Sicherheit · Paris und Bobigny
Krawalle und Plünderungen in Paris, während die Wut über die Lebenshaltungskosten in Frankreich überkocht
Proteste in Paris und anderen französischen Städten sind am 17. Oktober in Krawalle und Plünderungen umgeschlagen; rund 3.000 Geschäfte wurden nach Angaben in Mitleidenschaft gezogen. Ein zweiter Protesttag am 24. Oktober brachte Schätzungen der Polizei und der Gewerkschaften, die weit auseinanderlagen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Independent, LaVanguardia, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Proteste in Paris und anderen französischen Städten wurden am 17. Oktober gewaltsam. Rund 3.000 Geschäfte wurden nach Angaben in Mitleidenschaft gezogen, und Augenzeugen sagten, die Polizei habe Mühe gehabt, die Unruhen einzudämmen.
Demonstranten nennen Lebenshaltungskosten, öffentliche Dienste und Studienzulassungen als Gründe. Berichten aus Bobigny zufolge warteten seit Juli 126.652 Studenten noch auf einen Platz.
Die Polizei bezifferte den Pariser Marsch auf 110.000 Menschen, die Gewerkschaften auf 250.000. Die Route führte mehr als fünf Kilometer von der Place d'Italie zur Porte de Vincennes.
Die Regierung kündigte mehr Polizisten und Soldaten an mehreren Stellen an. Aus einigen Städten, darunter Paris und Bordeaux, wurde eine Teilausgangssperre gemeldet.
- 17.10.Proteste in Paris und anderen französischen Städten werden gewaltsam, mit Vandalismus und Plünderungen
- 22.10.Der Pariser Bürgermeister hält im Rathaus eine Anwohnerversammlung ab, bei der die Teilnehmer die nationalen Spitzen verantwortlich machen
- 24.10.Zweiter Protesttag in Paris, wobei Polizei und Gewerkschaften weit auseinanderliegende Teilnehmerzahlen nennen
Wie die Unruhen begannen
Die Gewalt begann am Samstag, 17. Oktober, als Proteste in Paris und anderen französischen Städten in Krawalle, Vandalismus und Plünderungen umschlugen. Augenzeugen unterschieden zwischen Demonstranten und schwarz gekleideten Randalierern, die gekommen waren, um den Tag zu stören. Sie sagten, die Polizei habe offenbar Mühe gehabt, als ein Mob am Rand des Marsches Passanten mitriss und als Plünderer Geschäfte ausraubten. Rund 3.000 Geschäfte wurden nach Angaben in Mitleidenschaft gezogen. Eine Inhaberin eines Feinkostladens nahe der Place de la République, die ihr Geschäft seit 46 Jahren mit ihrer Schwester führt, sagte, sie sei von den Krawallen fassungslos gewesen, die die Wut über die Lebenshaltungskosten überschatteten, die die Menschen überhaupt erst auf die Straße gebracht hatte.
Ein Gefühl, die Nase voll zu haben
Ladenbesitzer und Demonstranten beschrieben dasselbe Gefühl, das der französische Begriff ras-le-bol einfängt – sinngemäß eine bis zum Rand gefüllte Schüssel. Die Ladeninhaberin sagte, die Menschen fühlten sich im Stich gelassen und wüssten nicht mehr, wohin das Land steuere, und sie hätten es satt, wie Idioten behandelt zu werden. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire, Mitglied der Mitte-links-Partei Parti socialiste, richtete am Donnerstag, 22. Oktober, im Rathaus eine Anwohnerversammlung aus. Ein Teilnehmer nach dem anderen beschrieb, sich ungehört oder ungeschützt zu fühlen, und viele machten die nationalen Spitzen für ihr Versäumnis verantwortlich, die Wirtschaft, die politische Debatte, die Schulen und die Lebensmittelpreise in Ordnung zu bringen. Grégoire sagte in die Runde:
„Da sammelt sich Wut an“
Er fügte hinzu, wochenlange Studentenproteste hätten sich mit den Klagen von Landwirten und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes verbunden, und die Wut forme bereits eine breite soziale Bewegung.
Studenten, Studienplätze und die Ausgabendebatte
Die Proteste haben ihren Ursprung in einer Studentenbewegung, die sich im Département Seine-Saint-Denis festgesetzt hat, das in Berichten aus Bobigny als das ärmste Département Frankreichs bezeichnet wird. Aus demselben Gebiet wurde berichtet, dass seit Juli 126.652 Studenten noch auf einen Studienplatz warten – eine Verzögerung, für die sie Parcoursup verantwortlich machen, die Zulassungssoftware, die sie abschaffen wollen. Kolumnisten sind sich über die Ursachen uneinig. Eine Kolumne in La Vanguardia merkt an, Investoren sorgten sich wegen der französischen Staatsschuld von 3,6 Billionen Euro, was 119 % des BIP entspricht, und verlangten Austerität, während die Demonstranten mehr Ausgaben für öffentliche Dienste und Schulen fordern. Andere Kommentatoren argumentieren, die Gewalt nütze Marine Le Pen sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl, und Jean-Luc Mélenchons La France Insoumise mache eine Einigung über Reformen in der Nationalversammlung schwieriger.
Der Samstagsmarsch und die Reaktion der Sicherheitskräfte
Der zweite Protesttag in Paris am Samstag, 24. Oktober, begann mit Verwirrung über seinen Startpunkt. Die Polizei sperrte am Mittag den Platz Bastille und leitete die Marschierenden zur Place d'Italie, wo der Zug sich in Bewegung setzte. Die Route führte bei starkem Regen mehr als fünf Kilometer bis zur Porte de Vincennes und dauerte mehr als zwei Stunden. Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf 110.000 Menschen, die Gewerkschaften auf 250.000.
- Schätzung der Polizei
- 110000 Menschen
- Schätzung der Gewerkschaften
- 250000 Menschen
Daten aus dem Artikeltext
Die Regierung kündigte mehr Polizisten und Soldaten an mehreren Stellen der Stadt an. Berichten zufolge wurde in einigen Städten eine Teilausgangssperre verhängt, darunter in Paris und Bordeaux. Freiwillige medizinische Teams, darunter Pflege- und Medizinstudenten in weißen Westen, bewegten sich durch die Menge, um für den Fall von Zusammenstößen mit der Polizei gerüstet zu sein. Ladenbesitzer in den betroffenen Straßen wogen noch ab, ob sie beschädigte Räumlichkeiten reparieren oder den nächsten Marsch abwarten sollten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Irish IndependentAuf den Straßen von Paris ein häufiger Refrain: „Die Menschen haben es satt“In the streets of Paris, a common refrain: 'People are fed up' · Original auf Englisch
- LaVanguardiaSieben Argumente, um Frankreich zu verstehen (oder auch nicht), von Ramon AymerichSiete argumentos para entender (o no) Francia, por Ramon Aymerich · Original auf Spanisch
- EL PAÍSReise zum Ground Zero des Aufstands in FrankreichViaje a la zona cero de la revuelta en Francia · Original auf Spanisch
- EL PAÍSDie Wut der französischen Aufstände, um soziale Unruhen zu beendenLa rabia de las revueltas francesas por acabar con el malestar social · Original auf Spanisch
- Emmanuel Gregoire
- Pariser Bürgermeister und Mitglied der Mitte-links-Partei Parti socialiste, der eine Anwohnerversammlung zu den Unruhen ausrichtete
- Jean-Luc Melenchon
- Anführer von La France Insoumise, von Kommentatoren genannt als Erschwernis für Reformen in der Nationalversammlung
- Marine Le Pen
- Rechtsextreme französische Politikerin, der Kommentatoren zufolge die Gewalt sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl nützt
- Orte
- Paris, Frankreich, Bobigny, Europa
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