Sicherheit · Hamburg
Anti-Wehrpflicht-Demo in Hamburg endet mit brennenden Barrikaden und 120 Festnahmen
Rund 6.700 Menschen beteiligten sich am Samstag, 31. Oktober, an dem Protest, bevor die Polizei ihn gegen 17 Uhr beendete. Anschließend setzten Gruppen in der Nähe des Steindamms Barrikaden in Brand und griffen Beamte mit Feuerwerkskörpern, Flaschen und Steinen an.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, Süddeutsche Zeitung, Focus und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Rund 6.700 Menschen beteiligten sich am Samstag, 31. Oktober, an der Demonstration gegen die Wehrpflicht, die Polizei war mit rund 1.300 Beamten im Einsatz.
Gegen 17 Uhr gab die Polizei bekannt, die Demonstration sei beendet. Anschließend setzten Gruppen in der Nähe des Steindamms Barrikaden und Mülltonnen in Brand und warfen Flaschen, Feuerwerkskörper und Pflastersteine auf die Beamten.
Eine Silvester-Feuerwerksbatterie, die Unbekannte gezündet hatten, fiel um und traf ein Kind und eine Polizistin. Das Kind erlitt einen Schock und musste nicht im Krankenhaus behandelt werden. Nach Polizeiangaben vom Sonntagmorgen wurden im Tagesverlauf 11 Beamte verletzt.
Die Polizei nahm in der Nacht rund 120 Menschen in Gewahrsam, wie NDR und DIE WELT berichteten.
Innenminister Alexander Dobrindt lobte das Polizeikonzept und machte gewalttätige linke Gruppen und Randalierer aus dem migrantischen Milieu verantwortlich. Randalierer und Plünderer würden identifiziert und zur Verantwortung gezogen.
- 31. Oktober, gegen 17 UhrDie Polizei gibt über Lautsprecher bekannt, dass die Demonstration beendet ist
- 31. Oktober, früher AbendBarrikaden, Mülltonnen und Bauzäune rund um St. Georg und den Steindamm in Brand gesetzt, dazu Feuerwerksangriffe auf Beamte
- 31. Oktober, bis kurz vor MitternachtIn der Gegend sind weiterhin laute Feuerwerksdetonationen zu hören
- 1. November, SonntagmorgenDie Polizei meldet 11 im Tagesverlauf verletzte Beamte
Ein Protest, der in einer Nacht der Ausschreitungen endet
Rund 6.700 Menschen nahmen am Samstag, 31. Oktober, an der Demonstration „Gegen Wehrpflicht - Gen Z regelt!“ in Hamburg teil, die von der Initiative Gen Z regelt gegen die Wehrpflicht organisiert wurde. Die Polizei war mit rund 1.300 Beamten im Einsatz. Der Protest verlief zunächst weitgehend friedlich, doch gegen 17 Uhr gab die Polizei über einen Lautsprecher bekannt, die Demonstration sei beendet. Anschließend eskalierte die Lage rund um den Steindamm nahe dem Hauptbahnhof und im Stadtteil St. Georg. Schwarz gekleidete Menschen, teils mit vermummten Gesichtern, zündeten Feuerwerkskörper und setzten Bauabsperrungen und Mülltonnen in Brand. Gruppen lieferten sich rund um den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und warfen Flaschen, Feuerwerkskörper und zeitweise auch Pflastersteine auf die Beamten. Demonstrierende skandierten propalästinensische Parolen, Passanten buhten die Beamten aus und riefen Beleidigungen.
Reaktion der Polizei und Verletzte
Die Beamten setzten Pfefferspray und einen Wasserwerfer ein. Der Wasserwerfer wurde zunächst nur zum Löschen brennender Barrikaden verwendet, später auch, um Menschenmengen von teils mehreren hundert Personen nach wiederholten Feuerwerksangriffen auf die Beamten auseinanderzutreiben. Ein Silvester-Feuerwerksbatterie, die Unbekannte auf der Straße gezündet hatten, fiel um und traf ein Kind und eine Polizistin. Nach Angaben der Polizei war sie unsachgemäß gehandhabt worden. Das Kind erlitt einen Schock, musste aber nicht im Krankenhaus behandelt werden; die Verletzungen der Beamtin waren zunächst unklar. Auch ein Bundespolizist nahe dem Hauptbahnhof wurde durch einen Feuerwerkskörper verletzt. Nach Polizeiangaben vom Sonntagmorgen wurden im Tagesverlauf 11 Beamte verletzt.
Brände und Schäden in der ganzen Stadt
Die Ausschreitungen blieben nicht auf die Demonstrationsroute beschränkt. Gruppen junger Menschen zündeten in der gesamten Halloween-Nacht Feuerwerkskörper. In Hammerbrook und Billstedt im Osten Hamburgs brannten mehrere Autos und Papiercontainer, auch an anderen Orten entstanden durch Feuer Sachschäden. Die Polizei kontrollierte in mehreren Stadtteilen Personengruppen, sprach Platzverweise und Betretungsverbote aus und stellte Pyrotechnik sicher.
Festnahmen und politische Reaktionen
Die Polizei nahm in der Nacht rund 120 Menschen in Gewahrsam. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bewertete den Polizeieinsatz positiv und sagte, das Konzept einer massiven Präsenz und eines dezentralen Einsatzes habe funktioniert. Gegenüber Bild sagte er:
„Gewalt wie in Paris wurde dank unserer hoch motivierten Polizeikräfte verhindert.“
Er machte gewalttätige linke Gruppen und Randalierer aus dem migrantischen Milieu dafür verantwortlich, die friedlichen Demonstrationen am Nachmittag gekapert zu haben. Randalierer und Plünderer würden identifiziert und zur Verantwortung gezogen, und auf den Landfriedensbruch müssten harte Strafen folgen.
- Demonstrierende
- 6700
- Eingesetzte Polizeikräfte
- 1300
- In der Nacht in Gewahrsam genommen
- 120
- Verletzte Beamte
- 11
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- DIE WELTHamburger Jugenddemo endet mit brennenden Barrikaden
- Süddeutsche ZeitungHamburger Jugenddemo endet mit brennenden Barrikaden
- Focus"Stimmung heizt sich auf": Pyro und Böller in Hamburg
- Norddeutscher RundfunkBrennende Barrikaden und Wasserwerfer: "Gen-Z-regelt"-Demo in Hamburg mit Ausschreitungen
- Alexander Dobrindt
- Bundesinnenminister, der den Polizeieinsatz lobte und linke Gruppen für die Gewalt verantwortlich machte
- Orte
- Hamburg
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