
Koalicja Obywatelska führt polnische Umfrage mit 28,1 % an, Partia Razem legt um 3 Punkte zu
Eine IBRiS-Umfrage vom 21. und 22. August 2026 zeigt Koalicja Obywatelska bei 28,1 % und Prawo i Sprawiedliwość bei 18,1 %, wobei die fragmentierten Ergebnisse den Sejm vor möglichen Koalitionsverhandlungen stellen.
Umfrageergebnisse und Spitzenpositionen der Parteien
Eine Meinungsumfrage des Instituts IBRiS für die Tageszeitung Rzeczpospolita vom 21. und 22. August 2026 befragte 1.067 Wahlberechtigte zu ihren Präferenzen für den Sejm und den Senat, falls am kommenden Sonntag gewählt würde. Koalicja Obywatelska behauptet mit 28,1 % die Spitzenposition in der Wählergunst, was einem Rückgang von 2,0 Prozentpunkten im Vergleich zu Ende Juli entspricht. Prawo i Sprawiedliwość liegt mit 18,1 % der Nennungen auf dem zweiten Platz und verzeichnet einen Anstieg von 0,8 Prozentpunkten im gleichen Monatszeitraum. Konfederacja verteidigte ihren dritten Platz auf nationaler Ebene und sammelte 13,2 % der Wählerpräferenzen, ein Plus von 0,9 Prozentpunkten. Die erklärte Wahlbeteiligung der Befragten deutet auf eine prognostizierte Wahlbeteiligung von 55,8 % hin.
- Koalicja Obywatelska
- 28.1 %
- Prawo i Sprawiedliwość
- 18.1 %
- Konfederacja
- 13.2 %
- Konfederacja Korony Polskiej
- 8.8 %
- Lewica
- 6.6 %
- Rozwój Plus
- 6.4 %
- Partia Razem
- 4.6 %
- PSL
- 3.5 %
- Polska 2050
- 0.8 %
Performance der mittleren und Splittergruppen
Die Umfrage verzeichnete Verschiebungen bei kleineren Formationen und politischen Splittergruppen auf beiden Seiten des politischen Spektrums. Die Unterstützung für Grzegorz Braun und die Konfederacja Korony Polskiej sank auf 8,8 %, ein Rückgang um 2,1 Prozentpunkte gegenüber Juli. Lewica erreichte in der August-Umfrage 6,6 %, ein Minus von 0,4 Prozentpunkten im Vergleich zur vorherigen Erhebung. Rozwój Plus, die politische Gruppierung des früheren Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki, erzielte 6,4 % der Nennungen und verzeichnete einen Rückgang um 1,0 Prozentpunkt. Polskie Stronnictwo Ludowe kam auf 3,5 % der Nennungen, ein Plus von 0,7 Prozentpunkten, während Polska 2050 bei 0,8 % Unterstützung lag; beide Parteien bleiben unter der gesetzlichen Sperrklausel für den Einzug ins Parlament.
- Partia Razem
- 3 pp
- Konfederacja
- 0.9 pp
- Prawo i Sprawiedliwość
- 0.8 pp
- PSL
- 0.7 pp
- Lewica
- -0.4 pp
- Rozwój Plus
- -1 pp
- Koalicja Obywatelska
- -2 pp
- Konfederacja Korony Polskiej
- -2.1 pp
Zuwachs und Präsenz in Städten für Partia Razem
Partia Razem erzielte den größten Zuwachs aller politischen Parteien in der Umfrage und legte seit Juli um 3,0 Prozentpunkte auf 4,6 % Unterstützung zu. Dieses Ergebnis bringt die linke Formation unter der Führung von Adrian Zandberg und Aleksandra Owca näher an die 5 %-Hürde, die für den Einzug in den Sejm erforderlich ist. Der Aufwärtstrend deckt sich mit einer kürzlich veröffentlichten CBOS-Umfrage, die Razem nach dem Sommer bei 4,4 % Unterstützung maß. Der Politikwissenschaftler Szymon Ossowski verwies bei der Erklärung der demografischen Anziehungskraft auf jüngere Wähler auf den aktiven lokalen Wahlkampf der Partei in städtischen Zentren, einschließlich der Opposition gegen die Stadtspitze in Posen und einer sichtbaren Kandidatur in Krakau.
Diese Partei agiert tatsächlich in Großstädten; das sieht man in Posen, wo Razem die Stadtbehörden stark kritisiert, und es ist auch in Krakau sichtbar, wo sie einen sichtbaren Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl hat. Razem zieht junge Leute an, genau wie die Konfederacja auf der rechten Seite. Bei diesem Unterstützungsniveau muss man jedoch den statistischen Fehler im Auge behalten; der prozentuale Anstieg ist groß, aber in Punkten liegt er nahe an der Fehlermarge.
Koalitionshürden und parlamentarische Arithmetik
Die Umfragezahlen deuten darauf hin, dass weder der Regierungsblock noch die Opposition ohne Mehrparteienabkommen eine absolute parlamentarische Mehrheit erringen können. Die Kombination aus einem niedrigeren Ergebnis für Koalicja Obywatelska und der Streuung der Stimmen auf kleinere Fraktionen erschwert die Arithmetik, die für den Aufbau einer tragfähigen Regierungskoalition erforderlich ist. Während Konfederacja und Razem bei jüngeren Wählerschichten zulegten, kämpfen traditionelle Koalitionspartner wie PSL und Polska 2050 mit niedrigen Zahlen, die ihre Präsenz im Parlament gefährden. Diese Verschiebungen im politischen Spektrum lassen die mögliche Zusammensetzung einer künftigen Regierung von volatilen Rändern nahe der gesetzlichen Eintrittshürde abhängen.


