Regierung · Madrid
Minister Óscar López sagt, „es gibt Richter, die Rechtsbeugung begehen“ bei Ehrung des verurteilten Ex-Generalstaatsanwalts; PP bezeichnet Äußerung als „bedauerlich“
Spaniens Minister für digitale Transformation Óscar López hat mit der Aussage, „es gibt Richter, die Rechtsbeugung begehen“, bei einer Veranstaltung zu Ehren des kürzlich verurteilten Ex-Generalstaatsanwalts für Kontroversen gesorgt. Die oppositionelle Volkspartei bezeichnete seine Äußerungen als „bedauerlich“ und forderte ihn auf, eine formelle Beschwerde einzureichen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, 20 minutos, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Óscar López sagte bei einer Veranstaltung von „Público“, dass „es Richter gibt, die Rechtsbeugung begehen“ und bezog sich dabei direkt auf die Verurteilung des ehemaligen Generalstaatsanwalts Álvaro García Ortiz durch den Obersten Gerichtshof.
Die PP-Sprecherin Ester Muñoz nannte die Äußerungen „bedauerlich“ und bestand darauf, dass López sie anzeigen müsse, wenn er glaube, dass Richter Rechtsbeugung begingen, da es sich um ein schweres Verbrechen handele.
Der PSOE-Fraktionssprecher Patxi López wiederholte den Vorwurf der „Rechtsbeugung“ nicht, sondern wies auf „ungerechtfertigte Geschwindigkeiten“ und „unverständliche Urteile“ der Gerichte hin.
Die Äußerungen fügen sich in ein breiteres Muster der Sánchez-Regierung ein, die Justiz in Frage zu stellen – von der Verteidigung zur aktiven Kritik im Angesicht mehrerer Korruptionsermittlungen.
- 10.06.Minister Óscar López sagt bei einer Veranstaltung zu Ehren des ehemaligen Generalstaatsanwalts Álvaro García Ortiz: „Es gibt Richter, die Rechtsbeugung begehen“.
- 11.06.PP-Sprecherin Ester Muñoz bezeichnet López‘ Äußerungen als „bedauerlich“ und fordert ihn auf, jedes angebliche Verbrechen anzuzeigen.
- 11.06.PSOE-Fraktionssprecher Patxi López stellt Verfahrensgeschwindigkeiten in Frage, vermeidet aber den Begriff „Rechtsbeugung“.
Äußerungen bei einer Veranstaltung der Zeitung „Público“
Der spanische Minister für digitale Transformation und öffentlichen Dienst, Óscar López, äußerte sich am Mittwochabend bei einer Veranstaltung der Zeitung „Público“, bei der der ehemalige Generalstaatsanwalt Álvaro García Ortiz einen Preis erhielt. López sagte, „es gibt Richter, die Rechtsbeugung begehen, nicht alle“ und fügte hinzu: „und wenn nicht sie, dann jemand aus ihrem Umfeld“ – in Anspielung auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs, das García Ortiz wegen Geheimnisverrats im Zusammenhang mit dem Partner der Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso verurteilte.
„Es gibt Richter, die Rechtsbeugung begehen, nicht alle.“
López betonte, dass „die Justiz nicht regiert“ und unterstrich, dass „die Regierung regiert“ – er hob die Gewaltenteilung hervor, warnte aber auch, dass die Exekutive sich nicht von denen überrollen lassen werde, „die alles vermischen, um Verwirrung zu stiften“. Er verteidigte zudem sein Recht, sogenannte „ungerechte Urteile“ zu kritisieren, während er betonte, dass „die überwältigende Mehrheit der Richter eine außergewöhnliche Arbeit leistet“.
PP bezeichnet Äußerungen als „bedauerlich“ und fordert Anzeige
Die parlamentarische Geschäftsführerin der PP, Ester Muñoz, reagierte am Donnerstag scharf und nannte López‘ Worte „bedauerlich“. Sie argumentierte, wenn ein Minister glaube, dass Richter Rechtsbeugung begingen, müsse er dies anzeigen, denn es handele sich um „ein sehr schweres Verbrechen“. Muñoz brachte die Rhetorik mit dem in Verbindung, was ihre Partei als ein „Vorwärtsrennen“ der Regierung angesichts von Korruptionsvorwürfen sieht, und wies darauf hin, dass Verkehrsminister Óscar Puente kürzlich von einem „Versuch, die Regierung zu stürzen“ mit „undemokratischen Methoden“ gesprochen hatte.
„Wenn er glaubt, dass es Richter gibt, die Rechtsbeugung begehen, muss er dies anzeigen, denn es ist ein sehr schweres Verbrechen.“
Muñoz erklärte zudem, sie habe den Vizepräsidenten und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo am Mittwoch im Kongress gefragt, ob die Regierung von „Lawfare“ oder einem „juristischen Staatsstreich“ ausgehe, und er habe nicht geantwortet.
PSOE distanziert sich vom Begriff „Rechtsbeugung“, hinterfragt aber Gerichte
Der Parlamentarische Geschäftsführer der PSOE, Patxi López, unterstützte die Behauptung seines Namensvetters zur Rechtsbeugung nicht explizit. Stattdessen stellte er die Funktionsweise der Justiz allgemein in Frage und verwies auf „Verfahren, die mit Zeitungsausschnitten eröffnet wurden“, „ungerechtfertigte unterschiedliche Geschwindigkeiten“ bei der Bearbeitung und „unverständliche Urteile“. Er betonte, es handele sich um „Worte von Óscar López“ und überlasse es „jedem selbst, zu urteilen“.
„Es gibt Tatsachen, die zeigen, dass Verfahren mit Zeitungsausschnitten eröffnet wurden; ungerechtfertigte unterschiedliche Geschwindigkeiten und unverständliche Urteile.“
Ein weiterer sozialistischer Abgeordneter, José Zaragoza, verteidigte das Recht, gerichtliche Handlungen zu kritisieren, und bestand darauf, dass Politiker nicht als Richter agieren sollten. Er argumentierte, dass „wenn man nicht teilt, was das Justizsystem tut, man seine Handlungen kommentieren kann“, und stellte fest, dass sich Gerichtsverfahren in letzter Zeit mehr in den Medien als in den Gerichtssälen abzuspielen schienen.
Strategie angesichts der juristischen Front
La Razón und andere Medien ordnen das Eingreifen des Ministers als Teil einer eskalierenden Regierungsoffensive gegen die Justiz ein, die von der Verteidigung zur Infragestellung der Richter selbst übergeht. Der Hintergrund umfasst mehrere gerichtliche Ermittlungen gegen die PSOE und die „Cloacas“-Affäre; die Veranstaltung ehrte eine vom Obersten Gerichtshof verurteilte Person – all dies wird von den Oppositionsparteien als Versuch dargestellt, die Gerichte zu diskreditieren, während die Exekutive unter rechtlichem Druck steht.
López selbst sagte, er habe keine konkreten Richter genannt, und fügte hinzu: „Weder sind alle Politiker korrupt, noch sind alle Urteile gerecht.“ Am Donnerstag bekräftigte er auf einem Digital-Talent-Forum in Madrid sein Recht auf freie Meinungsäußerung und sagte, er werde weiterhin Urteile kritisieren, die er für ungerecht halte.
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Quellen und Kontext
- europa pressÓscar López reivindica su libertad de opinión ante sentencias de...
- 20 minutosEl PP censura que el Gobierno acuse a los jueces de buscar un "golpe de Estado" tras las acusaciones de Óscar López de prevaricación
- europa pressEl PP ve lamentables las palabras del ministro Óscar López: "Si cree...
- EL MUNDOPatxi López siembra dudas sobre los jueces: "Hay velocidades injustificadas y sentencias incomprensibles"
- Óscar López
- Minister für digitale Transformation und öffentlichen Dienst, der Richtern Rechtsbeugung vorwarf.
- Patxi López
- PSOE-Fraktionssprecher, der Verfahrensgeschwindigkeiten und Urteile der Gerichte in Frage stellte.
- Ester Muñoz
- PP-Fraktionssprecherin, die López' Äußerungen als „bedauerlich“ bezeichnete.
- Álvaro García Ortiz
- Ehemaliger Generalstaatsanwalt Spaniens, kürzlich wegen Geheimnisverrats verurteilt.
- Isabel Díaz Ayuso
- Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, deren Partner in den Fall García Ortiz verwickelt war.
- Alberto González Amador
- Partner von Isabel Díaz Ayuso, erwähnt im Urteil gegen García Ortiz.
- Óscar Puente
- Verkehrsminister, der zuvor von einem „Versuch, die Regierung zu stürzen“ sprach.
- José Zaragoza
- PSC-Koordinator im Kongress, der das Recht verteidigte, gerichtliche Handlungen zu kritisieren.
- Carlos Cuerpo
- Vizepräsident und Wirtschaftsminister, der eine PP-Frage zu einem juristischen Staatsstreich nicht beantwortete.
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