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Fußball·vor 2 Std.

Schweiz kassiert späten Ausgleich – 1:1 gegen Katar zum WM-Auftakt

Ein Tor in der 94. Minute verhinderte den Schweizer Sieg zum WM-Auftakt. Katar erzwang ein 1:1-Unentschieden, obwohl die Schweiz die klar besseren Chancen hatte.

Dominanz ohne Lohn

Die Schweiz hatte fast 70 Prozent Ballbesitz und gab 26 Torschüsse ab, doch zur Pause führte sie nur mit 1:0. In der ersten Hälfte presste Murat Yakins Team hoch und erspielte sich klare Torchancen – laut Verteidiger Manuel Akanji genug, um mit drei oder vier Toren in Führung zu liegen. Das Tempo war hoch, die Pässe präzise, und die 1:0-Führung wirkte nur deshalb fragil, weil so viele Chancen vergeben wurden.

Der späte Nackenschlag

Nach der Pause ließ die Schweizer Präzision nach. Das Passspiel wurde langsamer, technische Fehler häuften sich, und Katar fand immer mehr Lücken im Konter. Tief in der Nachspielzeit starteten die Außenseiter einen letzten Angriff und erzielten mit der letzten Aktion des Spiels einen wunderbaren Kopfball an Torhüter Kobel vorbei. Die Schweizer Abwehr, die weitgehend souverän wirkte, war im entscheidenden Moment nicht auf der Höhe.

Wir waren zu ineffizient mit den Chancen, die wir uns erspielt haben, und wurden am Ende für unseren Aufwand nicht belohnt. Das ist Fußball: Wenn du sie nicht machst, kassierst du sie.

Kapitän fordert Disziplin

Granit Xhaka machte aus seiner Frustration keinen Hehl. Der Kapitän sagte, das Team habe in der zweiten Halbzeit den Rhythmus und die Geduld verloren, und kritisierte namentlich nicht genannte Spieler, die statt des Matchplans des Trainers den „Schaumschläger“ spielen wollten. Um ein WM-Spiel zu gewinnen, müsse jeder Spieler seine Position respektieren.

Man muss seine Position respektieren und einfach das tun, was der Trainer sagt, nicht den Schaumschläger spielen. Das ist Disziplin. Wenn die fehlt, wird es schwierig.

Fokus auf die nächsten Spiele

Trotz des bitteren Unentschiedens gab die Mannschaft das Turnier nicht auf. Kobel meinte, vielleicht sei es besser, einen solchen Rückschlag im Auftaktspiel zu erleiden, mit noch zwei Vorrundenspielen und allem in der eigenen Hand. Akanji forderte, aus den vergebenen Chancen zu lernen, während Xhaka das Ergebnis als Realitätscheck bezeichnete, der das Team zwinge, auf dem Boden zu bleiben.

Wir können uns nicht mehr Chancen herausspielen. Wir hatten so viele wirklich gute. Bei einer WM, wenn du dem Gegner 94 Minuten Zeit gibst zurückzukommen, passiert das. Wir sind selbst schuld.

4 Quellen

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