Sicherheit · Barcelona, L'Hospitalet de Llobregat und Badalona

Mossos nehmen in Katalonien 50 Personen fest – Netzwerk soll Migranten gefälschte Arbeitsverträge verkauft haben

Die Mossos d'Esquadra haben 50 Personen festgenommen, darunter 43 Unternehmer, im Rahmen dessen, was sie als ihre größte Ermittlung gegen irreguläre Einwanderung bezeichnen. Das Netzwerk soll von Antragstellern bis zu 30.000 Euro für Dokumente und gefälschte Arbeitsverträge verlangt haben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, El Confidencial und LaVanguardia. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Barcelona, L'Hospitalet de Llobregat, Badalona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. Februar 2024Durchsuchungen in einem früheren Menschenhandelsfall Ende Februar
  2. 26.–27. OktoberZweiphasige Polizeioperation mit 81 Beamten
  3. 7.11.Mossos geben 50 Festnahmen bekannt

Die Festnahmen

Die Mossos d'Esquadra, die Polizei Kataloniens, teilten am Samstag, 7. November 2026, mit, 50 Personen in Barcelona und umliegenden Orten festgenommen zu haben. Unter den Festgenommenen sind 48 Männer und zwei Frauen. Sieben gelten als mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Organisation, drei von ihnen wurden in Haft genommen, und 43 sind Unternehmer, die mit den betrügerischen Anträgen in Verbindung stehen sollen. Die Operation lief in zwei Phasen am 26. und 27. Oktober und umfasste 81 Beamte der Kriminalpolizei (DIC), vor allem der zentralen Einheit für Menschenhandel und der zentralen Abteilung für organisierte Kriminalität.

Die meisten Festnahmen erfolgten in Barcelona, L'Hospitalet de Llobregat, Badalona, Santa Coloma de Gramenet und Sant Adrià de Besòs. Weitere Festnahmen gab es in Sabadell, Terrassa, Vic, Sant Boi de Llobregat und Sant Vicenç dels Horts.

Festgenommene nach RollePersonen
Mutmaßliche Mitglieder
7 Personen
Unternehmer
43 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Wie das Netzwerk mutmaßlich vorging

Den Ermittlungen zufolge sprach die Gruppe pakistanische Staatsangehörige an, die Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen in Spanien wollten, und verlangte von ihnen bis zu 30.000 Euro für Dokumente und einen Arbeitsvertrag. Unternehmer sollen sich bereit erklärt haben, im Gegenzug für Zahlungen Arbeitsverträge und begleitende Unterlagen zu liefern; diese Verträge wurden genutzt, um bereits in Spanien lebende Personen zu regularisieren oder ihre Einreise zu erleichtern. Zwischen März 2022 und Juli 2023 bearbeitete das Netzwerk 224 Anwerbeverfahren aus dem Ausland. Von diesen wurden 108 positiv beschieden, und die Ermittlungen gehen davon aus, dass die Organisation mehr als 3,2 Millionen Euro erzielt haben könnte.

Bearbeitete Anwerbeverfahren, März 2022 bis Juli 2023Akten
Bearbeitete Akten
224 Akten
Positiver Bescheid
108 Akten

Daten aus dem Artikeltext

Den mutmaßlichen Mitgliedern werden die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation, Verstöße gegen die Rechte ausländischer Staatsangehöriger und Urkundenfälschung vorgeworfen. Den Unternehmern werden Verstöße gegen die Rechte ausländischer Staatsangehöriger und Urkundenfälschung vorgeworfen.

Ursprung der Ermittlungen

La Vanguardia berichtet, dass der Fall aus einer früheren Untersuchung wegen Menschenhandels zum Zweck der Arbeitsausbeutung hervorging. In diesem Verfahren führten die Beamten Ende Februar 2024 Durchsuchungen durch, unter anderem bei einer Verwaltungsagentur in Barcelona, deren Hauptverdächtiger betrügerische Anwerbeanträge bearbeitet hatte. Die forensische Auswertung der dort beschlagnahmten Computer soll eine neue kriminelle Struktur mit Sitz in Barcelona und Mitarbeitern in Pakistan offengelegt haben. Den Ermittlungen zufolge ist die Organisation seit 2019 aktiv, mit hierarchischer Struktur und klar verteilten Rollen, überwiegend in Katalonien ansässig und mit Ablegern in Pakistan.

Wie es weitergeht

Die Ermittlungen dauern an, weitere Festnahmen werden nicht ausgeschlossen. Der Fall wird vom Ermittlungsgericht Nr. 27 in Barcelona und von der Staatsanwaltschaft Barcelona für Menschenhandel und Ausländerrecht bearbeitet.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen