
Bewaffneter Fahrgast mit Kalaschnikow am Brüsseler Gare du Midi festgenommen
Zoll und Bahnpolizei haben einen Mann festgenommen, der ein Kalaschnikow-Sturmgewehr in seiner Tasche trug, nachdem er mit dem Zug aus Frankreich am Brüsseler Gare du Midi angekommen war.
Abfangen am Morgen am Gare du Midi
Am Donnerstagmorgen, dem 3. September 2026, haben Sicherheitskräfte einen bewaffneten Reisenden am internationalen Bahnhof Brüsseler Gare du Midi festgenommen. Die Festnahme erfolgte gegen 09:30 Uhr, als der Mann aus einem aus Frankreich eingetroffenen Zug ausstieg. Eine Zollkontrolle entdeckte zunächst eine kalaschnikowartige Kriegswaffe, die in der Reisetasche des Verdächtigen versteckt war. Nach der Entdeckung griffen Bahnpolizisten mit Unterstützung einer gemeinsamen Sicherheitspatrouille von Bundespolizeiinspekteuren und belgischen Streitkräften ein. Sicherheitskräfte sicherten den Bahnsteig und nahmen den Mann ohne gemeldeten Widerstand fest. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft lehnte eine sofortige Stellungnahme ab, und die Behörden erklärten, dass Hintergrund, Route und Motive des Verdächtigen weiterhin aktiv untersucht werden.
Reaktion des Bundes und Bahnhofspatrouillen
Belgischer Innenminister Bernard Quintin bestätigte die Festnahme am Donnerstag durch eine offizielle Pressemitteilung und Nachrichten auf der Social-Media-Plattform X. Quintin dankte den Zollbeamten, Polizeieinheiten und Soldaten für ihr schnelles und entschlossenes Eingreifen auf dem Bahnsteig.
Dies zeigt, dass die verstärkten Patrouillen in Bahnhöfen mit Hilfe unseres Militärs notwendig sind und fortgesetzt, wenn nicht sogar ausgeweitet werden müssen.
Der Innenminister erklärte, dass er der Bundesregierung einen formellen Vorschlag vorlegt, um die gemeinsamen militärisch-polizeilichen Sicherheitspatrouillen an wichtigen Bahnhöfen und U-Bahn-Netzen beizubehalten und auszubauen. Quintin lehnte es ab, sich zum persönlichen Profil des Verdächtigen oder zu den genauen Spezifikationen der beschlagnahmten Schusswaffe zu äußern, und überließ diese Erkenntnisse den Ermittlern.
Operation Urban Shield und Polizeiverstärkung
Das Abfangen am Gare du Midi folgte auf eine Reihe von erweiterten Sicherheitsinitiativen, die in den letzten Monaten in der belgischen Hauptstadt eingeführt wurden. Im Rahmen der Operation Urban Shield der Bundesregierung wurden etwa 30 Soldaten abgestellt, um die Polizeikräfte bei zivilen Sicherheitsaufgaben und der öffentlichen Überwachung zu unterstützen. Diese militärische Entsendung wurde verstärkt, nachdem im August innerhlab einer Woche sieben separate Schießereien stattgefunden hatten. Der starke Anstieg der Schießereien auf der Straße veranlasste die Bundesbehörden, zusätzlich 500 Polizebeamte zu mobilisieren und in Hochrisikogebieten und Verkehrseinrichtungen enizusetzen, um bewaffnete Aktivitäten im öfentlichen Raum abzuschrecken.
- Innerhalb weniger Stunden ereignen sich zwei Schießereien in Anderlecht und Molenbeek, bei denen eine Person verletzt wird.
- Sieben Schießereien innerhalb einer Woche veranlassen die Behörden, 500 zusätzliche Polizeibeamte einzusetzen.
- Sicherheitskräfte nehmen einen Fahrgast fest, der eine Kalaschnikow am Gare du Midi bei sich trägt.
Sommerschießereien und Drogenhandelskonflikte
Die morgendliche Festnahme folgt auf mehrere gewaltsame Auseinandersetzungen in den Brüsseler Gemeinde Anderlecht, Saint-Gilles und Molenbeek im Sommer 2026. Ende August ereigneten sich innerhlab weniger Tage sechs Schießereien in diesen drei Gemeinden. Im gleichen Zeitraum griffen zwei vermummte Personen mit Kalaschnikow-Gewehren eine Bezirkspolizeiwache in Anderlecht an. Im Juli ereigneten sich innerhalb weniger Stunden zwei Schießereien in Anderlecht und Molenbeek, bei denen eine Person verletzt wurde. Julien Moinil, der Königliche Staatsanwalt in Brüssel, erklärte, dass die anhaltende Gewalt direkt mit inneren Revierkämpfen zwischen lokalen kriminellen Banden zusammenhängt, die um die Kontrolle des illegalen Drogenhandels konkurrieren. Die Opferzahl der regionalen Bandengewalt im Jahr 2026 beträgt zwei Tote und 21 Verletzte.
- Tote
- 2 Personen
- Verletzte
- 21 Personen

