Wirtschaft · Havanna

Kuba kündigt marktorientierte Reformen nach chinesischem und vietnamesischem Vorbild an und verweist auf untragbaren Status quo und US-Druck

Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte, weitere Wirtschaftsbereiche würden für private Unternehmen geöffnet, Genehmigungsverfahren gestrafft und der Staatsapparat umstrukturiert, während er China und Vietnam als Vorbilder für eine sozialistische Marktwirtschaft hervorhob.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, ZEIT ONLINE, stern.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Havanna · Kuba

Die Ankündigung

Präsident Miguel Díaz-Canel nutzte eine im Fernsehen übertragene Rede am Freitag, um die weitreichendste Liberalisierung der kubanischen Wirtschaft seit Jahren zu versprechen. Weitere Sektoren sollen für private Unternehmen geöffnet, der Genehmigungsprozess für Unternehmen gestrafft, Änderungen in der Landwirtschaft vorgenommen und der Staatsapparat umstrukturiert werden. Die Reformen würden „bald diskutiert und sehr zügig verabschiedet“, sagte er, ohne einen detaillierten Zeitplan zu nennen.

„Es ist jetzt Zeit für Veränderung. Das Land kann einfach nicht auf seinem derzeitigen Kurs weitermachen.“

Miguel Díaz-Canel, Präsident Kubas

Gleichberechtigung für private Investoren

Seit 2021 erlaubt Kuba private Unternehmen mit bis zu 100 Angestellten, und seit Februar dürfen sie Kraftstoff importieren, ein Bereich, der zuvor dem Staat vorbehalten war. Nun will die Regierung, dass private kubanische Unternehmen zu den gleichen Bedingungen investieren wie ausländische Investoren, und zielt dabei gezielt auf die Diaspora ab. Sie erwägt auch die Abschaffung staatlicher Zwischenhändler für Importe und Exporte.

Der Hintergrund des US-Drucks

Washington hat die Sanktionen Monat für Monat verschärft. Diese Woche traf es das staatliche Ölunternehmen Cupet, zusätzlich zu früheren Sanktionen gegen Díaz-Canel und seine Familie. Präsident Donald Trump hat wiederholt gedroht, die Insel „unter Kontrolle zu bringen“. Kubanische Beamte beschuldigen die USA, einen Vorwand für militärische Aktionen zu suchen. Das Embargo besteht seit 1962, und das Land durchlebt seine schwerste Krise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, mit häufigen Stromausfällen und Treibstoffknappheit.

Das chinesische und vietnamesische Vorbild

Díaz-Canel nannte explizit die sozialistischen Marktwirtschaften Chinas und Vietnams als Modell. Die Kehrtwende zielt darauf ab, langjährige Spannungen zwischen zentraler Planung und wirtschaftlichen Anreizen zu lösen.

„Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden es ermöglichen, die langjährigen Widersprüche zwischen zentraler Planung und Anreizen zu lösen.“

Miguel Díaz-Canel, Präsident Kubas

Was als Nächstes kommt

Das Politbüro der Kommunistischen Partei und die Nationalversammlung müssen das Paket noch genehmigen. Ein Datum für eine Abstimmung im Plenum wurde nicht genannt, aber Díaz-Canel bestand darauf, dass die Reformen schnell verabschiedet würden. Einige ausländische Investoren sind kürzlich abgereist, aus Angst vor US-Sekundärsanktionen, daher wird die Geschwindigkeit der Umsetzung im Ausland genau beobachtet werden.

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