
Louvre-Präsident sagt dem Senat, das Museum sei „am Ende seiner Kräfte“ und benötige nach Juwelenraub über eine Milliarde Euro für Renovierung
Louvre-Präsident Christophe Leribault räumte am Mittwoch ein, dass das meistbesuchte Museum der Welt „am Ende seiner Kräfte“ sei – seine alternde Infrastruktur und knappen Budgets seien durch den Juwelenraub im Oktober schonungslos offengelegt worden.
Ein Riese am Anschlag
Mit neun Millionen Besuchern pro Jahr ist der Louvre das meistbesuchte Museum der Welt, doch sein neuer Präsident sagt, die Einrichtung sei an einem Wendepunkt. Vor einem Ausschuss des französischen Senats am 17. Juni 2026 beschrieb Christophe Leribault ein Gebäude, dessen Systeme nach jahrzehntelangen Unterinvestitionen versagen. Mehr als 10.000 griechische Vasen müssen allein umgelagert werden, um strukturelle Reparaturen an einem Flügel zu ermöglichen, und eine Anhäufung dringender Bauarbeiten steht nun vor dem Museum.
Wir können es klar sagen: Trotz seiner imposanten Erhabenheit, trotz des täglichen Engagements seiner Teams ist es ein Louvre, der am Ende seiner Kräfte ist. Seine Ausstattung und Infrastruktur erreichen das Ende ihres Lebenszyklus.
Der Raub, der alles veränderte
Am 19. Oktober 2025 legte ein dreister Tagesraub von Kronjuwelen tiefgreifende Sicherheitslücken offen. Die gestohlenen kaiserlichen Juwelen wurden auf schätzungsweise 100 Millionen Dollar taxiert, und der peinliche Vorfall führte zum Rücktritt des vorherigen Direktors. Leribault, ein auf das 18. Jahrhundert spezialisierter Kunsthistoriker, übernahm im Februar 2026 mit dem Auftrag, die Schwachstellen zu beheben.
Louvre Nouvelle Renaissance
Die Antwort des Museums ist ein kolossales Renovierungsprojekt mit dem Namen Louvre Nouvelle Renaissance, das mit über einer Milliarde Euro zu Buche schlägt. Leribault nannte es „eine absolute Notwendigkeit“. Der Plan umfasst nicht nur die Sicherheit, sondern auch alternde Galerien, Klimatisierung und Besucherdienste. Zusätzliche finanzielle Schläge kamen von wiederholten Streiks, einem Ticketbetrugsschema, das das Museum möglicherweise zehn Millionen Euro (11,7 Millionen Dollar) gekostet hat, einem Wasserleck und anderen Instandhaltungsrückständen.
Sicherheitsumbau
Notfallmaßnahmen sind bereits in Kraft. Einige zusätzliche Kameras wurden installiert, „an absolut kritischen Stellen, an denen Mängel festgestellt wurden“, so Leribault, betonte aber: „Wir können kein völlig neues Netzwerk mit Hunderten von Kameras schaffen, ohne das technische Rückgrat zu stärken.“ Ein neues Sicherheitsleitsystem wird im Oktober 2026 in Betrieb gehen, und ein neues Videoüberwachungssystem für den gesamten Museumsumfang wird im Januar 2027 an den Start gehen.
Wir installieren natürlich dringend ein paar zusätzliche Kameras an absolut kritischen Stellen, an denen Mängel festgestellt wurden, aber wir können kein völlig neues Netzwerk mit Hunderten von Kameras schaffen, ohne das technische Rückgrat zu stärken.
- Tagesraub von Kronjuwelen legt schwere Sicherheitslücken offen
- Christophe Leribault übernimmt als Louvre-Präsident
- Leribault sagt dem Senat, das Museum sei 'am Ende seiner Kräfte'
- Neues Sicherheitsleitsystem soll eröffnen
- Neues Videoüberwachungssystem für den gesamten Umfang geht in Betrieb


