Diplomatie · New York City und Jerusalem
Netanyahu beschuldigt New Yorker Bürgermeister Mamdani der 'Hetze' nach Festnahmeaufforderung und plant UN-Besuch
Premierminister Benjamin Netanyahu beschuldigte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani in einem Fox-News-Interview am Sonntag der 'Hetze' und brachte dessen Forderung nach seiner Festnahme aufgrund eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs mit dem Messerangriff auf einen jüdischen Mann an der Upper West Side zwei Tage zuvor in Verbindung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, The Guardian, The Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
In einem Interview am 26. Juli in der Sendung 'Sunday Morning Futures' brachte Netanyahu Mamdanis Video, in dem er ihn einen Kriegsverbrecher nannte, mit dem Messerangriff auf einen jüdischen Mann an der Upper West Side am 23. Juli in Verbindung.
Der 51-jährige Raul Morales wurde am 24. Juli wegen zweifachen versuchten Mordes als Hassverbrechen angeklagt, nachdem er den 57-jährigen Chok Sung und den 50-jährigen Moshe Yezhak Grunhaus erstochen hatte, während er 'Allahu akbar' rief. Beide Opfer überlebten.
Netanyahu sagte, er beabsichtige, vor der UN-Generalversammlung in New York zu sprechen, und wies den ICC-Haftbefehl als 'haltlos' zurück, nachdem der Chefankläger des Gerichts am 24. Juli wegen Vorwürfen von Fehlverhalten von seinem Posten entfernt worden war.
Eine AP-NORC-Umfrage unter mehr als 1.000 jüdischen Erwachsenen ergab, dass 44% Mamdani positiv sehen gegenüber rund 33% für Netanyahu, während 30% glauben, dass Israel in Gaza einen Völkermord begangen hat.
- 24.07.Raul Morales wegen versuchten Mordes als Hassverbrechen angeklagt; ICC-Chefankläger wegen Fehlverhaltens von Posten entfernt
- 25.07.Mamdani sagt der New York Post, er sei entschlossen, Antisemitismus in der ganzen Stadt entgegenzuwirken
- 26.07.Netanyahu tritt bei Fox News auf, beschuldigt Mamdani der 'Hetze' und bringt Video mit dem Messerangriff in Verbindung
Netanyahus Fox-News-Auftritt
Am Sonntag trat Premierminister Benjamin Netanyahu in der Fox-News-Sendung "Sunday Morning Futures" auf und beschuldigte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani der "Hetze", nachdem dieser ein Video veröffentlicht hatte, in dem er ihn einen "Kriegsverbrecher" nannte und die Bundesregierung aufforderte, ihn aufgrund eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs zu verhaften. Netanyahu sagte, er spreche mit jüdischen Amerikanern in New York und sie hätten "jetzt Angst."
„Er hetzt. Er soll der Bürgermeister aller New Yorker sein, Juden, Christen, Muslime, alle. Aber er versucht, eine Gruppe gegen die andere aufzubringen.“
Netanyahu brachte Mamdanis Video direkt mit einem Messerangriff in Verbindung, der zwei Tage später an der Upper West Side stattfand, und sagte, er halte es nicht für "zufällig", dass ein jüdischer Mann erstochen wurde, nachdem der Bürgermeister das veröffentlicht hatte, was Netanyahu als "Hassrede gegen Israel und gegen mich" bezeichnete. Er beschuldigte Mamdani außerdem, die Hamas-Angriffe vom 7. Oktober "gefeiert" zu haben, eine Behauptung, die mehrere Medien als unbegründet bezeichneten, und sagte, Mamdani "unterstütze die Hamas-Mörder."
Die Messerangriffe an der Upper West Side
Am Donnerstagnachmittag griff ein Mann zwei Personen im Viertel Upper West Side in Manhattan an. Der Angreifer stach zunächst dem 57-jährigen Chok Sung, einem asiatischen Mann, mit einem Messer in den Rücken und stach dann dem 50-jährigen Moshe Yezhak Grunhaus, der eine jüdische religiöse Feier mit einer Kippa verließ, mit einem Schraubenzieher in die Brust. Der Angreifer rief während beider Angriffe "Allahu akbar." Beide Opfer überlebten die Messerangriffe.
Die Polizei verhaftete den 51-jährigen Raul Morales und klagte ihn am Freitag wegen zweifachen versuchten Mordes als Hassverbrechen an. Polizeichefin Jessica Tisch sagte, die Ermittler untersuchten noch das Motiv. Morales habe keine dokumentierte Vorgeschichte psychischer Probleme bei der Behörde, fügte Tisch hinzu, obwohl sein Geisteszustand eine Rolle bei den Angriffen gespielt haben könnte.
ICC-Haftbefehl und der UN-Besuch
Der Streit dreht sich um einen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs aus dem Jahr 2024 gegen Netanyahu und den ehemaligen israelischen Verteidigungsminister Yoav Gallant wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Gaza nach den Hamas-Angriffen auf Israel am 7. Oktober 2023. Der Krieg in Gaza weitete sich daraufhin aus: Israel schloss sich den USA an, um am 28. Februar einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, bevor es als Reaktion auf Beschuss der Hisbollah eine Bodeninvasion im Süden Libanons startete.
Mamdani veröffentlichte am Dienstag ein Video, in dem er Netanyahu einen "Kriegsverbrecher" nannte, der in New York City "nicht willkommen" sei, und räumte gleichzeitig ein, dass die Stadt keine eigenständige rechtliche Befugnis zur Vollstreckung des Haftbefehls habe. Er forderte die Bundesregierung auf, dies zu tun, wenn Netanyahu im September zur UN-Generalversammlung reise. Während seines Wahlkampfs 2025 hatte Mamdani gesagt, er werde versuchen, die New Yorker Polizei anzuweisen, den ICC-Haftbefehl zu vollstrecken.
„Ich beabsichtige zu kommen und die Wahrheit zu sagen, für Israel und für das israelisch-amerikanische Bündnis zu sprechen, vom Podium der Vereinten Nationen.“
Netanyahu wies die ICC-Anklagen im Sonntagsinterview als "haltlos" zurück und verwies auf Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen den Chefankläger des Gerichts, der am Freitag von seinem Posten entfernt worden war. Er sagte auch, er sei besorgt, dass die einst parteiübergreifende politische Unterstützung für Israel in den USA gefährdet sei, insbesondere da progressive und linke Demokraten, die er als "Mamdani-Flügel der Partei" bezeichnete, vom traditionellen Konsens abgewichen seien.
Umfragen und öffentliche Meinung
Eine Umfrage vom Juni unter mehr als 1.000 jüdischen Erwachsenen in den USA des Associated Press-NORC Centre for Public Affairs Research ergab, dass etwa 44 Prozent Mamdani eher oder sehr positiv sahen, während 39 Prozent ihn eher oder sehr negativ sahen. Im Gegensatz dazu hatten etwa ein Drittel eine positive Meinung von Netanyahu, während etwa sechs von zehn eine negative Meinung hatten, darunter 42 Prozent mit einer sehr negativen Meinung. Dieselbe Umfrage ergab, dass 30 Prozent der jüdischen Erwachsenen glauben, dass Israel in Gaza einen Völkermord begangen hat.
- Mamdani - Positiv
- 44 %
- Mamdani - Negativ
- 39 %
- Netanyahu - Positiv
- 33 %
- Netanyahu - Negativ
- 60 %
Daten aus dem Artikeltext
Mamdanis Reaktion
Auf Netanyahus Äußerungen am Sonntag angesprochen, verwies Mamdanis Sprecher Joe Calvello auf ein Interview des Bürgermeisters mit der New York Post vom Samstag, in dem Mamdani sagte, er sei entschlossen, Antisemitismus in der ganzen Stadt entgegenzuwirken. Das Büro des Bürgermeisters reagierte zunächst nicht auf spätere Bitten um Stellungnahme am Sonntag.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesNetanyahu Accuses Mamdani of 'Hate Speech' After Mayor's Video Address
- The GuardianNetanyahu accuses Mamdani of 'fomenting hate' in calls for PM's arrest
- The IndependentNetanyahu lashes out at Mamdani over arrest threat, accuses him of 'fomenting hate'
- Al Jazeera OnlineNetanyahu vows to go to New York City despite ICC arrest warrant, Mamdani
- Benjamin Netanyahu
- Israelischer Premierminister, vom ICC wegen Kriegsverbrechen in Gaza angeklagt; trat bei Fox News auf, um die Festnahmeaufforderung des New Yorker Bürgermeisters zu verurteilen
- Zohran Mamdani
- New Yorker Bürgermeister, der Netanyahu einen 'Kriegsverbrecher' nannte und zur bundesstaatlichen Vollstreckung des ICC-Haftbefehls aufforderte
- Raul Morales
- Verhaftet und wegen zweifachen versuchten Mordes als Hassverbrechen für die Messerangriffe vom 23. Juli an der Upper West Side angeklagt
- Jessica Tisch
- Polizeichefin des NYPD, die sagte, die Ermittler untersuchten noch das Motiv von Raul Morales
- Yoav Gallant
- Ehemaliger israelischer Verteidigungsminister, ebenfalls von einem ICC-Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Gaza betroffen
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