahlen · Brasília, São Paulo und Rio de Janeiro

Lula gewinnt Brasiliens Stichwahl mit 51,79 Prozent – Flávio Bolsonaro erkennt Ergebnis nicht an

Lula hat am Sonntag, 25. Oktober, seine vierte Amtszeit als Präsident gewonnen und damit ein Defizit aus dem ersten Wahlgang umgedreht. Flávio Bolsonaro erklärte, die Abstimmung könne nicht anerkannt werden, und sein Anwaltsteam werde ihre Annullierung beantragen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NewsIT, H Kαθημερινή, Ειδήσεις und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brasília, São Paulo, Rio de Janeiro · Brasilien
Wie es dazu kam
  1. 25.10.Oberster Gerichtshof ordnet auf Antrag beider Kampagnen eine Verlängerung der Abstimmung um zwei Stunden an
  2. Auszählung bei 98,87 %Oberstes Wahlgericht erklärt Lulas Sieg für mathematisch gesichert
  3. Auszählung bei 99,99 %Lula liegt mit 4,2 Millionen Stimmen vorn
  4. Nach dem ErgebnisFlávio Bolsonaro erklärt, die Wahl könne nicht anerkannt werden

Eine knappe vierte Amtszeit für Lula

Luiz Inácio Lula da Silva wurde bei der am Sonntag, 25. Oktober, abgehaltenen Stichwahl zum vierten Mal zum Präsidenten Brasiliens gewählt. Er erhielt 51,79 Prozent der Stimmen, Flávio Bolsonaro kam auf 48,21 Prozent. Ausgezählt waren 64,25 Millionen Stimmen für Lula und 59,82 Millionen für Bolsonaro, während ein Bericht das Verhältnis mit 51,75 zu 48,25 Prozent angab. Bolsonaro hatte den ersten Wahlgang als Erster beendet – damit gewinnt erstmals seit der Rückkehr zur Demokratie ein Kandidat die Präsidentschaft in der Stichwahl, der nach dem ersten Wahlgang zurücklag. Die letzten Umfragen von Datafolha und Quaest hatten einen Vorsprung von einem Punkt gezeigt, innerhalb einer Fehlermarge von ±2 Prozent. Das Oberste Wahlgericht erklärte, der Sieg sei mathematisch gesichert gewesen, als 98,87 Prozent der Wahllokale ausgezählt waren.

Stimmen in der Stichwahl nach Kandidat, in MillionenMio. Stimmen
Luiz Inácio Lula da Silva
64.25 Mio. Stimmen
Flávio Bolsonaro
59.82 Mio. Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Abstimmung um zwei Stunden verlängert

Ein Richter am Obersten Gerichtshof verlängerte die Abstimmung am Sonntag um zwei Stunden, nachdem beide Kampagnen dies beantragt hatten. Das Lager von Lula erklärte, in mehreren Städten seien Busse aus dem Verkehr gezogen worden, was Wählerinnen und Wähler daran gehindert habe, ihre Wahllokale zu erreichen, insbesondere in Hochburgen im Nordosten. Auch aus Bundesstaaten wie São Paulo und Rio de Janeiro wurden Transportprobleme genannt. Der Antrag der Bolsonaro-Kampagne verwies auf schlechtes Wetter und starken Regen in mehreren Städten und forderte eine Verlängerung der Abstimmung bis 19 Uhr Ortszeit. Lula rief die Gerichte zum Handeln auf und sagte:

„Was wir wollen, ist einfach: ehrliche Wahlen, bei denen jeder das Recht hat zu wählen.“

Luiz Inácio Lula da Silva, Brasilianischer Präsident

Bolsonaro lehnt das Ergebnis ab

Flávio Bolsonaro, Senator und Sohn des früheren Präsidenten Bolsonaro, akzeptierte den Ausgang nicht. In Brasília sprach er von einem unerklärlichen Ergebnis.

„Es ist uns unmöglich, die Wahlen anzuerkennen.“

Flávio Bolsonaro, Senator und Kandidat in

Sein Anwaltsteam will die Wahl annullieren lassen, und er argumentierte, die Spielregeln seien geändert worden. Kern seiner Anfechtung ist die Entscheidung, die Abstimmung zu verlängern – obwohl beide Kampagnen diese Verlängerung förmlich beantragt hatten.

Feiern und Lulas erste Worte

Tausende Anhängerinnen und Anhänger von Lula strömten nach dem Ergebnis auf die Straßen, skandierten, schwenkten Fahnen und zündeten in São Paulo und Rio de Janeiro Feuerwerk. Lula zeigte sich lächelnd und erhob die Faust. In seinen ersten Worten, die er in São Paulo sagte, erklärte er, die Brasilianerinnen und Brasilianer seien zur Wahl gegangen, weil sie überzeugt gewesen seien, dass ihre Stimme für den Schutz der Demokratie zähle. Er äußerte Stolz auf seine Bilanz als gewählter Präsident:

„Ich empfinde enormen Stolz, denn ich bin der einzige Präsident der Republik ohne Hochschulabschluss, der in diesem Land viermal demokratisch gewählt wurde.“

Luiz Inácio Lula da Silva, Brasilianischer Präsident

Er sagte außerdem, er habe noch nie eine Wahl im ersten Durchgang gewonnen, aber auch noch nie eine im zweiten verloren – eine Bemerkung mit Blick auf seinen Einzug in die Stichwahl.

Wie es weitergeht

Lulas vierte Amtszeit läuft bis 2030, und die Stärke der Rechten bei den Kongresswahlen drei Wochen zuvor begrenzt seinen Handlungsspielraum. Weniger als zwei Wochen vor der Stichwahl billigte der Kongress eine Verfassungsänderung, die zwei Ruhetage pro Woche ohne Lohnkürzung garantiert. Lula hatte sie unterstützt, und sie dürfte seiner Kandidatur Schätzungen zufolge geholfen haben. Brasilien folgte nicht Argentinien, Chile und Kolumbien, wo Kandidaten antraten, die vom US-Präsidenten Donald Trump stark unterstützt wurden, und bleibt eine der wenigen progressiven Hochburgen in Lateinamerika. Unter den im Ausland wählenden Brasilianerinnen und Brasilianern gewann Bolsonaro die Auszählung für den amerikanischen Kontinent mit 62,65 Prozent der gültigen Stimmen, während Lula in den meisten europäischen Ländern vorne lag, darunter Portugal, Frankreich, Deutschland und Spanien.

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