Krankheitsquote in Mecklenburg-Vorpommern auf 6,4 % gesunken, in Schleswig-Holstein stabil bei 5,6 %: DAK
Daten der DAK-Gesundheit für das erste Halbjahr 2026 zeigen, dass der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern um 0,1 Punkte auf 6,4 % gesunken ist, während er in Schleswig-Holstein stabil bei 5,6 % blieb. Die Fehlzeiten durch Atemwegserkrankungen gingen stark zurück, aber die Fehlzeiten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Erkrankungen stiegen.
Krankenstände im Norden leicht gesunken
Am 25. Juli veröffentlichte die DAK-Gesundheit ihren Halbjahresbericht zum Krankenstand ihrer versicherten Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, erstellt vom IGES Institut. Die Auswertung von rund 60.000 Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern ergab einen Krankenstand von 6,4 Prozent für die ersten sechs Monate des Jahres 2026, ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. In Schleswig-Holstein, basierend auf 111.000 Versicherten, blieb die Quote bei 5,6 Prozent, im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vorjahr.
- Mecklenburg-Vorpommern
- 6.4 %
- Schleswig-Holstein
- 5.6 %
Atemwegserkrankungen gehen zurück, andere Diagnosen steigen
Beide Bundesländer verzeichneten einen starken Rückgang von Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete einen Rückgang um 16 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025, Schleswig-Holstein einen Rückgang um 14 Prozent. Der Rückgang wurde durch Anstiege an anderer Stelle ausgeglichen. In Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Fehlzeiten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen um 10 Prozent. Schleswig-Holstein verzeichnete einen Anstieg der krankheitsbedingten Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen um 15 Prozent, wodurch diese Kategorie andere verdrängte und zur häufigsten Ursache für Arbeitsunfähigkeit im Bundesland wurde.
- Atemwege - MV
- -16 %
- Atemwege - SH
- -14 %
- Muskel-Skelett - MV
- 10 %
- Psychische Gesundheit - SH
- 15 %
Krankheitsdauer weitgehend stabil
Die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung in Mecklenburg-Vorpommern blieb mit 10,3 Tagen identisch zum Vorjahreszeitraum. In Schleswig-Holstein stieg der Durchschnitt von 9,0 auf 9,2 Tage. Die Stabilität in Mecklenburg-Vorpommern und die leichte Verlängerung in Schleswig-Holstein deuten darauf hin, dass Atemwegsepisoden zwar kürzer waren, andere Erkrankungen jedoch in der Regel eine längere Genesungszeit erfordern.
Mecklenburg-Vorpommern behält Spitzenplatz
Trotz der Verbesserung wies der DAK-Landeschef für Mecklenburg-Vorpommern, Andreas Mirwald, darauf hin, dass das Bundesland weiterhin die höchste Krankenstandsquote in Deutschland verzeichnet. Er bezeichnete den Rückgang als positive Entwicklung für den Arbeitsmarkt des Landes und betonte die Notwendigkeit betrieblicher Gesundheitsförderung.
Der weitere Rückgang des Krankenstandes ist ein positives Signal für die Arbeitswelt in unserem Land. Umso wichtiger ist es, die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu stärken und Gesundheitsthemen frühzeitig in den Unternehmen zu verankern.
Präventionsschwerpunkt nach Anstieg psychischer Erkrankungen
Der DAK-Landeschef von Schleswig-Holstein, Cord-Eric Lubinski, begrüßte die stabile Gesamtquote, hob aber den Trend bei psychischen Erkrankungen als anhaltende Belastung für die Unternehmen hervor. Er forderte eine Intensivierung der Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen.
Die stabile Krankenstandsquote ist eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein. Gleichzeitig zeigt der Anstieg der psychischen Erkrankungen, dass die Herausforderungen für Beschäftigte und Unternehmen weiterhin erheblich sind. Deshalb müssen wir Prävention und Gesundheitsförderung weiter stärken.


