Klima · Kathmandu, Langtang und Peking
Studie bringt Klimawandel mit Gletscherkollaps in Nepal in Verbindung – Zahl der Todesopfer übersteigt 1.400
Eine Studie der World Weather Attribution ergab, dass steigende Temperaturen und das Auftauen des Permafrosts den Kollaps des Langtang Lirung auslösten, während Nepal 20 Millionen Dollar an Klimahilfe der Vereinten Nationen beantragt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, BBC, The Guardian und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
WWA-Wissenschaftler fanden heraus, dass die Temperaturen im Juli und August 5 Grad Celsius über dem Normalwert lagen, wobei 1,5 Grad Celsius direkt auf menschliche Treibhausgasemissionen zurückzuführen sind.
Offizielle Aufzeichnungen vom 16. September 2026 verzeichnen 1.400 Tote und 6.150 Vermisste in Nepal sowie 43 Tote und 519 Vermisste in Tibet.
Die Fluten beschädigten 13 Wasserkraftwerke und bis zu 20.000 Wohnhäuser, was voraussichtliche Wiederaufbaukosten von 4,78 Milliarden Dollar für Nepal verursacht.
Eine Studie von Systemiq ergab, dass nur 21 der 40.000 Gletscher im Hindukusch-Himalaya-Gebirge aktiv überwacht werden.
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- 16.09.Nepal verzeichnet 1.400 Tote und 6.150 Vermisste, während Leichen aus Wasserkrafttunneln geborgen werden
- 17.09.World Weather Attribution veröffentlicht Studie, die Erwärmung und Permafrosttauen mit dem Kollaps in Verbindung bringt
Wissenschaftliche Zuordnung des Kollapses
Eine am 17. September 2026 vom World Weather Attribution-Netzwerk veröffentlichte Studie ergab, dass die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung das hochgelegene Gelände vor der Katastrophe vom 26. August am Mount Langtang Lirung verändert hatte. Ein zwei Quadratkilometer großer Abschnitt aus Felswand und Gletscher löste sich nahe des Gipfels und stürzte mit solcher Wucht ins Tal, dass er auf den Sensoren des United States Geological Survey als seismisches Ereignis der Stärke 5,2 registriert wurde. Die daraus resultierende Flutwelle aus Wasser, Eis und Schutt verwüstete flussabwärts gelegene Siedlungen und Infrastruktur in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet. Die Forscher berichteten, dass die Durchschnittstemperaturen in der Region im Juli und August etwa 5 Grad Celsius über dem Normalwert lagen, wovon 1,5 Grad Celsius direkt auf fossile Brennstoffemissionen zurückzuführen sind. Die Gletscher in der Region sind seit dem Jahr 2000 um etwa einen halben Meter pro Jahr dünner geworden, was Felsspalten destabilisiert, während das Auftauen des Permafrosts das tiefe Grundgestein schwächte.
Die Klimatologin Friederike Otto vom Imperial College London erläuterte die Ergebnisse bei der Veröffentlichung der Studie.
„Es besteht absolut kein Zweifel, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel hier eine Rolle bei der Vorbedingung der Katastrophe gespielt hat – durch das Auftauen des Permafrosts, durch das Abschmelzen der Gletscher, durch mehr Regen anstelle von Schnee.“
Menschliche Verluste und grenzüberschreitende Schäden
Offizielle Zahlen der nepalesischen Regierung vom 16. September 2026 bestätigten, dass bei der Katastrophe etwa 1.400 Menschen ums Leben kamen, während 6.150 Menschen vermisst wurden. In Tibet meldeten chinesische Staatsmedien 43 Tote und 519 Vermisste. Die Flutwelle zerstörte bis zu 20.000 Häuser und beschädigte 13 Wasserkraftwerke, wobei mehrere Arbeiter in Zugangsstollen eingeschlossen wurden. Suchtrupps bargen am 16. September vier Leichen aus einem überfluteten Tunnel; die Sucharbeiten entlang der Flusskorridore wurden fortgesetzt. Die Flutschuttmassen unterbrachen wichtige Verkehrswege und Stromnetze in der Grenzregion und ließen gefährdete Berggemeinden isoliert zurück.
Regionale Überwachungslücken im Himalaya
Glaziologen warnten, dass steigende Temperaturen das gesamte Hindukusch-Himalaya-System bedrohen, das zwei Milliarden Menschen flussabwärts mit Süßwasser versorgt. Ein Bericht der Beratungsfirma Systemiq ergab, dass von 40.000 Gletschern in acht Himalaya-Staaten die Behörden nur 21 aktiv überwachen. Eine unter Mitwirkung der Regierungswissenschaftlerin Miriam Jackson veröffentlichte Studie zeigte, dass die Himalaya-Gletscher zwischen 2010 und 2019 65 Prozent schneller abschmolzen als im vorangegangenen Jahrzehnt. Wissenschaftler betonten, dass plötzliche Hangabbrüche in großen Höhen im Gegensatz zu regenbedingten Überschwemmungen den flussabwärts lebenden Bevölkerungen nur minimale Vorwarnzeit lassen.
Jackson wies auf den akuten Mangel an grenzüberschreitender wissenschaftlicher Koordination entlang der Bergkette hin.
„Wir brauchen viel mehr Datenaustausch und Kommunikation über diese nationalen Grenzen hinweg.“
Finanzielle Forderungen und internationale Klimafinanzierung
Nepal schätzt seine gesamten Wiederaufbaukosten auf 4,78 Milliarden Dollar, eine enorme finanzielle Belastung für ein Land mit 30 Millionen Einwohnern, das weniger als 0,1 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht. Außenminister Shisir Khanal erklärte, Nepal werde 20 Millionen Dollar aus dem Fonds der Vereinten Nationen für die Reaktion auf Verluste und Schäden beantragen. Der Fonds verfügt derzeit über etwa 400 Millionen Dollar, während fast 120 Länder Forderungen in Höhe von insgesamt knapp 3 Milliarden Dollar eingereicht haben. Premierminister Balendra Shah wird nächste Woche vor der UN-Generalversammlung über Nepals Wiederaufbaubedarf sprechen – seine erste offizielle Auslandsreise.
- Nepals UN-Forderung
- 20 Mio. USD
- UN-Fondsguthaben
- 400 Mio. USD
- UN-Forderungen von 120 Ländern
- 3000 Mio. USD
- Nepals Wiederaufbaukosten
- 4780 Mio. USD
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesScientists Warn of Flood Risks to 8 Himalayan Countries after Nepal Disaster
- BBCNepal akan ajukan tuntutan klaim jutaan dolar ke PBB usai banjir dan longsor yang diduga kuat akibat perubahan iklim
- BBCEstudo revela o papel das mudanças climáticas nas inundações no Nepal
- The GuardianThe Guardian view on the Nepal-Tibet floods: a spur to action on climate
- Friederike Otto
- Klimatologin am Imperial College London und Koautorin der WWA-Studie
- Shisir Khanal
- Außenminister von Nepal
- Balendra Shah
- Premierminister von Nepal
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