Feliciano López verklagt Ex-Frau Alba Carrillo wegen jahrelanger öffentlicher Äußerungen
Der ehemalige Tennisspieler Feliciano López hat in Madrid eine Verleumdungs- und Persönlichkeitsklage gegen seine Ex-Frau Alba Carrillo eingereicht und fordert eine öffentliche Schweigeverpflichtung statt einer finanziellen Entschädigung.
Klage wegen jahrelanger öffentlicher Äußerungen eingereicht
Der ehemalige spanische Tennisspieler Feliciano López hat Klage gegen seine Ex-Frau, die Fernsehmoderatorin und Model Alba Carrillo, eingereicht und wirft ihr den rechtswidrigen Eingriff in sein Recht auf Ehre und Privatsphäre vor. Die im August 2026 bei einem Gericht in Pozuelo de Alarcón eingereichte Klage wurde kürzlich zur gerichtlichen Bearbeitung zugelassen. López wies sein Anwaltsteam an, öffentliche Aussagen, Interviews und Fernsehauftritte von Carrillo aus den vergangenen zehn Jahren zusammenzutragen. Ein früherer Versuch, im Jahr 2017 ein Verfahren einzuleiten, wurde zurückgestellt, während seine Anwälte eine umfangreichere Sammlung von Carrillos Medienäußerungen zusammenstellten.
- Feliciano López und Alba Carrillo beginnen ihre Beziehung
- López und Carrillo heiraten in Spanien
- Das Paar trennt sich nach elf Monaten Ehe
- López erwägt rechtliche Schritte, entscheidet sich dann aber, Medienäußerungen zu sammeln
- López reicht in Pozuelo de Alarcón eine Verleumdungs- und Persönlichkeitsklage ein
- Das Gericht lässt die Klage zur gerichtlichen Bearbeitung zu
Motive und geforderte Rechtsmittel
Die Klage verlangt keine finanzielle Entschädigung und keine Schadensersatzzahlungen. Nach Angaben, die in der Fernsehsendung Y ahora Sonsoles geteilt wurden, zielt die Klage ausschließlich darauf ab, eine Anordnung zu erwirken, die es Carrillo untersagt, über López zu sprechen oder ihn in öffentlichen Medien zu erwähnen. López möchte zudem seine aktuelle Ehefrau, das Model Sandra Gago, und ihre beiden Söhne, den fünfjährigen Darío und den zweijährigen Marco, vor weiteren Medienkommentaren schützen. Die Fernsehmitarbeiterin Pilar Vidal bestätigte in einer Sendung auf Antena 3 den nicht-monetären Charakter der Klageschrift.
Er hat kein finanzielles Interesse, das Einzige, was er will, ist, dass sie schweigt, dass sie nie wieder über ihn spricht.
Die Fernsehmitarbeiterin Tamara Gorro berichtete ebenfalls, direkt mit López gesprochen zu haben, der erklärte, er vertraue voll und ganz auf das Rechtssystem und werde das Gerichtsurteil abwarten.
Vorgeschichte des Streits
Der juristische Zusammenstoß folgt auf ein Jahrzehnt der Spannungen, die bis in die kurze Ehe des Paares zurückreichen. López und Carrillo begannen ihre Beziehung im Jahr 2013 und heirateten im Juli 2015. Die Ehe endete elf Monate später, im Mai 2016, woraufhin Carrillo in wiederholten Fernsehauftritten Vorwürfe wegen Untreue und persönlichen Verhaltens schilderte. In den folgenden Jahren verwendete Carrillo in Bezug auf López im Fernsehen Begriffe wie "papanatas", "patético" und "infiel". Ihre öffentlichen Kommentare erstreckten sich auch auf López' Eltern, einschließlich Behauptungen über die Beteiligung seiner Mutter an seinen Affären.
Reaktionen von Carrillo und ihrer Familie
Carrillo äußerte sich gegenüber dem Magazin Semana zu der Klage und erklärte, sie habe noch keine formelle Benachrichtigung vom Gericht erhalten. Die Verfahrensverzögerung ergibt sich aus den Regeln zur örtlichen Zuständigkeit, da die Klage in Pozuelo de Alarcón eingereicht wurde, wo López gemeldet ist, während Carrillo in einem anderen Verwaltungsbezirk von Madrid wohnt. Carrillo gab an, sie bleibe angesichts der Entwicklung gelassen.
Nach dem, was sie gestern gesagt haben, ist nichts bei mir angekommen; wenn es ankommen muss, wird es ankommen.
Carrillos Mutter, Lucía Pariente, erfuhr durch Fernsehsendungen von dem Verfahren und lehnte es ab, sich an einer öffentlichen Debatte zu beteiligen. Pariente erklärte, sie wolle sich auf ihre Rolle als Großmutter konzentrieren, und stellte klar, dass Carrillos jüngste Abwesenheit von ihrer Sendung El sótano club auf eine saisonale Erkältung und nicht auf juristischen Druck zurückzuführen sei. Der Fall wartet nun auf die Terminierung durch das Gericht.


