Monika Piątkowska meldet Überwachung ihres Sohnes vor der Stichwahl um das Amt der Krakauer Stadtpräsidentin
Die Kandidatin für das Amt der Stadtpräsidentin von Krakau, Monika Piątkowska, kündigte rechtliche Schritte an, nachdem unbekannte Personen ihren Sohn vor dessen Wohnung beschattet und zu fotografieren versucht hatten – wenige Tage vor der Stichwahl am 11. Oktober gegen Łukasz Gibała.
Vorwürfe der Überwachung vor dem Wohnhaus der Familie
Am Samstagabend, dem 3. Oktober 2026, erklärte die polnische Senatorin Monika Piątkowska, unbekannte Personen hätten ihren Sohn vor dessen Wohnsitz beschattet. Piątkowska, die für das Komitee Über den Parteigrenzen mit Unterstützung der Bürgerkoalition und der Polnischen Volkspartei um das Amt der Krakauer Stadtpräsidentin kandidiert, veröffentlichte einen Hinweis in den sozialen Medien. Sie erklärte, unbekannte Personen hätten ihren Sohn beobachtet und versucht, ihn an seinem Privatwohnsitz zu fotografieren. Piątkowska betonte, ihr Sohn sei keine Person des öffentlichen Lebens, kandidiere nicht für ein Amt und sei nicht in den Wahlkampf um das Stadtpräsidentenamt eingebunden. Sie bezeichnete den Vorfall als inakzeptablen Eingriff in die Privatsphäre der Familie und kündigte an, rechtlich mit aller Konsequenz gegen die unmittelbar Beteiligten wie auch gegen etwaige Hintermänner vorzugehen.
Deshalb möchte ich öffentlich erklären, dass jeder solche Vorfall rechtliche Folgen haben wird. Ich habe nicht vor, passiv zu bleiben oder um des „Wahlkampffriedens“ willen so zu tun, als sei nichts geschehen. Ich werde rechtlichen Schutz in vollem Umfang suchen. Das gilt sowohl für die unmittelbaren Täter als auch für diejenigen, die solche Aktionen aus dem Hintergrund anstiften, finanzieren oder koordinieren. Ich lasse mich nicht einschüchtern und ich werde nicht zurückweichen.
Rechtsstreitigkeiten und Online-Wahlkampftaktiken
Die Auseinandersetzung um die Privatsphäre der Familie folgt auf eine Reihe von Streitigkeiten im gesamten Krakauer Wahlkampf um das Amt des Stadtpräsidenten. Vor der ersten Wahlrunde protestierte Piątkowska öffentlich gegen feindselige Online-Botschaften, die sich gegen ihre Kandidatur richteten, und erklärte, sie werde Hasskampagnen nicht dulden. Recherchen deckten ein Netzwerk aus drei Social-Media-Konten auf, die aus unklaren Quellen finanziert wurden und aktiv Beiträge gegen sie verbreiteten. Gleichzeitig erschienen auf Facebook-Seiten, die die Kandidatin der Bürgerkoalition und der Polnischen Volkspartei unterstützen, mit künstlicher Intelligenz erzeugte Beiträge, die ihren Rivalen kritisierten oder Piątkowska bewarben. Die Wahlkampfspannungen trugen auch vor Gericht aus – im beschleunigten polnischen Wahlrechtsverfahren. Am Freitag, dem 2. Oktober 2026, gewann Piątkowska in erster Instanz ein Wahlgerichtsverfahren gegen Łukasz Gibała. Die Frist für die Einlegung eines Rechtsmittels läuft bis Montag; das Berufungsgericht muss innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Akten entscheiden.
Stichwahl und Ergebnisse der ersten Runde
Der Wahlkampf in Krakau geht in die zweite Runde, die für Sonntag, den 11. Oktober 2026, angesetzt ist. Die vorgezogene Kommunalwahl wurde nötig, nachdem die Wähler den früheren Stadtpräsidenten Aleksander Miszalski von der Bürgerkoalition im Mai 2026 in einem Abwahlreferendum aus dem Amt entfernt hatten. In der ersten Runde belegte der Stadtrat und Unternehmer Łukasz Gibała, der für die Vereinigung Krakau für die Einwohner antrat, mit 36,38 % der Stimmen den ersten Platz. Piątkowska wurde mit 29,91 % der Stimmen Zweite. Beide Bewerber stehen nun in den letzten Tagen des Wahlkampfs im direkten Wettstreit um die Führung der Stadt.
- Łukasz Gibała
- 36.38 %
- Monika Piątkowska
- 29.91 %
Unterstützung aus dem Kabinett und Zeitplan der Wahl
In den Tagen vor der entscheidenden Abstimmung griffen prominente nationale Amtsträger in den Wahlkampf ein, um die Wahlbeteiligung zu mobilisieren. Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, rief Außenminister Radosław Sikorski die Einwohner Krakaus öffentlich dazu auf, ihre Stimme für Piątkowska abzugeben. Seinem Appell war am Freitag, dem 2. Oktober 2026, eine Unterstützungserklärung von Sport- und Tourismusminister Jakub Rutnicki vorausgegangen. Der Wahlkampf um das Amt des Stadtpräsidenten geht dem Ende entgegen, während sich beide Kandidaten auf die Stichwahl am 11. Oktober 2026 vorbereiten.
- Aleksander Miszalski wird per lokaler Volksabstimmung als Stadtpräsident von Krakau abgewählt.
- Monika Piątkowska gewinnt in erster Instanz ein Wahlgerichtsverfahren gegen Łukasz Gibała.
- Monika Piątkowska meldet, dass unbekannte Personen ihren Sohn vor seinem Wohnhaus beschattet haben.
- Die Wähler entscheiden die Wahl um das Amt des Stadtpräsidenten in der Stichwahl.


