Sicherheit · Paris und Bobigny

Krawalle und Plünderungen in Paris, während die Wut über die Lebenshaltungskosten in Frankreich überkocht

Proteste in Paris und anderen französischen Städten sind am 17. Oktober in Krawalle und Plünderungen umgeschlagen; rund 3.000 Geschäfte wurden nach Angaben in Mitleidenschaft gezogen. Ein zweiter Protesttag am 24. Oktober brachte Schätzungen der Polizei und der Gewerkschaften, die weit auseinanderlagen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Independent, LaVanguardia, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Bobigny · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Proteste in Paris und anderen französischen Städten werden gewaltsam, mit Vandalismus und Plünderungen
  2. 22.10.Der Pariser Bürgermeister hält im Rathaus eine Anwohnerversammlung ab, bei der die Teilnehmer die nationalen Spitzen verantwortlich machen
  3. 24.10.Zweiter Protesttag in Paris, wobei Polizei und Gewerkschaften weit auseinanderliegende Teilnehmerzahlen nennen

Wie die Unruhen begannen

Die Gewalt begann am Samstag, 17. Oktober, als Proteste in Paris und anderen französischen Städten in Krawalle, Vandalismus und Plünderungen umschlugen. Augenzeugen unterschieden zwischen Demonstranten und schwarz gekleideten Randalierern, die gekommen waren, um den Tag zu stören. Sie sagten, die Polizei habe offenbar Mühe gehabt, als ein Mob am Rand des Marsches Passanten mitriss und als Plünderer Geschäfte ausraubten. Rund 3.000 Geschäfte wurden nach Angaben in Mitleidenschaft gezogen. Eine Inhaberin eines Feinkostladens nahe der Place de la République, die ihr Geschäft seit 46 Jahren mit ihrer Schwester führt, sagte, sie sei von den Krawallen fassungslos gewesen, die die Wut über die Lebenshaltungskosten überschatteten, die die Menschen überhaupt erst auf die Straße gebracht hatte.

Ein Gefühl, die Nase voll zu haben

Ladenbesitzer und Demonstranten beschrieben dasselbe Gefühl, das der französische Begriff ras-le-bol einfängt – sinngemäß eine bis zum Rand gefüllte Schüssel. Die Ladeninhaberin sagte, die Menschen fühlten sich im Stich gelassen und wüssten nicht mehr, wohin das Land steuere, und sie hätten es satt, wie Idioten behandelt zu werden. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire, Mitglied der Mitte-links-Partei Parti socialiste, richtete am Donnerstag, 22. Oktober, im Rathaus eine Anwohnerversammlung aus. Ein Teilnehmer nach dem anderen beschrieb, sich ungehört oder ungeschützt zu fühlen, und viele machten die nationalen Spitzen für ihr Versäumnis verantwortlich, die Wirtschaft, die politische Debatte, die Schulen und die Lebensmittelpreise in Ordnung zu bringen. Grégoire sagte in die Runde:

„Da sammelt sich Wut an“

Emmanuel Grégoire

Er fügte hinzu, wochenlange Studentenproteste hätten sich mit den Klagen von Landwirten und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes verbunden, und die Wut forme bereits eine breite soziale Bewegung.

Studenten, Studienplätze und die Ausgabendebatte

Die Proteste haben ihren Ursprung in einer Studentenbewegung, die sich im Département Seine-Saint-Denis festgesetzt hat, das in Berichten aus Bobigny als das ärmste Département Frankreichs bezeichnet wird. Aus demselben Gebiet wurde berichtet, dass seit Juli 126.652 Studenten noch auf einen Studienplatz warten – eine Verzögerung, für die sie Parcoursup verantwortlich machen, die Zulassungssoftware, die sie abschaffen wollen. Kolumnisten sind sich über die Ursachen uneinig. Eine Kolumne in La Vanguardia merkt an, Investoren sorgten sich wegen der französischen Staatsschuld von 3,6 Billionen Euro, was 119 % des BIP entspricht, und verlangten Austerität, während die Demonstranten mehr Ausgaben für öffentliche Dienste und Schulen fordern. Andere Kommentatoren argumentieren, die Gewalt nütze Marine Le Pen sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl, und Jean-Luc Mélenchons La France Insoumise mache eine Einigung über Reformen in der Nationalversammlung schwieriger.

Der Samstagsmarsch und die Reaktion der Sicherheitskräfte

Der zweite Protesttag in Paris am Samstag, 24. Oktober, begann mit Verwirrung über seinen Startpunkt. Die Polizei sperrte am Mittag den Platz Bastille und leitete die Marschierenden zur Place d'Italie, wo der Zug sich in Bewegung setzte. Die Route führte bei starkem Regen mehr als fünf Kilometer bis zur Porte de Vincennes und dauerte mehr als zwei Stunden. Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf 110.000 Menschen, die Gewerkschaften auf 250.000.

Teilnehmerzahl beim Protest in Paris am 24. Oktober 2026 nach SchätzungMenschen
Schätzung der Polizei
110000 Menschen
Schätzung der Gewerkschaften
250000 Menschen

Daten aus dem Artikeltext

Die Regierung kündigte mehr Polizisten und Soldaten an mehreren Stellen der Stadt an. Berichten zufolge wurde in einigen Städten eine Teilausgangssperre verhängt, darunter in Paris und Bordeaux. Freiwillige medizinische Teams, darunter Pflege- und Medizinstudenten in weißen Westen, bewegten sich durch die Menge, um für den Fall von Zusammenstößen mit der Polizei gerüstet zu sein. Ladenbesitzer in den betroffenen Straßen wogen noch ab, ob sie beschädigte Räumlichkeiten reparieren oder den nächsten Marsch abwarten sollten.

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