
17 % der französischen Raucher werfen Zigarettenkippen aus Autofenstern – Waldbrände verbrennen 117.000 Hektar
Eine Ipsos-BVA-Umfrage im Auftrag der Vinci Autoroutes Foundation ergibt, dass 17 % der Raucher Kippen auf Autobahnen wegwerfen – eine Gewohnheit, die die Stiftung als 'alarmierend' bezeichnet, während in dieser Saison über 14.000 Brände 117.000 Hektar in Frankreich verbrannt haben.
Die Umfrageergebnisse
Eine von Ipsos BVA im Auftrag der Vinci Autoroutes Foundation online durchgeführte Umfrage vom 19. bis 23. Juni, an der 2.279 Personen im Alter von 16 bis 75 Jahren teilnahmen, die repräsentativ für die französische Bevölkerung sind, ergab, dass 17 % der Raucher zugeben, ihre Zigarettenkippe aus dem Fahrzeugfenster auf der Autobahn zu werfen. Die Stiftung bezeichnete dieses Verhalten in ihrer 12. jährlichen Sommerstudie zum Abfallmanagement der Franzosen während der Reisezeit als 'alarmierend'.
Die potenziell dramatischen Folgen einer einfachen Fahrlässigkeit, wie dem Wegwerfen einer Zigarettenkippe.
Bilanz der Brandsaison
Innenminister Laurent Nuñez warnte am Donnerstag, dem 30. Juli, dass die Brandgefahr trotz einer Verbesserung, insbesondere in der Region Gironde, 'extrem hoch' bleibe. Er erklärte, dass seit Saisonbeginn mehr als 14.000 Brände registriert wurden, die 117.000 Hektar verbrannt haben. Das Innen- und das Ministerium für ökologischen Wandel berichten, dass 90 % der Waldbrände menschlichen Ursprungs sind und mehr als die Hälfte auf Fahrlässigkeit oder riskantes Verhalten zurückzuführen ist.
Wachsendes öffentliches Bewusstsein
Das Bewusstsein für die Gefahr wächst: 87 % der Franzosen sind der Meinung, dass das Werfen einer Kippe aus dem Fahrzeugfenster 'ein erhebliches Brandrisiko darstellt'. Ein Drittel der Befragten (33 %) gibt an, bereits direkt oder indirekt von einem Waldbrand betroffen gewesen zu sein, und 60 % halten es für wahrscheinlich, in den kommenden Jahren die Folgen einer solchen Katastrophe zu erleiden.
Rechtlicher Rahmen
Das französische Gesetz verbietet das Rauchen im Auto nicht, außer wenn ein Minderjähriger an Bord ist oder das Halten einer Zigarette den Fahrer daran hindert, 'sicher zu fahren'. Seit 2023 ist das Rauchen in Waldgebieten während der Brandrisikoperiode jedoch verboten. Eine fahrlässig weggeworfene Kippe, die einen Brand verursacht, kann strafrechtliche Konsequenzen haben, bis zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 150.000 Euro in den schwersten Fällen mit Todesfolge.
- Raucher, die Kippen aus dem Auto werfen
- 17 %
- Sehen Kippen-Werfen als großes Brandrisiko
- 87 %
- Bereits von Waldbrand betroffen
- 33 %
- Erwarten Betroffenheit in den kommenden Jahren
- 60 %

