Diplomatie · Luxemburg, Madrid und Barcelona
EuGH entscheidet am 16. Juli über spanisches Amnestiegesetz für katalanische Unabhängigkeitsführer
Der Europäische Gerichtshof wird am 16. Juli sein lang erwartetes Urteil über das spanische Amnestiegesetz für katalanische Separatisten fällen und entscheiden, ob die Maßnahme mit EU-Recht vereinbar ist. Das Urteil wird sich mit Fragen des Missbrauchs öffentlicher Mittel und Terrorismusvorwürfen befassen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RTVE.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Große Kammer des EuGH wird ihr Urteil über das spanische Amnestiegesetz am 16. Juli 2026 fällen, ein Jahr nach den mündlichen Verhandlungen.
Der Rechnungshof fragt, ob die Amnestie die rechenschaftspflichtige Haftung für Ausgaben des Procés aufheben kann; der Nationale Gerichtshof fragt, wie sie mit EU-Terrorbekämpfungsregeln zusammenhängt.
Im November 2025 vertrat Dean Spielmann die Auffassung, dass das Gesetz weder EU-Finanzinteressen schädigt noch gegen Antiterrorgesetze verstößt, obwohl der EuGH an seine Ansicht nicht gebunden ist.
Ein positives Urteil könnte dem spanischen Verfassungsgericht ermöglichen, die Haftbefehle gegen Carles Puigdemont und andere flüchtige Führer aufzuheben und ihre Rückkehr zu ermöglichen.
- 1.10.Illegales Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien abgehalten, für verfassungswidrig erklärt.
- 11.06.Amnestiegesetz tritt in Kraft, zielt auf 'institutionelle Normalisierung' in Katalonien ab.
- 13.11.Generalanwalt Spielmann veröffentlicht Stellungnahme, die das Gesetz weitgehend befürwortet.
- 16.07.Große Kammer des EuGH wird ihr bindendes Urteil zum Amnestiegesetz verkünden.
Das Urteilsdatum
Die Große Kammer des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) wird ihr Urteil am 16. Juli 2026 verkünden, bestätigte das Gericht am Donnerstag. Die Entscheidung fällt genau ein Jahr nach den mündlichen Verhandlungen über die von zwei spanischen Gerichten vorgelegten Vorabentscheidungsersuchen. Der in Luxemburg ansässige Gerichtshof muss entscheiden, ob das Organgesetz zur Amnestie, das die Begnadigung von Straftaten im Zusammenhang mit dem katalanischen Unabhängigkeitsprozess vorsieht, mit dem Unionsrecht vereinbar ist.
Zwei Schlüsselfragen
Der EuGH wird zwei Vorlagefragen beantworten. Die erste, vom spanischen Rechnungshof vorgelegt, betrifft die rechenschaftspflichtige Haftung des früheren katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont und anderer Beamter für öffentliche Mittel, die angeblich zur Finanzierung des illegalen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017 und der externen Förderung des sogenannten Procés verwendet wurden. Die zweite, vom Nationalen Gerichtshof vorgelegt, fragt, ob die Anwendung der Amnestie auf zwölf Mitglieder der Ausschüsse für die Verteidigung der Republik (CDR), die im Rahmen der sogenannten 'Operation Judas' mit terrorismusbezogenen Anklagen konfrontiert sind, gegen EU-Antiterrorgesetze verstoßen würde.
Stellungnahme des Generalanwalts
Im November 2025 gab Generalanwalt Dean Spielmann eine nicht bindende Stellungnahme ab, die das Gesetz weitgehend befürwortete. Er argumentierte, dass es die finanziellen Interessen der EU nicht beeinträchtige und nicht mit der Terrorismusbekämpfungsrichtlinie des Blocks in Konflikt stehe.
„Es kann keine direkte Verbindung zwischen den Ausgaben des Procés und den EU-Konten hergestellt werden.“
Spielmann wies auch die Auffassung zurück, dass das Gesetz eine 'Selbstamnestie' darstelle, und erklärte, sein Ziel sei es, auf eine außergewöhnliche Situation mit dem erklärten Ziel der institutionellen Normalisierung und Aussöhnung zu reagieren, nicht ein politisches Regime vor gerichtlicher Kontrolle zu schützen. Obwohl seine Ansichten nicht bindend sind, werden sie von den Luxemburger Richtern im Allgemeinen hoch geschätzt.
Auswirkungen auf Puigdemont und das Verfassungsgericht
Das Urteil des EuGH wird voraussichtlich die parallelen Verfahren vor dem spanischen Verfassungsgericht beeinflussen, bei denen Puigdemont Beschwerde gegen die Weigerung des Obersten Gerichtshofs eingelegt hat, seine Verurteilung wegen Untreue zu amnestieren. Ein positives Urteil in Luxemburg würde wahrscheinlich den Weg für das Verfassungsgericht ebnen, die Haftbefehle aufzuheben und dem früheren Präsidenten die Rückkehr nach Spanien zu ermöglichen. Die Staatsanwaltschaft und die staatliche Rechtsanwaltschaft haben bereits Schriftsätze zugunsten der Gewährung der Amnestie eingereicht.
Politischer und rechtlicher Hintergrund
Das von der Regierung von Pedro Sánchez geförderte Amnestiegesetz trat am 11. Juni 2024 in Kraft. Es sollte einen Schlussstrich unter die Strafverfahren ziehen, die sich aus dem katalanischen Unabhängigkeitsstreben von 2017 ergaben, und war ein zentraler Bestandteil des Pakts, der Sánchez' Amtseinführung sicherte. Es war jedoch anhaltenden rechtlichen Anfechtungen ausgesetzt. Der Oberste Gerichtshof hat sich geweigert, es anzuwenden, und eine mögliche Diskriminierung aufgrund der Ideologie argumentiert, während der Rechnungshof und der Nationale Gerichtshof unter anderem an den EuGH verwiesen, um die Vereinbarkeit des Gesetzes mit dem EU-Recht zu prüfen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- eldiario.esEl Tribunal de Justicia de la UE publicará la sentencia sobre la ley de amnistía el 16 de julio
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLEl Tribunal de Justicia de la UE dictará la sentencia sobre la Amnistía el 16 de julio
- RTVE.esEl Tribunal de Justicia de la Unión Europea dictará la sentencia sobre la amnistía el 16 de julio
- EL MUNDOEl Tribunal de Justicia de la UE dictará la sentencia sobre la amnistía el 16 de julio
- Dean Spielmann
- Generalanwalt des EuGH, der im November 2025 eine nicht bindende Stellungnahme abgab, die das spanische Amnestiegesetz befürwortete.
- Carles Puigdemont
- Ehemaliger Präsident Kataloniens, angeklagt wegen Untreue im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitsreferendum von 2017, gegen den ein Haftbefehl vorliegt.
- Oriol Junqueras
- Präsident der ERC, ein katalanischer Unabhängigkeitsführer, der ebenfalls von der Weigerung des Obersten Gerichtshofs betroffen ist, die Amnestie anzuwenden.
- Artur Mas
- Ehemaliger katalanischer Präsident, einer der Beamten, deren rechenschaftspflichtige Haftung im Vorlageverfahren des Rechnungshofs in Frage gestellt wird.
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, dessen Regierung das Amnestiegesetz als Teil des Investiturpakts von 2023 förderte.
- Toni Comín
- Ehemaliger katalanischer Minister, ebenfalls Begünstigter der Amnestie, derzeit im Ausland, wartet auf die Entscheidung des Verfassungsgerichts.
- Lluís Puig
- Ehemaliger katalanischer Minister, wie Comín und Puigdemont in die Amnestieverfahren einbezogen.
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