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Kurz gefasst

  • 232 Gegenstimmen, 202 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung. Die erforderliche gesetzliche Mehrheit lag bei 231.

  • Es war der zweite PiS-Misstrauensantrag gegen Kierwiński; der erste wurde im Frühjahr 2024 eingereicht.

  • Die PiS nannte Eisenbahnsabotage, Chaos an der Westgrenze, Transkription gleichgeschlechtlicher Ehen, Fehlalarm-Vorfälle und Polizei-Vakanzen.

  • Kierwiński nannte den Antrag eine Anklage gegen die frühere PiS-Regierung; Sikorski sagte, die Opposition solle sich entschuldigen.

Die Abstimmung

Der Sejm lehnte den Misstrauensantrag gegen den Minister für Inneres und Verwaltung, Marcin Kierwiński, während seiner 59. Sitzung am 10. Juni ab. Insgesamt nahmen 435 Abgeordnete an der Abstimmung teil. Der Antrag wurde mit 232 Gegenstimmen bei 202 Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt. Die für die Annahme erforderliche gesetzliche Mehrheit betrug 231 Stimmen.

„Dieser Antrag ist eine einzige Anklage gegen die PiS-Regierungen, denn wir haben in diesen drei Jahren zusammen mit Minister Siemoniak – da er ebenfalls Chef des MSWiA war – den Sumpf aufgeräumt, den wir in diesem Ministerium und seinen nachgeordneten Diensten vorgefunden haben.“

Marcin Kierwiński, Minister für Inneres und Verwaltung

Die Abstimmung verlief entlang der Koalitionslinien. Alle stimmberechtigten Abgeordneten von Recht und Gerechtigkeit (PiS) und der Konföderation unterstützten den Antrag, ebenso Mitglieder der Kreise Demokracja und Razem, der Konfederacja Korony Polskiej sowie vier unabhängige Abgeordnete. Die Regierungskoalition – Bürgerkoalition (150), PSL-TD (30), die Linke (21), Polen 2050 (13), Centrum (15) und drei Unabhängige – stimmte dagegen.

Vorwürfe der Opposition

PiS-Abgeordnete argumentierten, dass Kierwiński die politische Verantwortung für die Schwächung der inneren Sicherheitsarchitektur des Staates trage. In der Debatte bezeichnete der PiS-Abgeordnete Andrzej Śliwka den Minister als „Mann des Chaos“ und verwies auf Chaos in der Führung, in den Diensten und bei der Ausgabe öffentlicher Gelder.

„Minister Kierwiński ist ein Mann des Chaos: Chaos in der Führung, Chaos in den Diensten und, am empörendsten, Chaos bei der Ausgabe öffentlicher Gelder.“

Andrzej Śliwka, PiS-Abgeordneter

Der Oppositionsantrag listete mehrere konkrete Beschwerden auf: unzureichende Reaktion auf Sabotageakte an der Eisenbahn, nach denen Verdächtige angeblich polnisches Hoheitsgebiet verlassen haben; Versäumnisse bei der Sicherung der Westgrenze, die es Deutschland ermöglichten, „illegale Migranten zurückzudrängen“; die Beteiligung des Ministers an der Transkription von gleichgeschlechtlichen Ehen; sowie katastrophale Aktionen der Dienste, darunter das Eindringen in die Wohnung der Mutter von Präsident Karol Nawrocki, ausgelöst durch falsche Alarmmeldungen. Die PiS verwies zudem auf Personalprobleme und eine hohe Zahl offener Stellen bei der Polizei.

Die Verteidigung der Regierung

Vizepremierminister Radosław Sikorski verteidigte Kierwiński vor der Abstimmung und bezeichnete ihn als einen sehr guten und effektiven Minister. Sikorski brachte den Antrag mit einer Reihe falscher Alarmmeldungen in Verbindung, die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens betrafen, darunter den Redakteur Tomasz Sakiewicz.

„Es stellte sich heraus, dass es sich um Inszenierungen handelte, die von Provokateuren, angeblichen Kriminellen, erfunden worden waren. Die von Minister Kierwiński beaufsichtigten Dienste haben sie gefasst und der Staatsanwaltschaft vorgeführt.“

Radosław Sikorski, Vizepremierminister

Sikorski argumentierte, dass die Opposition sich bei der Regierung und bei Kierwiński für ihre Unterstellungen entschuldigen müsse. Auch Premierminister Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz sprachen zu Kierwińskis Verteidigung.

Kierwiński selbst sagte vor dem Parlament, die acht Jahre der PiS an der Spitze des Ministeriums seien „eine einzige große Bedrohung für die Staatssicherheit“ gewesen. Er wies darauf hin, dass es sich bereits um den zweiten PiS-Antrag auf seine Abberufung in dieser Legislaturperiode handle; der erste war im Frühjahr 2024 eingereicht worden.

„Das ist die beste Bewertung dafür, dass ich meine Arbeit gut mache. Mir ist kein Fall bekannt, in dem diejenigen, die von der Polizei verfolgt werden, eine gute Meinung von der Polizei hätten.“

Marcin Kierwiński, Minister für Inneres und Verwaltung

Ausschussphase

Vor der Plenarabstimmung debattierte der Ausschuss für Verwaltung und Innere Angelegenheiten des Sejm über den Antrag – über drei Stunden lang – und gab eine ablehnende Stellungnahme ab. Der Ausschuss stimmte mit 19 zu 13 für die Empfehlung der Ablehnung, bei keiner Enthaltung.

Breiterer Kontext

Das Ministerium hat auf konkrete Maßnahmen nach den Eisenbahn-Sabotagevorfällen hingewiesen, darunter ein neues polnisch-ukrainisches Abkommen zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Kriminalität, Sabotage und Subversion sowie den Start der Operationen „Horyzont“ und „TOR“, die dem Schutz kritischer Infrastruktur dienen. Koalitionsabgeordnete erinnerten das Parlament auch daran, dass unter der früheren PiS-Regierung die Polizei gegen Teilnehmerinnen des Frauenstreiks und gegen friedliche Demonstrationen eingesetzt worden war und dass ein von der PiS eingesetzter früherer Polizeichef das Hauptquartier der Polizei mit einem Granatwerfer beschädigt hatte.

In diesem Text

  1. 1Die AbstimmungDie Abstimmung
  2. 2Vorwürfe der OppositionVorwürfe der Opposition
  3. 3Die Verteidigung der RegierungDie Verteidigung der Regierung
  4. 4AusschussphaseAusschussphase
  5. 5Breiterer KontextBreiterer Kontext

Auf Grundlage von Berichten von

Do Rzeczy, TVN24, www.gazetaprawna.pl, rmf24.pl, Wprost, forsal.pl, NIEZALEZNA.PL, polsatnews.pl

Liste der Quellen
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Quellen und Kontext

  • Do Rzeczyam 10.06. um 15:41Sejm zdecydował ws. Kierwińskiego. Polityk zabrał głos
  • TVN24am 10.06. um 15:16Marcin Kierwiński obroniony. Sejm zdecydował
  • www.gazetaprawna.plam 10.06. um 15:13Nie będzie zmian w MSWiA. Sejm stanął po stronie Kierwińskiego
  • rmf24.plam 10.06. um 15:05Koalicja obroniła Kierwińskiego
Marcin Kierwiński
Minister für Inneres und Verwaltung, Gegenstand des Misstrauensantrags
Andrzej Śliwka
PiS-Abgeordneter, der den Antrag während der Sejm-Debatte vorstellte
Radosław Sikorski
Vizepremierminister, der Kierwiński vor der Abstimmung verteidigte
Donald Tusk
Premierminister, der zu Kierwińskis Verteidigung sprach
Władysław Kosiniak-Kamysz
Verteidigungsminister, der zu Kierwińskis Verteidigung sprach
Przemysław Czarnek
Stellvertretender PiS-Vorsitzender, der für Kierwińskis Abberufung argumentierte
Zbigniew Konwiński
Abgeordneter der Bürgerkoalition, der die Bilanz der früheren PiS-Regierung bei der Polizeiarbeit kritisierte
Arkadiusz Sikora
Abgeordneter der Linken, der der PiS vorwarf, die Polizei zu politisieren
Tomasz Siemoniak
Ehemaliger Chef des MSWiA, von Kierwiński erwähnt

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Veröffentlicht am 10.06. um 16:02.

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Do Rzeczy, TVN24, www.gazetaprawna.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht am 10.06. um 16:02.

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