Landwirt pflügt mit Traktor frisch verlegten Asphalt in der Gleiwitzer Rybacka-Straße auf – Polizei nimmt ihn fest
Ein Landwirt aus dem Gleiwitzer Stadtteil Ostropa fuhr am 7. August mit einem Traktor und Pflug über frisch verlegten Asphalt in der Rybacka-Straße und zerstörte die neue Fahrbahndecke. Die Polizei nahm ihn am Tatort fest, und die Stadtverwaltung bestätigte, dass die Straße vollständig im Eigentum der Kommune steht.
Was in der Rybacka-Straße geschah
Am Freitag, den 7. August 2026, fuhr ein Landwirt aus dem Gleiwitzer Stadtteil Ostropa mit einem landwirtschaftlichen Traktor auf den frisch aufgebrachten Asphalt der Rybacka-Straße und zog einen Pflug über die neue Oberfläche, wodurch tiefe Furchen im weichen schwarzen Belag entstanden. Straßenbauarbeiter waren noch vor Ort; die Sanierung hatte am Montag, den 3. August, im Rahmen eines Projekts zur Erneuerung der alten Fahrbahndecke begonnen. Die Oberbürgermeisterin von Gleiwitz, Katarzyna Kuczyńska-Budka, veröffentlichte ein Video des Vorfalls in ihren sozialen Medien und schrieb, die Anwohner hätten viele Jahre auf die Sanierung gewartet. Innerhalb weniger Stunden wurde der Clip mehr als zwei Millionen Mal aufgerufen.
- Straßensanierungsarbeiten in der Rybacka-Straße beginnen
- Landwirt pflügt mit Traktor durch frisch verlegten Asphalt
- Polizei nimmt Landwirt am Tatort fest
- Oberbürgermeisterin veröffentlicht Video; ZDM bestätigt, dass die Straße städtisches Eigentum ist
- Video erreicht innerhalb weniger Stunden über zwei Millionen Aufrufe
Reaktion der Polizei und Standpunkt der Stadt
Die Polizei nahm den Landwirt am Tatort fest. Die Oberbürgermeisterin erklärte, die gesamte Straße gehöre der Stadt, einschließlich eines knapp einen Meter breiten Randstreifens, und ein Vermessungsingenieur sei vor Ort gewesen. Sie sagte zudem, der Landwirt habe sich in dieser Angelegenheit nicht in einem formellen Rechtsstreit mit der Stadt befunden.
Der Zarząd Dróg Miejskich (Städtische Straßenverwaltung) in Gleiwitz gab eine offizielle Stellungnahme heraus, in der er nach rechtlicher Prüfung der Eigentumsverhältnisse bestätigte, dass die Straße in ihrer Gesamtheit im Eigentum der Stadt Gleiwitz steht. Die Behörde erklärte, es handele sich nicht um eine Privatstraße und kein Teil davon gehöre einer Privatperson; Behauptungen, die fehlende Zustimmung eines privaten Eigentümers habe die Sanierung beeinträchtigt, seien unwahr und fänden in der geltenden Rechtslage keine Bestätigung.
Der seit Langem erhobene Anspruch des Landwirts
Laut Anwohnern, die von 24Gliwice.pl zitiert werden, behauptet der Landwirt seit Jahren, die Straße gehöre ihm, und lehnt die Sanierung seit fast 30 Jahren ab. Die Dziennik Zachodni berichtete unter Berufung auf inoffizielle Informationen, der radikale Schritt des Landwirts sei die Folge eines komplizierten, seit einiger Zeit andauernden Eigentumsstreits; einigen Berichten zufolge könnte ein Teil des Grundstücks entlang der Rybacka-Straße in Privatbesitz sein. Die Stadtverwaltung hat jedoch keine Stellungnahme abgegeben, die diese Version stützt; sowohl die Oberbürgermeisterin als auch die Straßenverwaltung bestehen darauf, dass die Straße vollständig in städtischem Besitz ist.
Öffentliche Reaktion und nächste Schritte
Die Kommentare unter dem Social-Media-Beitrag der Oberbürgermeisterin waren überwältigend kritisch gegenüber dem Landwirt; Nutzer forderten, dass er die Reparaturkosten trägt und rechtliche Konsequenzen tragen muss. Die Stadt erklärte, die Angelegenheit werde nicht unter den Teppich gekehrt: Die beschädigte Fahrbahndecke müsse erneut repariert werden, und die Behörden prüften, welche rechtlichen Schritte gegen den Landwirt wegen der Zerstörung öffentlicher Infrastruktur eingeleitet werden können. Die Sanierung war in der Vorwoche von der ZDM angekündigt worden; die alte Fahrbahndecke sollte durch eine neue Asphaltschicht ersetzt werden, um den Fahrkomfort und die Verkehrsbedingungen für die Anwohner zu verbessern.


