
Spanische Sicherheitsgewerkschaften protestieren gegen Zustände, während Krätze-Ausbruch Truppen in Ceuta betrifft
Das spanische Verteidigungsministerium bestätigte 24 Krätze-Fälle unter Soldaten in Ceuta, was Militär-, Polizei- und Guardia-Civil-Verbände dazu veranlasste, unhygienische Unterkünfte und fehlende Schutzausrüstung anzuprangern.
Ausbruch und offizielle Reaktion
Das spanische Verteidigungsministerium bestätigte am 19. August 2026, dass 24 Soldaten des Generalkommandos von Ceuta mit Krätze diagnostiziert wurden. Die von Verteidigungsministerin Margarita Robles geleitete Behörde erklärte, die Infektionen stünden nicht im Zusammenhang mit der Ankunft von Migranten Ende Juli. Beamte stellten fest, dass zwei der registrierten Fälle bereits vor den Grenzübertritten Ende Juli aufgetreten seien, und betonten, Krätze sei eine häufige Erkrankung in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die militärische Gesundheitsbehörde in Ceuta hat in allen Einheiten ein Gesundheitsprotokoll eingeführt, um Symptome frühzeitig zu erkennen, infiziertes Personal gemäß den Gesundheitsrichtlinien zu behandeln und betroffene militärische Einrichtungen zu desinfizieren.
Gewerkschaftsbeschwerden zu Unterkunft und Ausrüstung
Militärverbände haben die offizielle Erklärung angefochten und auf sich verschlechternde Arbeits- und Lebensbedingungen hingewiesen. Die Unión de Militares de Tropa brachte den ersten Infektionscluster mit der Unterbringung von Personal am 15. August in der stillgelegten Küstenbatterie K-8 in Verbindung, einer Einrichtung, die der Verband als ungepflegt, anfällig für frühere Befälle und überfüllt beschrieb. Der Verband berichtete auch, dass eingesetzte Soldaten ihre eigenen Schutzmasken und Handschuhe kaufen mussten, da offizielle Schutzausrüstung nicht verteilt worden war. Marco Antonio Gómez, Präsident der Asociación de Tropa y Marinería, stellte fest, dass die Gehälter der Soldaten trotz anspruchsvoller Einsätze bei 1.300 Euro pro Monat blieben.
Wir sind hier, um der Gesellschaft zu dienen, aber um dies zu können, sind bessere Arbeitsbedingungen und eine Anerkennung erforderlich, die ihrem Einsatz und ihrer Hingabe entspricht.
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- Militärpersonal wird in der stillgelegten Küstenbatterie K-8 untergebracht
- Unión de Militares de Tropa meldet ersten Ausbruch mit 14 Krätze-Fällen
- Verteidigungsministerium bestätigt 24 Fälle; Polizei- und Guardia-Civil-Gewerkschaften reichen Beschwerden ein
Einsatzbedingungen in den Sicherheitskräften
Der Vertreter Antonio Seoane des Militärunteroffiziersverbandes ASFASPRO warnte, dass die Gesamtzahl der Krätze-Infektionen unter Soldaten 60 Fälle übersteigen könnte, wenn man eine 40-köpfige Gruppe berücksichtigt, die sich noch in der Inkubationszeit der Krankheit befindet. Seoane kritisierte die Verwendung ungeprüfter Bettwäsche und erklärte, das Personal arbeite 13-Stunden-Schichten ohne zusätzliche finanzielle Entschädigung. Polizeigewerkschaften, darunter JUPOL, SUP und CEP, bestätigten Krätze-Fälle bei Beamten der Nationalpolizei aus der ersten Polizeiinterventionseinheit, die in der Stadt eingesetzt waren. Polizeivertreter berichteten von einer schweren Unterkunftsknappheit und stellten fest, dass sich etwa 70 Beamte auf einer Etage eine einzige Toilettenanlage teilen müssten.
Belastung des Gesundheitssystems und rechtliche Schritte
Die lokale medizinische Infrastruktur steht nach der Grenzkrise erheblich unter Druck. Der Krankenpflegeverband von Ceuta meldete, dass das Gesundheitspersonal täglich mehr als 200 Patienten behandelt, darunter über 200 Fälle von akuter Gastroenteritis, 21 von Impetigo, 20 von Krätze und 4 von Tuberkulose. Rosa Fuentes, Präsidentin des Krankenpflegeverbandes, forderte die Zentralregierung auf, den Alarmzustand auszurufen, um die notwendigen Notfallressourcen bereitzustellen. Maria João Forjaz, Präsidentin der Spanischen Gesellschaft für Epidemiologie, erklärte, Ausbrüche seien auf Überbelegung und Ressourcenmangel zurückzuführen, nicht auf die Ankunft von Migranten.
Zu denken, dass sie Krankheiten einschleppen, ist medizinisch falsch und auch gefährlich.
Die Asociación Unificada de Guardias Civiles reichte am 19. August eine formelle Beschwerde über biologische Risiken beim Generaldirektor der Guardia Civil ein. Die Eingabe fordert die sofortige Bereitstellung von FFP2- und FFP3-Masken, speziellen Handschuhen, Augenschutz und Einwegkitteln sowie professionelle Wäschereidienste, um zu verhindern, dass Beamte kontaminierte Uniformen zu Hause waschen. Die Polizeigewerkschaft JUPOL hat ihre Rechtsabteilung angewiesen, eine mögliche staatliche Haftung und Pflichtverletzung in Bezug auf die Einsatzbedingungen zu prüfen.


