
Tom Kean Jr. kehrt nach Behandlung einer Depression ins US-Repräsentantenhaus zurück – 117-tägige Abwesenheit beendet
Der Republikaner aus New Jersey, Tom Kean Jr., beendete am Dienstag eine vier Monate währende mysteriöse Abwesenheit mit einer Rede im Plenum, in der er offenlegte, dass er wegen einer Depression im Krankenhaus war. Er entschuldigte sich bei seinen Wählern für das Schweigen und sagte, eine Genesung sei möglich.
Die Rückkehr und das Geständnis
Tom Kean Jr., der republikanische Abgeordnete für den 7. Distrikt von New Jersey, kehrte am 30. Juni nach 117 Tagen Abwesenheit ins Kapitol zurück. In einer kurzen Rede im Plenum offenbarte er, dass bei ihm eine Depression diagnostiziert worden sei und er in den vergangenen Monaten im Krankenhaus war.
Vor einigen Monaten wurde ich aus gesundheitlichen Gründen zu einigen Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert. Ich glaubte nicht, dass dies zu einem längeren Aufenthalt führen würde. Bei mir wurde eine Depression diagnostiziert.
Kean sagte, die Ärzte hätten ihm empfohlen, zur Behandlung der Krankheit im Krankenhaus zu bleiben – der schnellste Weg zur Genesung –, obwohl er zunächst gezögert habe. Er bezeichnete sich selbst als „von Natur aus einen privaten Menschen“ und deutete an, dass er nicht früher mehr preisgegeben habe, weil er die Diagnose selbst noch verarbeiten musste.
Vier Monate Schweigen
Kean hatte zuletzt am 5. März abgestimmt. Sein Büro veröffentlichte Ende April eine Erklärung, in der die Abwesenheit auf eine „persönliche gesundheitliche Angelegenheit“ zurückgeführt und eine baldige Rückkehr in Aussicht gestellt wurde. Erst am 18. Juni wurde ein konkreter Termin genannt: Rückkehr am 30. Juni. Während der 117 Tage versäumte er mehr als 100 aufeinanderfolgende Abstimmungen im Repräsentantenhaus.
Das anhaltende Schweigen schürte Spekulationen im Kapitol und unter den Wählern. Ein Reporter der New York Times traf Kean letzte Woche in seinem Haus in New Jersey an, doch der Abgeordnete lehnte eine Stellungnahme ab. Er sprach nur über seine vorbereiteten Ausführungen im Plenum und ging Fragen von Reportern auf den Fluren aus dem Weg.
Politische Folgen
Die Abwesenheit erschwerte der republikanischen Führung die Kontrolle über die knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus. Kean, ein Amtsinhaber in einer Wechselwählerregion, gilt als der verwundbarste republikanische Abgeordnete New Jerseys. Seine lange Abwesenheit zog Kritik auf sich, nachdem berichtet wurde, dass er während der Monate seiner Abwesenheit Aktien gehandelt hatte – ein Punkt, den die Demokraten bei der Wahl im November voraussichtlich nutzen werden.
- Kean gibt seine letzte Stimme ab, bevor er verschwindet.
- Büro erklärt, er kümmere sich um eine 'persönliche gesundheitliche Angelegenheit' und werde bald zurückkehren.
- Büro kündigt an, dass Kean am 30. Juni ins Repräsentantenhaus zurückkehren wird.
- Kean hält eine Rede im Plenum und offenbart eine Depression-Diagnose und Klinikaufenthalt.
Keans Botschaft zur psychischen Gesundheit
Kean betonte, dass Genesung möglich sei und dass Hilfe zu suchen keine Schwäche, sondern eine Stärke sei. Er wies darauf hin, dass über 48 Millionen Amerikaner wegen einer Depression behandelt werden, und sagte, er kehre nun mit der vollen Unterstützung seiner Ärzte zurück. Die Rede lenkte auch den Blick auf seine früheren Abstimmungen: Kean hatte im Juli 2025 für das Gesundheitsgesetz der Republikaner gestimmt, das Kritikern zufolge den Zugang zu psychiatrischen Diensten für Millionen Menschen einschränkte.
Wie die über 48 Millionen meiner amerikanischen Mitbürger, die wegen dieser Krankheit behandelt werden, festgestellt haben, gibt es keinen Zeitplan für die Heilung. Es gibt keinen Zeitplan für die Genesung, nur die Arbeit, Tag für Tag besser zu werden.
Er fügte hinzu, er habe den ursprünglichen Schätzungen einer Abwesenheit von wenigen Wochen geglaubt, verstehe aber jetzt den unberechenbaren Verlauf einer Depression.


