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Fußball·vor 8 Std.

Lukakus sofortiger Einfluss nach Einwechslung rettet Belgien ein 1:1-Unentschieden gegen Ägypten bei der WM

Romelu Lukaku wurde in der 66. Minute eingewechselt und erzwang unmittelbar darauf ein Eigentor, wodurch Belgien zum Auftakt der Gruppe G bei der Weltmeisterschaft 2026 in Seattle ein 1:1-Unentschieden gegen ein spielfreudiges Ägypten rettete.

Ägypten nutzt frühen Vorteil

An einem schwülen Abend in Seattle, bei Temperaturen um die 30 °C und vor 66.775 Zuschauern, setzte Ägypten alles daran, Belgiens Favoritenrolle in Gruppe G zu stören. Sie benötigten dafür nur 19 Minuten. Mohamed Salah, der seinen 34. Geburtstag feierte, leitete einen Spielzug über die rechte Seite ein und bediente Emam Ashour. Der Mittelfeldspieler von Al-Ahly, der sein 30. Länderspiel bestritt, nahm den Ball an und schoss flach, wobei der Ball unter dem Bein von Thomas Meunier hindurch und an Thibaut Courtois vorbei ins Netz glitt. Das Stadion bebte, als die Fans den ersten historischen WM-Sieg der Pharaonen witterten.

Belgien findet schwer in den Rhythmus

Belgien kontrollierte zwar den Ballbesitz, agierte im Angriff jedoch unkoordiniert. Jérémy Doku wurde eng bewacht und oft gedoppelt, während Leandro Trossard wiederholt den Ball verlor. Die beste Chance der Roten Teufel in der ersten Halbzeit resultierte aus einem Distanzschuss von Kevin De Bruyne, der von Charles De Ketelaere abgefälscht wurde, aber knapp am Tor vorbeiging. Ägypten hätte die Führung kurz vor der Pause fast ausgebaut, als ein Missverständnis in der belgischen Abwehr Muhannad Lashin eine freie Schussbahn ermöglichte, er die Chance jedoch vergab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zwang ein Schuss von Mostafa Zico den Torhüter Courtois zu einer Glanzparade. Zur Pause führte Ägypten verdient mit 1:0.

Nach dem Seitenwechsel drängte Belgien mit mehr Nachdruck. Ein Freistoß von De Bruyne in der 53. Minute knallte an den Pfosten – die bis dahin größte Chance zum Ausgleich. Ägypten antwortete fast im Gegenzug, als Ashour eine gute Gelegenheit nach einem Abpraller ausließ. Das Muster blieb bestehen: Belgien drückte, Ägypten blieb bei Kontern gefährlich.

Lukaku wendet das Blatt

Die Partie kippte in der 66. Minute, als Belgiens Trainer Rudi Garcia Romelu Lukaku einwechselte. Der Stürmer von Chelsea hatte aufgrund einer Oberschenkelverletzung in der gesamten Saison nur 40 Minuten Vereinsfußball absolviert. Garcia hatte zuvor eingeräumt, dass der Stürmer

nicht in Form

sei, doch seine Einwechslung veränderte die Dynamik. Sekunden später schlug Thomas Meunier eine flache Flanke in den Strafraum, Lukaku setzte sich durch und der ägyptische Verteidiger Mohamed Hany beförderte den Ball unter Druck ins eigene Netz. Es stand 1:1 und Belgien hatte einen wichtigen Punkt gerettet. Das Eigentor verhinderte, dass Lukaku alleiniger belgischer WM-Rekordtorschütze wurde; er liegt weiterhin gleichauf mit Marc Wilmots bei fünf Treffern. Salah, der bei 67 Länderspieltoren steht, verpasste es, den Rekord von Trainer Hossam Hassan einzustellen.

Wichtige Spielereignisse
  1. 19' — Emam Ashour bringt Ägypten mit einem flachen Schuss von außerhalb des Strafraums nach Vorlage von Mohamed Salah in Führung.
  2. 45+5' — Muhannad Lashin vergibt nach einem Missverständnis in der belgischen Abwehr eine Großchance auf ein leeres Tor.
  3. 53' — Kevin De Bruynes Freistoß trifft für Belgien den Pfosten.
  4. 66' — Romelu Lukaku wird eingewechselt; Sekunden später erzwingt eine Flanke von Thomas Meunier ein Eigentor durch Mohamed Hany.

Beide Seiten drängten in den Schlussminuten auf den Siegtreffer. Ein Kopfball von Brandon Mechele verfehlte das Ziel, und die schnellen Gegenstöße Ägyptens blieben für Courtois gefährlich. Doch das Spiel endete unentschieden, und beide Teams mussten den vergebenen Chancen nachtrauern.

Gruppe G völlig offen

Das Unentschieden lässt Belgien und Ägypten mit jeweils einem Punkt zurück, während sie auf das Ergebnis der Partie zwischen dem Iran und Neuseeland am Dienstag warten. Bei Ägypten blieb die Enttäuschung über eine weitere verpasste Chance auf den ersten WM-Sieg, während Belgien über eine Leistung nachdachte, die erst durch den sofortigen Einfluss eines Einwechselspielers eine Niederlage abwenden konnte.

Seattle

6 Quellen

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