
Zwei Tote bei Kollision von Bell-Hubschraubern im Einsatz gegen Attika-Waldbrand; Flotte am Boden
Eine Kollision zweier Bell-Hubschrauber, die von Australiens McDermott Aviation geleast waren, forderte am Sonntag bei Löscharbeiten in Psatha, Attika, zwei Todesopfer und zwei Verletzte.
Die Kollision
Zwei von McDermott Aviation aus Australien geleaste Bell-Hubschrauber kollidierten am Sonntag während der Bekämpfung des großen Waldbrandes in der Region Attika-Viotien in der Luft. Die Maschinen waren vom Flughafen Elefsina gestartet und operierten nahe Psatha. Ein Hubschrauber landete notfallmäßig auf einer Straße, der andere stürzte etwa einen Kilometer entfernt in eine Schlucht. Dichter Rauch und ein kleiner Brand entstanden an der Unfallstelle, aber es gab keine Explosion.
Rauch, ein kleines Feuer und große Angst.
Opfer und Rettung
Vier Personen waren an Bord: zwei griechische und zwei ausländische Staatsangehörige. Die beiden Überlebenden aus dem ersten Hubschrauber wurden mit leichten Verletzungen gerettet. Die beiden Insassen des zweiten Hubschraubers wurden bewusstlos geborgen und später im Krankenhaus für tot erklärt. Bei den Toten handelte es sich um einen griechischen Koordinator und einen dänischen Piloten, obwohl ein Bericht zunächst ein rumänisches Opfer erwähnte. Zu den Überlebenden gehörten ein britischer Pilot und ein griechisches Besatzungsmitglied. Alle wurden in das 251. Allgemeine Luftwaffenkrankenhaus gebracht.
Im Namen der fachlichen und politischen Führung der Feuerwehr spreche ich den Familien der beiden Männer der Besatzung des einen Hubschraubers mein aufrichtiges Beileid aus.
Löscheinsatz
Der Waldbrand in Attika-Viotien ging am Sonntag in seinen dritten Tag, angefacht durch starke Winde, die seit fünf Tagen anhielten. Bodentruppen, Freiwillige und das „DEUKALION“-Team des Militärs waren im Einsatz. Die Luftoperationen wurden durch die Winde behindert; Flugzeuge hatten Schwierigkeiten zu fliegen, sodass zeitweise bis zu 20 Hubschrauber eingesetzt wurden. Gegen Mittag besserten sich die Bedingungen leicht, sodass 8 Flugzeuge und 20 Hubschrauber operieren konnten. Das Feuer löste 17 Evakuierungswarnungen über das Notfallsystem 112 für Siedlungen wie Agia Skepi, Kandili und die Industriezone von Megara aus.
Flottenstilllegung und Untersuchung
Unmittelbar nach dem Absturz legte die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen alle in Griechenland eingesetzten Bell-Hubschrauber still. Die verbleibende Luftflotte bestand aus 8 Erickson-, 2 Canadair- und 2 Chinook-Maschinen. Die Ursache der Kollision wird untersucht; erste Hinweise deuten auf menschliches Versagen hin, es gibt keine Anzeichen für technisches Versagen. Die Hubschrauber gehörten zu einer 15-köpfigen Bell-Flotte, die McDermott Aviation im Mai für die Brandsaison 2026 eingesetzt hatte, dem siebten Jahr der Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden.
- Erickson
- 8 Maschinen
- Canadair
- 2 Maschinen
- Chinook
- 2 Maschinen
Allgemeine Brandsituation
Seit dem 27. Juli sind in ganz Griechenland 220 Agrar- und Waldbrände ausgebrochen. Die Behörden haben 33 Festnahmen wegen Brandstiftung vorgenommen. Anderswo hielt eine aktive Front auf Kefalonia an, während Brände in Fokida, Aigialeia, Argos, Chalkidiki, Samothraki und Kavala eingedämmt wurden. Die Kollision folgt auf einen nicht tödlichen Absturz eines geleasten Bell 214B in den Aoos-See am 25. Juni, bei dem beide Besatzungsmitglieder in Sicherheit schwammen.


