
Juventus besiegt NEC Nijmegen 5:0 zum Auftakt der Europa League – fünf verschiedene Torschützen
Luciano Spallettis Mannschaft erzielte in der ersten Halbzeit drei Tore auf dem Weg zu einem 5:0-Sieg über den niederländischen Klub NEC Nijmegen im Allianz Stadium.
Taktische Umstellung und früher Durchbruch
Luciano Spalletti stellte die Juventus-Aufstellung für ihr Europa-League-Auftaktspiel nach einer Niederlage in der heimischen Liga gegen Sassuolo um. Der italienische Trainer wechselte zu einer Dreier-Abwehrkette mit Federico Gatti, Jhon Lucumí und Pierre Kalulu, während der polnische Torhüter Kamil Grabara sein Debüt für den Verein gab. Im Mittelfeld bildeten Pape Matar Sarr und Douglas Luiz ein Duo, sodass Weston McKennie zwischen den Außen- und Innenbahnen zusammen mit Kerim Alajbegović und Nico González pendeln konnte. Die taktische Aufstellung zahlte sich in den ersten Minuten im Allianz Stadium aus, nachdem der ukrainische Schiedsrichter Oleksii Derevinskyi zuvor einen Versuch in der dritten Minute aberkannt hatte. In der achten Minute schlug Grabara einen weiten Ball über die Abwehrreihe von NEC Nijmegen. Der gegnerische Torhüter Robin Polster verpasste seinen Auslauf vor dem Strafraum, sodass González den losen Ball kontrollieren und ins leere Tor vollenden konnte.
Erste-Halbzeit-Druck und Strafstoßverwertung
Die niederländische Mannschaft hatte Mühe, gegen die veränderte Juventus-Formation klare Chancen zu kreieren; Weitschüsse von Tjaronn Chery und Luc Lebreton stellten Grabara nicht auf die Probe. Juventus baute seinen Vorsprung in der 24. Minute aus, als Sarr einen Pass zu McKennie spielte, der Darko Nejašmić an der Außenlinie überwand und dann Alajbegović an der Strafraumgrenze fand. Der 18-jährige bosnische Angreifer schoss mit rechts an Polster vorbei und erzielte sein erstes Pflichtspieltor für den Klub. NEC-Trainer Dick Schreuder war zu einer frühen taktischen Umstellung gezwungen, als Mittelfeldspieler Noah Bischoff sich verletzte. Juventus erhöhte den Vorsprung in der 35. Minute, nachdem Almugera Kabar González im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Der deutsche Stürmer Nick Woltemade verwandelte den fälligen Strafstoß, schickte Polster in die falsche Ecke und sorgte für den 3:0-Pausenstand.
- Nico González trifft ins leere Tor nach einem weiten Abschlag von Kamil Grabara.
- Kerim Alajbegović erhöht mit einem Rechtsschuss nach Vorlage von Weston McKennie auf 2:0.
- Nick Woltemade verwandelt einen von Nico González herausgeholten Strafstoß.
- Zeki Çelik vollendet aus kurzer Distanz nach Vorlage von Randal Kolo Muani.
- Randal Kolo Muani trifft ins leere Tor, nachdem er Robin Polster umkurvt hat.
Einwechslungen in der zweiten Halbzeit und späte Tore
NEC versuchte zu Beginn der zweiten Halbzeit, den Rückstand zu verkürzen, doch ein Rechtsschuss von Geiger strich knapp über die Latte. Spalletti frischte seine Mannschaft mit einem Dreifachwechsel auf: Gleison Bremer, Teun Koopmeiners und Francisco Conceição kamen für McKennie, Douglas Luiz und González. In den letzten 20 Minuten stellte Spalletti Woltemade neben den eingewechselten Randal Kolo Muani. In der 75. Minute umkurvte Kolo Muani den NEC-Verteidiger Perr Schuurs auf der rechten Seite und legte eine flache Hereingabe auf Zeki Çelik, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Der französische Stürmer erzielte das fünfte Tor in der 82. Minute, als er einem Steilpass hinterherlief, an einem weiteren verpatzten Auslauf von Polster vorbei und den Ball ins leere Tor schob.
Tabellenstand und anstehendes Serie-A-Spiel
Der 5:0-Sieg brachte Juventus nach dem ersten Spieltag dank der Tordifferenz an die Spitze der Europa-League-Phasentabelle. Für Schreuder und sein Team offenbarte das Ergebnis defensive Schwächen gegen europäische Spitzenmannschaften, während ihr Angriff um Dušan Tadić und Bryan Linssen kaum Gefahr erzeugte. Juventus richtet nun den Fokus wieder auf den heimischen Wettbewerb und empfängt am Sonntag Maurizio Sarris Atalanta im Allianz Stadium. Dieses Ligaspiel ist die letzte Partie vor der anstehenden Länderspielpause, in der Spallettis Mannschaft nach dem Europapokal-Erfolg ihre Form in der heimischen Liga stabilisieren will.


