
Letzter Hantavirus-Patient von Kreuzfahrtschiff MV Hondius entlassen – Krankenhausphase des Ausbruchs beendet
Der letzte mit Hantavirus infizierte Patient des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius ist aus dem Krankenhaus Gómez Ulla in Madrid entlassen worden, wie Gesundheitsbehörden mitteilten. Damit befindet sich niemand mehr stationär in Behandlung nach dem Ausbruch, bei dem drei Menschen starben.
Erkennung an Bord und Evakuierung
Am 10. Mai 2026 wurde bei einem französischen Passagier an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius Hantavirus nachgewiesen, was die Quarantäne aller potenziell exponierten Personen zur Folge hatte. Noch am selben Tag wurden 14 spanische Staatsangehörige – 13 Passagiere und ein Besatzungsmitglied – nach Teneriffa evakuiert und anschließend in die Hochsicherheitsisolierstation des Madrider Krankenhauses Hospital Central de la Defensa Gómez Ulla verlegt. Die Gesundheitsbehörden legten den 10. Mai als Tag null der Quarantäne fest. Drei Menschen starben bei dem Ausbruch.
Krankenhausaufenthalt, Tests und Quarantäne zu Hause
Zwei der 14 Spanier wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten positiv auf das Virus getestet. Der erste, ein 70-jähriger Mann, wurde am 11. Mai, einen Tag nach der Ankunft, in die UATAN aufgenommen und begann mit der Behandlung. Er hatte leichte Atembeschwerden und Fieber, wurde aber nach seiner Genesung am 4. Juni entlassen. Der zweite positiv getestete Patient, dessen Symptome auf leichtes Fieber beschränkt blieben, blieb bis zum 16. Juni im Krankenhaus. Die anderen 12 Personen, die als Kontaktpersonen eingestuft wurden, verbrachten vier Wochen in Krankenhausisolation mit wöchentlichen PCR-Tests, die alle negativ ausfielen. Am 7. Juni wurden sie entlassen und begannen eine häusliche Quarantäne. Fünf Katalanen unter ihnen verließen das Krankenhaus am 15. Juni; die übrigen sollten bis zum 16. Juni nach Hause zurückkehren. Sie müssen symptomfrei bleiben und werden um den 22. Juni herum eine letzte PCR-Probe abgeben, die vom Nationalen Zentrum für Mikrobiologie analysiert wird.
- 14 spanische Staatsangehörige von der MV Hondius evakuiert und ins Gómez-Ulla-Krankenhaus eingewiesen; Tag 0 der Quarantäne
- Erster spanischer Positivfall, ein 70-jähriger Mann, kommt in die Hochsicherheitsisolierstation
- Erster positiver Patient nach Genesung entlassen
- 12 spanische Kontaktpersonen aus dem Krankenhaus in häusliche Quarantäne entlassen
- Letzter positiver Patient entlassen; keine hospitalisierten Fälle mehr
- Voraussichtlicher Termin für den abschließenden PCR-Test der Kontaktpersonen und Freigabe bei Negativbefund
Abschluss des Ausbruchs
Zum 16. Juni ist die Krankenhausphase des Ausbruchs auf der MV Hondius beendet. Es befinden sich keine Patienten mehr im Gómez-Ulla-Krankenhaus. Die 12 Kontaktpersonen warten auf den abschließenden PCR-Test, um wieder ihren normalen Aktivitäten nachgehen zu können. Die spanischen Gesundheitsbehörden bestätigten das Ende der Krankenhaus-Episode.


