Wahlen · São Paulo, Rio de Janeiro und Brasília
Lula gewinnt Stichwahl in Brasilien mit 51,79 Prozent – Flávio Bolsonaro erkennt Ergebnis nicht an
Lula hat Flávio Bolsonaro besiegt, nachdem er in der ersten Runde zurückgelegen hatte, und kam auf 51,79 Prozent der Stimmen. Die Bolsonaro-Kampagne erkennt das Ergebnis wegen der verlängerten Öffnungszeiten der Wahllokale nicht an, und Donald Trump hat das Resultat ohne Belege infrage gestellt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, eldiario.es, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Lula kam in der Stichwahl am Sonntag, 25. Oktober, auf 51,79 Prozent der Stimmen, Flávio Bolsonaro auf 48,21 Prozent – ein Vorsprung von mehr als vier Millionen Stimmen bei mehr als 158 Millionen Wahlberechtigten.
Flávio Bolsonaro kündigte an, die Annullierung der Wahl zu beantragen, und verwies auf Wahllokale, die zwei Stunden über die offizielle Schließung hinaus geöffnet blieben.
Am Montag, 26. Oktober, sagte Trump, die Wahl habe manipuliert gewirkt, und lieferte keine Belege; die Regierung Trump entschied sich, das Ergebnis nicht anzuerkennen.
Der 81-jährige Lula beginnt Anfang Januar seine vierte Amtszeit und regiert mit einem Kongress, der von der bolsonaristischen Rechten und den Centrão-Parteien dominiert wird.

- 24.10.Kundgebung auf der Avenida Paulista in São Paulo, zu der laut La Razón fast zwei Millionen Menschen kamen
- 25.10.Stichwahl: Lula gewinnt mit 51,79 zu 48,21 Prozent; das Bolsonaro-Lager erklärt, das Ergebnis nicht zu akzeptieren
- 25. Oktober, abendsAnhänger Lulas feiern in Rio de Janeiro, São Paulo und anderen Städten
- 26.10.Trump stellt das Ergebnis infrage und sagt ohne Belege, die Wahl habe manipuliert gewirkt
Ein Comeback in der Stichwahl
Luiz Inácio Lula da Silva hat am Sonntag, 25. Oktober, die Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien mit 51,79 Prozent der Stimmen gegen 48,21 Prozent für Flávio Bolsonaro gewonnen. Mehr als 158 Millionen Wahlberechtigte waren stimmberechtigt, Lulas Vorsprung betrug mehr als vier Millionen Stimmen. Flávio Bolsonaro hatte die erste Runde vorne abgeschlossen, damit ist Lula der erste Kandidat, der eine Niederlage im ersten Wahlgang noch in einen Sieg umdrehte. Die Zahl der Enthaltungen sank um zwei Punkte, und rund drei Millionen Menschen, die in der ersten Runde nicht gewählt hatten, gaben laut La Razón in der Stichwahl ihre Stimme ab. Der 81-jährige Lula beginnt Anfang Januar seine vierte Amtszeit.
- Lula
- 51.79 %
- Flávio Bolsonaro
- 48.21 %
Daten aus dem Artikeltext
Mobilisierung und Wahlkampf
Am Sonntagabend brachen in Rio de Janeiro, São Paulo und anderen Städten Feiern aus, junge Menschen füllten Straßen und Plätze. Lula hielt seine Siegesrede auf der Avenida Paulista in São Paulo, wo er die Massendemonstrationen junger Brasilianerinnen und Brasilianer und eine in den letzten drei Wochen geführte Social-Media-Kampagne als entscheidend bezeichnete. Den Kundgebungen vorausgegangen war eine Versammlung auf der Avenida Paulista am Samstag, 24. Oktober, zu der laut La Razón fast zwei Millionen Menschen kamen. Der Politikwissenschaftler Marco Antonio Carvalho Teixeira von der Fundação Getulio Vargas führte im Gespräch mit EL MUNDO in São Paulo den Umschwung auf eine Reihe von Fehlern im Lager Flávio Bolsonaros zurück, das in die Stichwahl gegangen sei, als hätte es bereits gewonnen. Er verwies zudem auf dessen aggressive Debattierweise, die moderate Wähler der Rechten abgestoßen habe, und darauf, dass die unterlegenen Kandidaten der ersten Runde ihm in der zweiten Runde kaum geholfen hätten.
Bolsonaro-Lager erkennt Ergebnis nicht an
Während die Anhänger Lulas feierten, erklärte die Bolsonaro-Kampagne, das Ergebnis nicht akzeptieren zu wollen. Sie verwies auf die Entscheidung der Wahlbehörden, die Wahllokale zwei Stunden über die offizielle Schließung hinaus geöffnet zu lassen – eine Änderung, die Berichte mit Transportproblemen in Verbindung bringen. Flávio Bolsonaro sagte, er werde nie erfahren, wie viele Stimmen er hätte gewinnen können, und kündigte an, die Annullierung der Wahl zu beantragen. Carvalho Teixeira bezifferte die Chancen auf eine Annullierung angesichts des Abstands auf null und sagte, die Liberale Partei (PL) der Bolsonaros habe die Verlängerung selbst beantragt; er nannte den Einspruch reines Theater für die Anhänger.
Trump und die Reaktionen in der Region
Donald Trump stellte das Ergebnis am Montag, 26. Oktober, infrage. Er sagte, er regiere Brasilien nicht und verstehe sich gut mit Lula, bezeichnete die verlängerte Stimmabgabe aber als seltsam; sie mache einen schrecklichen Eindruck, und die Wahl habe manipuliert gewirkt. Belege für diese Behauptungen lieferte er nicht, obwohl er nach der ersten Runde noch Brasiliens Wahlsystem im Gegensatz zum amerikanischen gelobt hatte. Die Regierung Trump, die eng mit der Familie Bolsonaro verbündet ist, entschied sich, das Ergebnis nicht anzuerkennen, nachdem sie zunächst eine Erklärung entworfen hatte. Mehrere lateinamerikanische Verbündete Flávio Bolsonaros erkannten Lulas Sieg laut La Razón dennoch an. Lula deutete die Kundgebung auf der Paulista als Verteidigung der Souveränität Brasiliens gegen Druck von außen – eine Anspielung auf Beschwerden über US-Einmischung in die Wahl.
Wie es weitergeht
Lula regiert mit einem Kongress, der von der bolsonaristischen Rechten und den Parteien des Centrão dominiert wird, einem Block klientelistischer Gruppierungen. Er sagte, er müsse nun für 215 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer regieren, auch für die, die seinen Rivalen unterstützt hätten. Flávio Bolsonaro scheidet im Februar aus dem Senat aus und verliert seine Sonderrechte; die Ermittlungen, in die er verwickelt ist, nehmen dann ihren normalen Lauf, so Carvalho Teixeira. Auf die Frage, ob Flávio seinem Bruder Eduardo Bolsonaro folgen könnte, der sich in den Vereinigten Staaten aufhält, schloss der Professor es nicht aus.
„Ich halte es nicht für unmöglich, und ich schließe es nicht aus.“
Carvalho Teixeira merkte an, Eduardo habe einen solchen Schritt bereits angedeutet, was die Frage eines Weggangs Flávios aus Brasilien mehr als theoretisch mache.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaVanguardiaBolsonaro erkennt den historischen Sieg von Lula bei der Präsidentschaftswahl weiterhin nicht anBolsonaro sigue sin reconocer la histórica victoria de Lula en las presidenciales · Original auf Spanisch
- eldiario.esTrump schürt ohne Beweise das Gespenst des Betrugs in Brasilien und zweifelt an Lulas Triumph: „Es kam mir wie eine weitere manipulierte Wahl vor“Trump agita el fantasma del fraude en Brasil sin pruebas y pone en duda el triunfo de Lula: "Me pareció otra elección amañada" · Original auf Spanisch
- LaSextaPedro Rodríguez über die Wahlen in Brasilien: „Man sollte niemals die Fähigkeit von Politikern unterschätzen, sich selbst ins Bein zu schießen“Pedro Rodríguez, sobre las elecciones en Brasil: "Nunca hay que subestimar la capacidad de los políticos para pegarse un tiro en el pie" · Original auf Spanisch
- LaSextaWer ist Lula da Silva? Vom Schulabbruch mit 14 Jahren bis zum Protagonisten eines historischen Comebacks in Brasilien¿Quién es Lula da Silva? De abandonar sus estudios a los 14 a protagonizar una remontada histórica en Brasil · Original auf Spanisch
- Luiz Inácio Lula da Silva
- Brasilianischer Präsident und Kandidat der Arbeiterpartei, der die Stichwahl mit 51,79 Prozent der Stimmen gewann
- Flávio Bolsonaro
- Rechter Kandidat, der die erste Runde vorne abschloss, die Stichwahl aber verlor und nun die Annullierung anstrebt
- Eduardo Bolsonaro
- Bruder von Flávio Bolsonaro, der Berichten zufolge in den Vereinigten Staaten lebt
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der das brasilianische Ergebnis ohne Belege infrage stellte
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