
Luigia Fortunato, 33, in Loreto erstochen; Ex-Partner nach Geständnis gegenüber Nachbarn festgenommen
Ein 35-jähriger Mann wurde festgenommen, nachdem er seine ehemalige Partnerin Luigia Fortunato in ihrer Wohnung in Loreto bei Ancona erstochen haben soll. Nachbarn riefen die Polizei, nachdem sie ihn blutüberströmt auf der Straße umherirren sahen.
Was geschah
Am Abend des 9. Juli 2026, gegen 22:30 Uhr, bemerkten Anwohner der Via Bramante in Loreto, Provinz Ancona, einen Mann, der blutüberströmt auf der Straße taumelte. Er habe Passanten erzählt, er habe gerade seine Ex-Partnerin getötet. Mehrere Nachbarn wählten die einheitliche Notrufnummer 112, was einen schnellen Polizei- und Rettungseinsatz auslöste.
Als die Carabinieri eintrafen, stoppten sie den 35-Jährigen, der keinen Widerstand leistete, und brachten ihn zur Kaserne nach Porto Recanati (Macerata). In der Zwischenzeit erreichten ein Krankenwagen des Loreto-Roten Kreuzes und ein Notarztwagen aus Recanati die Wohnung im fünften Stock der Via Bramante 194. Dort fanden sie das Opfer, Luigia Fortunato, 33, im Flur liegend mit mehreren Stichwunden und starkem Blutverlust. Wiederbelebungsversuche scheiterten; der Rettungsdienst stellte den Tod am Tatort fest.
- Nachbarn sehen einen blutüberströmten Mann, der auf der Via Bramante umherirrt und sagt, er habe seine Ex-Partnerin getötet; mehrere Anrufe bei 112.
- Carabinieri treffen ein, stoppen den Verdächtigen und bringen ihn zur Kaserne nach Porto Recanati. Rettungskräfte (Rotes Kreuz und Notarztwagen aus Recanati) betreten die Wohnung im fünften Stock.
- Luigia Fortunato, 33, mit mehreren Stichwunden aufgefunden; Wiederbelebungsversuche scheitern, sie wird für tot erklärt.
- Die Mutter des Opfers trifft ein und stellt den Verdächtigen zur Rede, während er in Gewahrsam genommen wird, und schreit ihm Vorwürfe entgegen.
Der Tatverdächtige
Nach ersten Angaben handelt es sich bei dem Angreifer um einen 35-jährigen Mann nordafrikanischer Herkunft. Er war seit einiger Zeit von Fortunato getrennt, hatte aber auf eine Versöhnung gedrängt und vor allem darauf, dass sie ihm das Sorgerecht für ihr Kind überlässt. Die Beziehung des Paares galt als problematisch, und die Trennung war umstritten wegen des Kindes, das sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in der Wohnung aufhielt.
Die Tatwaffe war ein Messer, wobei unklar ist, ob es aus der Küche stammte oder der Mann es mitgebracht hatte. Nach der Tat ging er hinunter auf die Straße, offenbar im Schockzustand, noch immer mit blutdurchtränkter Kleidung. Zeugen dachten zunächst, er sei selbst angegriffen worden, bevor er gestand, was er getan hatte.
Opfer und Kind
Luigia Fortunato stammte ursprünglich aus Cerignola, lebte aber seit Jahren in Loreto. Sie war Mutter eines kleinen Jungen, den sie mit dem Ex-Partner hatte. Zum Zeitpunkt des Mordes war das Kind nicht in der Wohnung. Nachbarn kannten sie als Mutter und als Frau, die ihrem Ex-Partner in vielerlei Hinsicht geholfen hatte, so die Aussagen ihrer Familie.
Du hast unser Leben ruiniert. Du hast mir alles genommen, sogar meine Tochter. Sie hat dir mit allem geholfen.
Ihre Mutter traf kurz nach der Tat am Tatort ein und stellte den Tatverdächtigen zur Rede, als dieser festgenommen wurde. Ihre auf der Straße gerufenen Worte drückten Verzweiflung und Wut über den Verlust einer Tochter aus, die den Mann unterstützt hatte, der nun beschuldigt wird, sie getötet zu haben.
Was als Nächstes passiert
Der Verdächtige wurde in die Kaserne von Porto Recanati gebracht, wo er in der vergangenen Nacht formell vernommen wurde. Sein Name wurde nicht öffentlich genannt. Die Polizei versucht weiterhin, den genauen Ablauf der Ereignisse in der Wohnung zu rekonstruieren und zu klären, ob die Tat vorsätzlich oder der Höhepunkt einer plötzlichen Eskalation war. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache und den Todeszeitpunkt feststellen. Die Ermittlungen laufen, und dem Mann wird vorsätzlicher Totschlag vorgeworfen.

