Keffe D zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt – wegen Organisation von Tupac Shakurs Mord 1996
Duane Davis, ein 63-jähriger ehemaliger Bandenführer, wurde in Las Vegas verurteilt, weil er die Erschießung des Rappers organisiert hatte – fast 30 Jahre nach der Tat. Die Staatsanwaltschaft erklärte, er habe nicht selbst geschossen, aber den Angriff arrangiert und die Waffe beschafft.
Das Urteil
Duane "Keffe D" Davis, ein 63-jähriger ehemaliger Bandenführer, wurde zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt, weil er die Tötung von Tupac Shakur organisiert hatte. Berichte über die Obergrenze gehen auseinander: Ein griechisches Medium beschreibt eine Strafe von 40 Jahren bis lebenslänglich, andere berichten von einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Davis war im August des Mordes ersten Grades mit einer tödlichen Waffe für schuldig befunden worden; er hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
In der Verhandlungsstunde wurde zudem deutlich, dass Davis die einzige Person ist, die in einem Fall angeklagt und verurteilt wurde, der mehr als 30 Jahre lang ungelöst blieb. Staatsanwalt Marc NeJame argumentierte, Davis werde unabhängig vom verhängten Strafmaß den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.
Die Schüsse und der Fall gegen Davis
Shakur wurde am 7. September 1996 in Las Vegas angeschossen, als er auf dem Beifahrersitz eines SUV saß, den Marion "Suge" Knight steuerte, der Chef seines Plattenlabels. Sechs Tage später starb er im Alter von 25 Jahren. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, Davis habe nicht den Abzug betätigt, sondern den Angriff geplant und die Waffe seinem Neffen Orlando Anderson übergeben, der jede Beteiligung bestritt und 1998 bei einem unabhängigen Vorfall getötet wurde.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Motiv Rache für die Prügelattacke auf Anderson in einer Schlägerei in einem Casino wenige Stunden zuvor. Die Konfrontation im MGM Grand entsprang einer Rivalität zwischen zwei Banden aus Los Angeles, und Mitglieder beider Gruppen hielten sich in jener Nacht in Las Vegas auf, um einen Schwergewichtstitelkampf zu sehen.
Davis' eigene Worte
Davis sagte wiederholt und öffentlich, er habe in dem weißen Cadillac gesessen, aus dem die tödlichen Schüsse kamen. Seine Beteiligung beschrieb er in seinen Memoiren von 2019, "Compton Street Legend", und in einem Interview mit den Behörden aus dem Jahr 2008, das er unter der Bedingung gab, nicht strafrechtlich verfolgt zu werden. Ein Richter entschied später, dass das Polizeiinterview als Beweismittel im Prozess verwendet werden durfte. Die Verteidigung argumentierte, seine Aussagen seien Übertreibungen gewesen, um den Buchverkauf anzukurbeln, doch die Jury ließ sich nicht überzeugen.
Reaktion von Familie und Gericht
Shakurs Schwester Sekyiwa "Set" Shakur war im Gerichtssaal anwesend und forderte die Höchststrafe. Richterin Carly Kirnie sagte zu Davis, niemand habe das Recht, einem Menschen das Leben und seine Zukunft zu nehmen. Unter Berufung auf den Staatsanwalt berichtete ein Medium, Davis werde unabhängig von der Strafe nicht freikommen.
Der Verlust von Tupac hat meine Familie sehr lange Zeit gelähmt.
Die Bemerkung der Richterin richtete sich direkt an Davis und rahmte das Urteil um den Verlust eines Lebens.
Die Welt hat ihn und seinen Tod nie vergessen.
Vermächtnis
Shakur, der laut einer Quelle weltweit mehr als 75 Millionen Tonträger verkaufte, zählt weiterhin zu den einflussreichsten Figuren des Rap. Davis' Berufung läuft noch, und das Urteil lässt die Frage offen, ob der weitere Kreis rund um die Schüsse mit weiteren Anklagen rechnen muss.

