
Bank von Griechenland unterstützt neue Zinsregeln für Katseli-Darlehen und senkt Zahlungen für 100.000 Kreditnehmer
Eine gesetzgeberische Maßnahme, die die Zinsberechnung für nach dem Katseli-Gesetz umstrukturierte Darlehen neu regelt, hat die Zustimmung des Gouverneurs der Bank von Griechenland, Jannis Stournaras, erhalten. Das griechische Ministerium für Volkswirtschaft schätzt die gesamten Kostenauswirkungen über 20 Jahre auf rund 500 Millionen Euro bei einem Portfolio von 16,5 Milliarden Euro.
Zustimmung der Zentralbank
Der Gouverneur der Bank von Griechenland, Jannis Stournaras, bezeichnete den gesetzgeberischen Eingriff der Regierung als notwendig und sagte, er habe zentrale Fragen geklärt, die sich aus einer aktuellen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs ergaben, und die Unsicherheit verringert. Die Bestimmung, die das Parlament letzte Woche verabschiedete, setzt eine einheitliche Anwendung der Auslegung des Gerichts zur Zinsberechnung für rund 100.000 leistungsfähige Kreditnehmer durch, die ihre Schulden nach dem Gesetz 3869 (dem Katseli-Gesetz) umstrukturiert haben.
Die Bestimmung, die der Finanzminister hinsichtlich der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zum Gesetz 3869 vorgelegt hat, war notwendig. Sie hat vernünftige Fragen beantwortet, die aufgekommen waren, und letztlich den Kreditnehmern genützt. Sie hat auch den Anwendungsbereich der Entscheidung definiert und damit die Unsicherheit verringert.
Wie sich die monatlichen Raten ändern
Im neuen Rahmen werden Zinsen nur auf die jeweilige monatliche Rate erhoben, nicht auf den gesamten ausstehenden Saldo über den Anpassungszeitraum. Dies senkt die Zinsen für die meisten Kreditnehmer effektiv auf nahezu null. Die niedrigere monatliche Rate tritt sofort in Kraft, und die Anpassung gilt rückwirkend: Seit der ursprünglichen Gerichtsentscheidung zu viel gezahlte Zinsen werden mit der verbleibenden Schuld verrechnet, was die Rückzahlungsdauer verkürzt.
Ein Beispiel des Ministeriums verdeutlicht die Veränderung. Ein Kreditnehmer mit einem verbleibenden Saldo von 144.500 Euro im Januar 2024 hätte zuvor 731 Euro pro Monat über 300 Monate gezahlt, davon 74.852 Euro Zinsen insgesamt. Mit der neuen Berechnung sinkt der monatliche Betrag auf 483 Euro, wobei nur ein Euro pro Monat als Zins anfällt und der Rest vollständig zur Tilgung dient. Die bereits über 30 Monate zu viel gezahlten 7.440 Euro werden vom Gesamtsaldo abgezogen, sodass der Kreditnehmer das Darlehen in 255 Raten zu je 483 Euro zurückzahlt. Die gezahlten Gesamtzinsen sinken von 74.852 Euro auf 411 Euro.
- Bisherige Methode
- 731 €
- Neue Methode
- 483 €
Auswirkungen auf das Hercules-Programm
Die Änderungen betreffen das staatliche Verbriefungsvehikel Hercules, das zur Bündelung und Garantie notleidender Kredite genutzt wurde. Der Minister für Volkswirtschaft und Finanzen, Kyriakos Pierrakakis, merkte an, dass die geringeren Einnahmen aus den umstrukturierten Darlehen die künftigen Zuflüsse in das Programm verringern werden. Das Gesetz teilt daher die finanzielle Last zwischen den Banken und dem Hercules-Programm auf, basierend auf den Beträgen, die jede Seite bereits vereinnahmt hat, um den Kreditnehmerschutz, die Stabilität des Bankensystems und die fiskalische Verantwortung zu wahren.
Übergang und IT-Anpassungen
Die Union der Unternehmen, die Forderungen aus Darlehen und Krediten verwalten (EEADAP), erklärte, dass die Mitgliedsgesellschaften nun die notwendigen technischen Änderungen an ihren Systemen vornehmen. Die vollständige Neuberechnung aller betroffenen Tilgungspläne wird einige Monate in Anspruch nehmen. Bis diese Arbeit abgeschlossen ist, zahlen die vom neuen Gesetz betroffenen Kreditnehmer nur den Tilgungsanteil ihrer gerichtlich festgesetzten monatlichen Rate, wobei die Ratenhöhe selbst unverändert bleibt. Bereits geleistete Überzahlungen werden mit den letzten fälligen Raten verrechnet, nicht in bar erstattet.


